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Spannungskopfschmerzen
Was sind Spannungskopfschmerzen?
Spannungskopfschmerzen zählen zu den häufigsten Kopfschmerzformen überhaupt. Der Schmerz wird typischerweise als dumpfer Druck beschrieben, der sich wie ein zu enger Ring oder Schraubstock um den Kopf legt. Er tritt meist beidseitig auf und kann von wenigen Minuten bis zu sieben Tagen andauern.
Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) ordnet Spannungskopfschmerzen den primären Kopfschmerzen zu. Sie entstehen nicht als Folge einer anderen Erkrankung, sondern sind ein eigenständiges Krankheitsbild. In der Medizin werden Kopfschmerzen allgemein als Cephalgie bezeichnet. Unterschieden wird zwischen:
- Episodischen Spannungskopfschmerzen: weniger als 15 Tage pro Monat
- Chronischen Spannungskopfschmerzen: 15 oder mehr Tage pro Monat über mindestens drei Monate
Bei uns sind Sie in guten Händen
Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Kopfschmerzen spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

Dr. med. Uwe Baumgärtner
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)

Philipp Wolf
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin
Welche Ursachen haben Spannungskopfschmerzen?
Die genauen Entstehungsmechanismen sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert wird eine veränderte Schmerzverarbeitung im Gehirn, bei der die Reizschwelle für Schmerz herabgesetzt ist. Anders als der Name nahelegt, sind Muskelverspannungen nicht zwingend die alleinige Ursache – sie können die Beschwerden aber verstärken und aufrechterhalten.
Aus orthopädischer Sicht sind häufig Myogelosen (verhärtete Muskelpunkte im Bereich der halswirbelsäulennahen und schulternahen Muskulatur) an der Entstehung beteiligt. Bekannte Auslöser und Risikofaktoren:
- Einseitige Belastung, z. B. langes Sitzen vor dem Bildschirm
- Fehlhaltungen durch Beckenschiefstand oder Wirbelkörperfehlstellung
- Beginnende Abnutzung der Halswirbelsäule oder Bandscheiben
- Psychosozialer Stress (beruflich und privat)
- Schlafmangel und gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus
- Zähneknirschen (Bruxismus)
- Schleudertrauma oder andere Verletzungen der oberen HWS
- Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus
- Genetische Komponente (bei chronischer Form familiär gehäuft)
Welche Ursachen haben Spannungskopfschmerzen?
Der Schmerz ist typischerweise dumpf und drückend, selten stechend oder pulsierend. Er betrifft meist beide Seiten des Kopfes, häufig vom Hinterkopf bis in Stirn und Schläfen.
Typische Symptome bei Spannungskopfschmerzen:
- Leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität nicht verstärken
- Druckgefühl wie ein zu enger Hut oder Schraubstock
- Verspannungen in Nacken und Schultern
- Eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule
- Gelegentlich leichte Licht- oder Lärmempfindlichkeit
Hinweis
Spannungskopfschmerzen oder Migräne: was ist der Unterschied?
Beide Kopfschmerzarten können sich ähneln, unterscheiden sich aber in wichtigen Merkmalen. Bei Unsicherheit über die Kopfschmerzart empfehlen wir eine ärztliche Abklärung im Orthozentrum Bergstraße.
Spannungskopfschmerzen:
- Dumpfer, drückender Schmerz
- Meist beidseitig (Stirn, Schläfen, Hinterkopf)
- Leichte bis mittelstarke Intensität
- Verstärkt sich durch Bewegung nicht
- Übelkeit und Erbrechen selten
- Lichtempfindlichkeit möglich, aber untypisch
- Keine Aura
Migräne:
- Pulsierender, stechender Schmerz
- Oft einseitig
- Mittelstarke bis starke Intensität
- Verstärkt sich durch Bewegung
- Häufig Übelkeit und Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit typisch
- Aura möglich (z. B. Sehstörungen, Taubheitsgefühle)
Diagnose von Spannungskopfschmerzen im Orthozentrum Bergstraße
Wir beginnen mit einer ausführlichen Anamnese: Wie häufig treten die Kopfschmerzen auf, wie lange dauern sie an, welche Begleitsymptome bestehen? Ein selbst geführtes Kopfschmerztagebuch kann dabei wertvolle Hinweise liefern und wir empfehlen es Patientinnen und Patienten mit wiederkehrenden Beschwerden.
Die körperliche Untersuchung umfasst die Beurteilung von Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur auf Verspannungen und Myogelosen, eine Überprüfung der HWS-Beweglichkeit sowie neurologische Tests zur Beurteilung von Gehirn- und Rückenmarksfunktion. Bei Bedarf messen wir den Blutdruck und fertigen ein Blutbild an, um systemische Ursachen auszuschließen.
Besteht Verdacht auf sekundäre Kopfschmerzen oder sollen andere Erkrankungen sicher ausgeschlossen werden, setzen wir bildgebende Verfahren ein. Unser hauseigener offener Kernspintomograph ermöglicht es, noch in der laufenden Sprechstunde Aufnahmen anzufertigen und Befunde zu erheben – ohne Wartezeiten auf externe Termine. Ergänzend kommen Röntgen oder CT in Betracht.

