Schleim­beutel­entzün­dung der Hüfte

Wenn Hüftschmerzen im Ruhezustand nicht vergehen

Eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte zählt zu den häufigsten orthopädischen Beschwerden und tritt besonders bei sportlich aktiven Personen sowie bei Patientinnen und Patienten mit Fehlbelastungen oder vorbestehender Hüftgelenksarthrose auf.

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Offenes MRT vor Ort

Stoßwellentherapie

Digitale Laufanalyse im Bewegungslabor

Stand: Mai 2026

Präzise Diagnose und gezielte Therapie im Orthozentrum Bergstraße

Im Orthozentrum Bergstraße in Heppenheim wird die Erkrankung mit einer gezielten Kombination aus digitaler Laufanalyse, offenem MRT und moderner Stoßwellentherapie behandelt – individuell und ursachenorientiert.

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Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin

Was ist eine Schleim­beutel­entzündung der Hüfte?

Im menschlichen Körper befinden sich über hundert Schleimbeutel (Bursa, Plural: Bursae). Diese kleinen, mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Säckchen polstern Gelenknähe und schützen Knochen, Sehnen und Muskeln vor Reibung und Druck. Entzündet sich ein Schleimbeutel, sammelt sich vermehrt Gewebsflüssigkeit an – es entsteht eine schmerzhafte Schwellung, die auf das umliegende Gewebe drückt. Medizinisch spricht man von einer Bursitis.

An der Hüfte können mehrere Schleimbeutel betroffen sein. Die häufigsten Formen sind:

Bursitis trochanterica (häufigste Form):
Entzündung des Schleimbeutels oberhalb des Trochanter major – dem seitlichen Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens. Über diesen Vorsprung verläuft das Tractus-iliotibialis-Band (IT-Band), ein kräftiger Bindegewebsstreifen an der Außenseite des Oberschenkels. Der Schleimbeutel sitzt zwischen IT-Band und Knochen und reduziert dort die Reibung. Ist er entzündet, schmerzt vor allem die Hüftaußenseite.

Bursitis iliopectinea (Leistenregion):
Entzündung des tiefer gelegenen Schleimbeutels im Bereich der Leiste. Da er nicht oberflächennah liegt, ist die Entzündung äußerlich nicht sichtbar; typisch sind Schmerzen bei der Überstreckung der Hüfte und lokaler Druckschmerz.

Wie kommt es zu einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte?

Belastungsbedingte Bursitis (häufigste Form)

Wiederholte, gleichförmige Bewegungsmuster überreizen den Schleimbeutel. Betroffen sind vor allem Langstreckenläuferinnen und -läufer, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Personen, die berufsbedingt viel gehen. Auch eine Schwäche der Abduktorenmuskulatur, insbesondere des Musculus gluteus medius, begünstigt eine Bursitis trochanterica, da Ausweichbewegungen entstehen, die das IT-Band dauerhaft reizen.

Anatomische Fehlbelastungen

Beinlängendifferenzen, X-Beine oder Beckenachseninstabilitäten verändern die Druckverteilung am Trochanter. Ebenso kann eine unbehandelte Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) zu kompensatorischen Fehlbelastungen der umliegenden Strukturen führen.

Septische Bursitis

In selteneren Fällen gelangen Bakterien über kleine Verletzungen oder Injektionen in den Schleimbeutel. Diese Form erfordert umgehend eine antibiotische Behandlung.

Systemische Erkrankungen

Bei älteren Patientinnen und Patienten können rheumatoide Arthritis oder Gicht eine Bursitis begünstigen oder auslösen.

Übergewicht erhöht den Druck auf Schleimbeutel und Hüftgelenk und gilt als eigenständiger Risikofaktor. Frauen sind insgesamt etwas häufiger betroffen als Männer.

Bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte handelt es sich häufig um überlastungsbedingte Beschwerden. Wir sehen diese Beschwerden oftmals bei einer unbehandelten Hüftgelenksarthrose, weil dadurch die Beweglichkeit abnimmt und es zu einer Überlastung der außenliegenden Strukturen kommt. Deshalb behandeln wir im Orthozentrum Bergstraße nicht nur den entzündeten Schleimbeutel, sondern immer auch die zugrundeliegende Ursache.


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Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

So äußert sich eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte

Typische Symptome einer Schleimbeutel­entzündung der Hüfte

Charakteristisch ist ein Ruheschmerz, der sich nach Belastung deutlich verschlimmert, aber auch:

  • Schmerzen an der Hüftaußenseite oder in der Leiste, oft auch in Gesäß oder Oberschenkel ausstrahlend
  • Schmerzverstärkung nach längerem Gehen, Laufen oder Treppensteigen
  • Schmerzhafte Seitenlage auf der betroffenen Hüfte (besonders bei Bursitis trochanterica)
  • Morgensteifheit, die sich im Tagesverlauf bessert
  • Überwärmung, Brennen, gelegentlich sichtbare Rötung oder Schwellung (nur bei oberflächlicher Bursitis trochanterica)
  • Druckschmerz auf dem betroffenen Schleimbeutel
  • Eingeschränkte Beweglichkeit, besonders bei Abduktion und Außenrotation
  • Bei der Bursitis iliopectinea: Schmerzen bei der Hüftstreckung
  • Bei septischer Bursitis: Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl

Bleiben die Beschwerden nach wenigen Tagen Schonung und Kühlung bestehen, ist eine fachärztliche Abklärung notwendig, um eine Chronifizierung zu verhindern.

Diagnose einer Bursitis in der Hüfte im Orthozentrum Bergstraße

Die Diagnose einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte erfordert eine sorgfältige Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen: Coxarthrose, Hüftimpingement (FAI), Sehnenansatzpathologien und ischiogluteal bedingte Beschwerden können ähnliche Symptome verursachen.

