Tarsaltunnelsyndrom

Nervenengpass am Fuß gezielt behandeln

Brennende Schmerzen an der Fußinnenseite, Kribbeln in der Fußsohle oder Taubheitsgefühle, die sich abends und nachts verstärken: Diese Beschwerden können auf ein Tarsaltunnelsyndrom hindeuten, einen Nervenengpass am Sprunggelenk, bei dem der Schienbeinnerv (Nervus tibialis) im Tarsaltunnel komprimiert wird. Das tarsale Engpasssyndrom wird oft spät erkannt, weil seine Symptome denen anderer Fußerkrankungen ähneln.

Im Orthozentrum Bergstraße in Heppenheim diagnostizieren wir das Tarsaltunnelsyndrom im hauseigenen Bewegungslabor mit digitaler Laufanalyse, Fußdruckmessung und offenem MRT und behandeln gezielt mit Infiltrationstherapie.

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Laufanalyse & Fußdruckmessung

Offenes MRT vor Ort

Gezielte Infiltrationstherapie

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Stand: August 2026

Tarsaltunnelsyndrom: Was ist der Nervenengpass am Sprunggelenk?

Der Tarsaltunnel ist ein enger knöcherner Kanal an der Innenseite des Sprunggelenks, hinter dem Innenknöchel. Er wird durch den Sprungbeinknochen (Talus), das Schienbein (Tibia) und das Retinaculum flexorum, ein straffes Band, begrenzt. Durch diesen engen Kanal verlaufen der Nervus tibialis sowie Sehnen und Blutgefäße auf dem Weg zur Fußsohle.

Beim Tarsaltunnelsyndrom, auch tarsales Engpasssyndrom oder Nervenkompressionssyndrom am Fuß genannt, wird der Nervus tibialis in diesem Engpass komprimiert, gereizt und in seiner Funktion beeinträchtigt. Ähnlich wie das Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk handelt es sich um eine Nerveneinklemmung durch erhöhten Druck im Kanal. Unbehandelt kann die dauerhafte Kompression des Schienbeinnervs zu bleibenden Nervenschäden und Muskelschwäche am Fuß führen.

Man unterscheidet zwei Formen des tarsalen Engpasssyndroms:

Hinteres Tarsaltunnelsyndrom: Die häufigere Form. Der Nervus tibialis posterior wird hinter dem Innenknöchel komprimiert. Typische Beschwerden sind brennende Schmerzen an der Fußinnenseite, Kribbeln und Taubheit in der Fußsohle und den Zehen.

Vorderes Tarsaltunnelsyndrom: Seltener. Hier wird der Nervus fibularis profundus im Bereich des Fußrückens eingeengt, häufig durch zu enges Schuhwerk oder Osteophyten bei Sprunggelenkarthrose.

Bei uns sind Sie in guten Händen

Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Tarsaltunnelsyndrom spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

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Dr. med. Mehmet Rüzgar

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist

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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin

Außenansicht des Orthozentrum Bergstraße

Tarsaltunnelsyndrom Ursachen: Warum wird der Schienbeinnerv eingeklemmt?

Die Ursachen des tarsalen Engpasssyndroms sind vielfältig. Allen gemeinsam ist eine Einengung des Raums im Tarsaltunnel, die den Nervus tibialis unter Druck setzt:

Fehlstellungen

Der Knick-Senkfuß ist die häufigste Ursache des Tarsaltunnelsyndroms. Durch das Einwärtskippen des Fußes wird das Retinaculum flexorum gedehnt und der Tarsaltunnel verengt. Auch eine Überpronation beim Laufen übt dauerhaften Druck auf den Schienbeinnerv aus.

Verletzungsfolgen

Sprunggelenksfrakturen, Bänderrisse oder chronische Sprunggelenkinstabilität nach Umknicktraumen können Narbengewebe oder Schwellungen hinterlassen, die den Tarsaltunnel einengen und ein Nervenkompressionssyndrom am Fuß auslösen.

Raumfordernde Strukturen

Schleimbeutelentzündungen, Ganglien, Varizen oder gutartige Tumoren (Schwannome) im Bereich des Tarsaltunnels können den Nervus tibialis direkt komprimieren.

Systemische Erkrankungen

Diabetes mellitus, Rheuma oder Hypothyreose begünstigen Schwellungen und Gewebeveränderungen, die das tarsale Engpasssyndrom auslösen oder verschlimmern können.

Äußere Einflüsse

Zu enges Schuhwerk, hohe Schnürsenkel oder dauerhaftes Stehen und Laufen auf hartem Untergrund erhöhen den Druck auf den Tarsaltunnel.

Tarsaltunnelsyndrom Symptome: Brennen, Kribbeln und Taubheit am Fuß

Die Beschwerden des tarsalen Engpasssyndroms entwickeln sich oft schleichend und können zunächst unspezifisch wirken. Typische Symptome sind:

Brennende oder stechende Schmerzen an der Fußinnenseite und in der Fußsohle

Kribbeln und Taubheitsgefühle ("Ameisenlaufen") in Fußsohle und Zehen

Schmerzzunahme bei Belastung, langem Stehen oder Gehen sowie nachts

Gangveränderungen durch Schonhaltung bei chronischem Tarsaltunnelsyndrom

Ausstrahlung der Schmerzen in die Ferse, den inneren Fußrand oder die Wade

Druckschmerz direkt hinter dem Innenknöchel im Bereich des Tarsaltunnels

Muskelschwäche der kleinen Fußmuskeln im fortgeschrittenen Stadium

Hinweis

Die Beschwerden des Tarsaltunnelsyndroms ähneln denen eines Fersensporns oder eines Morton-Neuroms. Eine sorgfältige Differenzialdiagnose ist deshalb unerlässlich.