Spannungskopfschmerzen lassen sich in vielen Fällen auf Myogelosen der halswirbelsäulennahen Muskulatur zurückführen. Mit der Triggerakupunktur haben wir eine Methode etabliert, die in vielen Fällen dazu beitragen kann, diese Verhärtungen aufzulösen.
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Dr. med. Uwe Baumgärtner
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)
Behandlung von Spannungskopfschmerzen im Orthozentrum Bergstraße
Die Therapie richtet sich danach, ob episodische oder chronische Spannungskopfschmerzen vorliegen. Wir behandeln konservativ und stellen einen individuellen Therapieplan zusammen.
Triggerakupunktur
„Triggerpunkt: Akupunktur gegen Spannungskopfschmerz“
Dr. med. Uwe Baumgärtner im Volle Kanne-Beitrag, 11.09.2020
Chirotherapie
Bei Funktionsstörungen der Halswirbelsäule, die an der Schmerzentstehung beteiligt sein können, setzen wir Chirotherapie (manuelle Medizin) ein. Wir überprüfen die Beweglichkeit der Wirbelgelenke und behandeln blockierte Segmente gezielt.
Physikalische Therapie und Bewegung
Wärme- und Kälteanwendungen, gezielte Krankengymnastik sowie Dehnübungen für die Hals- und Schultermuskulatur ergänzen die Behandlung. Wir besprechen mit unseren Patientinnen und Patienten, welche Maßnahmen für die häusliche Anwendung geeignet sind.
Medikamentöse Therapie
Bei akuten Schmerzphasen können kurzfristig Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure eingesetzt werden. Wichtig: Die Einnahme sollte an nicht mehr als zehn Tagen pro Monat erfolgen. Eine zu häufige Einnahme kann selbst Kopfschmerzen auslösen: den sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz (Medication Overuse Headache). Bei chronischen Spannungskopfschmerzen kann eine medikamentöse Prophylaxe in Absprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll sein.
Entspannungstherapien und Stressbewältigung
Progressive Muskelentspannung, Biofeedback und Yoga haben sich bei chronischen Spannungskopfschmerzen als hilfreich erwiesen. Wir beraten Patientinnen und Patienten zu geeigneten Methoden und vermitteln bei Bedarf weiter.
Wann sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen?
Spannungskopfschmerzen sind in der Regel ungefährlich. Bei folgenden Warnsignalen ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig:
- Plötzlich einsetzender, sehr starker Kopfschmerz ("Donnerschlag-Kopfschmerz")
- Kopfschmerzen mit Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinsstörungen
- Erstmals auftretende Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr
- Kopfschmerzen nach Kopfverletzung
- Zunehmende Häufigkeit oder veränderte Schmerzqualität
- Neurologische Ausfälle wie Sehstörungen, Lähmungen oder Sprachprobleme
Spannungskopfschmerzen vorbeugen
Langfristige Prävention ist wichtig, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Wir empfehlen unseren Patientinnen und Patienten:
- Regelmäßiger Ausdauersport (z. B. Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren) – 3-mal pro Woche, 30 bis 45 Minuten
- Entspannungsverfahren erlernen und anwenden (Progressive Muskelentspannung, Yoga, Biofeedback)
- Ergonomische Haltung am Arbeitsplatz und regelmäßige Pausen
- Langfristige Schmerzmitteleinnahme vermeiden
- Ausreichend und regelmäßig schlafen
- Stressmanagement aktiv angehen
FAQ zu Spannungskopfschmerzen im Orthozentrum Bergstraße
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