Klinische Untersuchung

Zunächst erfolgt eine gezielte körperliche Untersuchung inklusive Druckschmerztest am Trochanter major sowie Prüfung der Beweglichkeit, Achsstellung und Muskelfunktion. Auffälligkeiten in der Becken-Bein-Achse oder eine Gluteusschwäche werden gezielt erfasst.

Bildgebung: Ultraschall und offenes MRT

Eine Ultraschalluntersuchung ermöglicht die direkte Darstellung des entzündeten Schleimbeutels. Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf zusätzliche Pathologien (Sehnenrupturen, Knorpelschäden) setzen wir das offene MRT ein. Der Vorteil des offenen MRT: Es steht auch Patientinnen und Patienten zur Verfügung, die unter Klaustrophobie leiden oder größere Körpermaße aufweisen.

Blutuntersuchung

Erhöhte Entzündungsmarker (CRP, BSG, Leukozyten) können auf eine septische oder systemisch bedingte Bursitis hinweisen.

Digitale Laufanalyse im Bewegungslabor

Bei belastungsbedingten oder fehlstellungsbedingten Bursitiden empfehlen wir eine digitale Laufanalyse. Videoaufnahmen und eine Druckmessplatte machen Achsinstabilitäten, Ausweichbewegungen und Muskeldysbalancen sichtbar, die im Alltag oft unbemerkt bleiben. Die Laufanalyse ist besonders sinnvoll, wenn die akuten Schmerzen bereits abgeklungen sind – bei starken Beschwerden kann eine Schonhaltung das Gangbild verfälschen.

Am Anfang der Behandlung steht immer eine gezielte Diagnostik. Bei der Schleim­beutel­entzündung der Hüfte (oberes Tractussyndrom) empfiehlt sich meist eine Laufanalyse, da häufig Technikprobleme oder Becken-Beinachseninstabilitäten ursächlich sind.


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Dr. med. Mehmet Rüzgar

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist

Behandlung einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte: Therapieoptionen im Orthozentrum Bergstraße

Die Therapie richtet sich nach Ursache, Schweregrad und Dauer der Beschwerden.

Stoßwellenbehandlung im Orthozentrum Bergstraße

Konservative Erstmaßnahmen

Schonung, Kühlung (Gelpads, ca. 15 bis 20 Minuten, kein direkter Hautkontakt) und entzündungshemmende Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) bilden die erste Behandlungsstufe. Bei den meisten akuten Verläufen tritt innerhalb einer Woche eine deutliche Verbesserung ein.

Stoßwellentherapie

Bei der ambulant durchgeführten Stoßwellentherapie werden Stoßwellen mit einer Frequenz von 2 bis 4 Hertz über 5 bis 15 Minuten in das betroffene Gewebe geleitet (ca. 1.000 bis 2.000 Impulse pro Sitzung). Die Behandlung regt die Gewebeneubildung an, lindert Schmerzsymptome und verkürzt die Regenerationszeit. Je nach Absprache ist eine lokale Betäubung möglich. Das Orthozentrum Bergstraße setzt ein Gerät der neuesten Generation ein.

Physiotherapie und Bewegungstherapie

Gezieltes Kräftigen der Abduktoren und Hüftstabilisatoren sowie Mobilisation der Hüfte sind essenziell für eine nachhaltige Beschwerdefreiheit. Physiotherapeutische Maßnahmen helfen außerdem dabei, Schonhaltungen abzubauen und Ausweichbewegungen langfristig zu korrigieren.

Kortison-Injektion

Bei starken oder persistierenden Beschwerden kann eine gezielte Kortison-Injektion in den betroffenen Schleimbeutel die Entzündung rasch reduzieren. Diese Maßnahme wird zurückhaltend eingesetzt und in der Regel bildgestützt (Ultraschall) durchgeführt.

Punktion

Bei stark geschwollenem Schleimbeutel kann eine Punktion (das gezielte Ablassen der angesammelten Flüssigkeit) Druck und Schmerz sofort lindern.

Behandlung der Grunderkrankung

Bei Beinlängendifferenzen oder Achsfehlstellungen erfolgt eine orthopädische Versorgung (z. B. Einlagen). Liegt eine Coxarthrose zugrunde, wird diese parallel behandelt. Bei septischer Bursitis ist die umgehende Antibiotikatherapie notwendig.

Operative Therapie (selten)

Nur in schwerwiegenden, therapieresistenten Fällen ist ein chirurgischer Eingriff (Bursektomie) erforderlich. Dies ist bei konsequenter konservativer Behandlung selten notwendig.

Stoßwellentherapie im Orthozentrum Bergstraße

  • Regt natürliche Heilungsprozesse im Gewebe an

  • Kann Schmerzen bei Sehnen-, Muskel- und Knochenreizungen lindern

  • Ambulante, schonende Behandlung ohne Operation

  • Durchgeführt von Fachärzten für Orthopädie

oder während unserer Öffnungszeiten direkt anrufen: 06252 - 12419 - 0

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Prävention und Nachsorge einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte

Nach Abklingen der akuten Beschwerden sollte die Belastung schrittweise gesteigert werden. Für Sportlerinnen und Sportler empfiehlt sich eine Laufanalyse zur frühzeitigen Erkennung von Fehlbelastungen. Regelmäßiges Kräftigen der hüftstabilisierenden Muskulatur – insbesondere Gluteus medius und Hüftabduktoren – reduziert das Wiederholungsrisiko deutlich. Bei anatomischen Ursachen sollte die orthopädische Versorgung dauerhaft fortgeführt werden.

FAQ zur Schleimbeutelentzündung in der Hüfte im Orthozentrum Bergstraße

Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

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