Tarsaltunnelsyndrom Diagnose: Laufanalyse, Fußdruckmessung, Bewegungslabor und offenes MRT im Orthozentrum Bergstraße

Für eine Diagnose des tarsalen Engpasssyndroms kombinieren wir im Orthozentrum Bergstraße klinische Untersuchung mit moderner Funktions- und Bildgebungsdiagnostik.
Laufanalyse im Orthozentrum

Klinische Untersuchung

Wir erheben eine detaillierte Schmerzanamnese und prüfen Druckschmerzhaftigkeit, Sensibilität und Muskelkraft am betroffenen Fuß. Ein wichtiger klinischer Test ist das Tinel-Zeichen: Durch gezieltes Beklopfen des Nervus tibialis hinter dem Innenknöchel lässt sich ein elektrisierendes, in die Fußsohle ausstrahlendes Gefühl provozieren, das auf eine Nervenkompression im Tarsaltunnel hinweist.
Laufanalyse im Orthozentrum

Digitale Laufanalyse

Im hauseigenen Bewegungslabor analysieren wir Gangbild, Beinachsen und Abrollmuster. Fehlbelastungen wie Überpronation oder Knick-Senkfuß, die den Tarsaltunnel dauerhaft einengen, werden so objektiv erfasst und bilden die Grundlage für Einlagenversorgung und Lauftechnikkorrektur.
Mehr über das Bewegungslabor erfahren
4D Wirbelsäulenanalyse im Orthozentrum Bergstraße

Fußdruckmessung

Die digitale Fußdruckmessung zeigt die Druckverteilung unter der Fußsohle im Stand und beim Gehen. Wir erkennen so, welche Bereiche des Fußes übermäßig belastet werden und wie eine gezielte Einlagenversorgung den Druck auf den Tarsaltunnel reduzieren kann.
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Laufanalyse im Orthozentrum

Offenes MRT

Das offene MRT ermöglicht uns eine differenzierte Beurteilung der Weichteilstrukturen im Tarsaltunnel und kann helfen, andere Ursachen der Fußbeschwerden abzuklären. Wir erkennen raumfordernde Strukturen wie Ganglien, Varizen oder Narbengewebe, beurteilen den Nervus tibialis direkt. Die MRT-Untersuchung erfolgt direkt im Orthozentrum Bergstraße, bequem und ohne Enge-Gefühl.
Mehr über das offene MRT erfahren

Das Tarsaltunnelsyndrom wird häufig zu spät erkannt, weil die brennenden Schmerzen und Taubheitsgefühle am Fuß oft anderen Erkrankungen zugeschrieben werden. Eine präzise Diagnostik mit MRT, Fußdruckmessung und Laufanalyse ist entscheidend, um die Ursache der Nervenkompression zu finden und gezielt zu behandeln.


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Portrait von Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
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Außenansicht des Orthozentrum Bergstraße

Tarsaltunnelsyndrom behandeln: Infiltrationstherapie und ursachenorientierte Therapie im OZB

Die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms richtet sich nach Ursache, Schweregrad und Dauer der Beschwerden. Wir beginnen stets konservativ und schöpfen alle nicht-operativen Möglichkeiten vollständig aus.

Ursachenbehandlung

Der wichtigste Schritt in der Therapie des tarsalen Engpasssyndroms ist die Beseitigung der auslösenden Faktoren. Bei Fußfehlstellungen versorgen wir Patientinnen und Patienten mit individuell angepassten Einlagen auf Basis der Fußdruckmessung und Laufanalyse. Geeignetes Schuhwerk, Belastungsreduktion und gezielte Physiotherapie zur Kräftigung der Fußmuskulatur ergänzen die Behandlung.

Infiltrationstherapie beim Tarsaltunnelsyndrom

Gezielte Injektionen mit Lokalanästhetika oder entzündungshemmenden Substanzen direkt in den Tarsaltunnel können dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und den betroffenen Nerv zu entlasten. Die Infiltrationstherapie kann Schwellung und Entzündungsreaktionen beeinflussen und begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie und Einlagenversorgung unterstützen. Wir entscheiden gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten über Substanz, Anzahl und Zeitpunkt der Injektionen, immer angepasst an Befund und Verlauf.
Mehr über die Infiltrationstherapie erfahren
Philipp Wolf zeigt ein Modell einer Wirbelsäule

Tarsaltunnelsyndrom vorbeugen und Rückfällen des Nervenengpasses entgegenwirken

Eine frühzeitige Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms verbessert die Prognose deutlich. Dauerhafte Nervenschäden lassen sich vermeiden, wenn die Kompression des Nervus tibialis rechtzeitig erkannt und beseitigt wird. Folgende Maßnahmen schützen den Tarsaltunnel langfristig:

Einlagenversorgung bei Knick-Senkfuß oder Überpronation auf Basis der Fußdruckmessung

Geeignetes Schuhwerk mit ausreichend Weite und Dämpfung im Fersenbereich

Gezielte Kräftigung der Fußmuskulatur und Sprunggelenkstabilisatoren

Gewichtsnormalisierung zur Reduktion des Drucks auf das Sprunggelenk

Frühzeitige Behandlung von Sprunggelenksverletzungen, um Narbenbildung im Tarsaltunnel zu vermeiden

Häufige Fragen zum Tarsaltunnelsyndrom

Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

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