Handgelenks­arthrose

Wenn das Handgelenk schmerzt: wieder sicher greifen, bewegen und den Alltag zurückgewinnen

Im Orthozentrum Bergstraße nehmen wir Schmerzen und Funktionseinschränkungen im Handgelenk sehr ernst: Wir klären die Ursache strukturiert ab (inkl. Bildgebung wie Röntgen oder offenem MRT) und erstellen anschließend einen schweregradgerechten, konservativ orientierten Therapieplan – mit dem Ziel, Schmerzen zu reduzieren, Entzündungen zu beruhigen und die Beweglichkeit möglichst langfristig zu erhalten.
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Offenes MRT

Hyaluronsäure

ACP-/PRP-Therapie

Was hilft, wenn die Handgelenke schmerzen?

Eine häufige Ursache für Handgelenksschmerzen ist die Handgelenksarthrose. Sie tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf und beschreibt eine Degeneration des Handgelenks, die mit teils deutlichen Bewegungseinschränkungen einhergehen kann. Man unterscheidet einen alters- und belastungsabhängigen Verschleiß von einer Arthrose als Folge von Verletzungen oder entzündlichen Prozessen. Es können beide Handgelenke betroffen sein, und Frauen erkranken häufiger als Männer.
Orthozentrum Bergstraße Dres. Baumgärtner, Rüzgar, Gouder, Schwichtenberg & Hr. Wolf

Bei uns sind Sie in guten Händen

Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Handgelenks­arthrose spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

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Dr. med. Uwe Baumgärtner

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)

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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin

Was ist eine Arthrose im Handgelenk?

Das Handgelenk verbindet die Unterarmknochen mit den Handwurzelknochen. Eine glatte Knorpelschicht überzieht die Gelenkflächen und sorgt dafür, dass die Knochen bei Bewegung reibungslos gegeneinander gleiten. Geht diese Knorpelschicht – zum Beispiel durch Abnutzung – verloren, entsteht eine Handgelenksarthrose: Die Knochen reiben dann zunehmend ungeschützt aufeinander und es kommt zu den typischen Arthrose-Schmerzen.

Welche Strukturen spielen zusätzlich eine Rolle?

Neben dem Knorpel sind auch Gelenkkapsel und Bandapparat wichtig. Sie stabilisieren das Gelenk. Fehlt diese Stabilität, kann es zu einem unphysiologischen Aneinanderreiben der Gelenkflächen kommen. Das begünstigt wiederum den Verschleiß der schützenden Knorpelschicht.

Die zwei Formen der Handgelenksarthrose

Primäre Handgelenksarthrose
Das Knorpelgewebe ist aufgrund einer minderwertigen Zusammensetzung nicht in der Lage, seine normale Funktion vollständig zu erfüllen.

Sekundäre Handgelenksarthrose:
Entsteht nach Vorerkrankungen oder Vorschäden – z. B. bei rheumatoider Arthritis, Fehlbildungen, Frakturen oder durch Überbelastung

Welche Ursachen hat eine Arthrose im Handgelenk?

Alter gilt grundsätzlich als Risikofaktor für Arthrose – dennoch sind nicht ausschließlich ältere Menschen betroffen. Ein degenerativer Umbau des Knorpels im Handgelenk kann durch unterschiedliche Faktoren begünstigt oder ausgelöst werden.

Häufige Ursachen einer Handgelenksarthrose

  • Verletzungen wie Knochenbrüche oder Bänderrisse (häufige Ursache für Knorpelschäden)
  • Massive Überlastung durch schwere körperliche Arbeit oder Sport
  • Entzündungen bei Gelenkinfektionen oder rheumatoider Arthritis
  • Osteoporose
  • Stoffwechselstörungen, die den Knorpelabbau fördern
  • Durchblutungsstörungen der Handwurzelknochen
  • Angeborene oder erworbene Fehlstellungen
  • Instabilität des Handgelenks
  • Altersbedingte Abnutzung der Knorpelfläche
  • Seltene Erkrankungen wie M. Kienböck oder M. Preiser

Die richtige Deutung der Ursachen

In der Praxis lässt sich häufig nicht nur eine einzelne Ursache festmachen: Die Handgelenksarthrose ist oft das Ergebnis eines langjährigen, multifaktoriellen Prozesses.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zwischen:

  • einer physiologischen, altersgerechten Degeneration des Knorpels und
  • einer krankhaften Arthrose, die Beschwerden verursacht.

Da die Fähigkeit des Knorpels, Wasser zu speichern, mit dem Alter abnimmt, ist eine gewisse Abnahme der Knorpelmasse normal. Während eine altersbedingte Abnutzung häufig keine Behandlung benötigt, sollte eine schmerzhafte, krankheitsbedingte Arthrose in der Regel behandelt werden.

Welche Symptome treten bei einer Arthrose im Handgelenk auf?

Eine Handgelenksarthrose entsteht in der Regel nicht plötzlich, sondern entwickelt sich schleichend über viele Jahre. Beschwerden treten häufig erst dann auf, wenn der Gelenkknorpel deutlich reduziert oder geschädigt ist. Reiben die frei liegenden Knochenenden aufeinander, kann das eine Entzündung im Gelenk auslösen – mit den typischen Symptomen einer akuten Arthrose.

Typischer Verlauf der Beschwerden bei Handgelenksarthrose

Am häufigsten ist das Gelenk zwischen Speiche und Handwurzelknochen betroffen. Zu Beginn berichten Betroffene oft über morgendliche Schmerzen im Gelenkbereich, die im Laufe des Tages zunächst wieder nachlassen. Mit Fortschreiten der Erkrankung treten Schmerzen dann auch tagsüber auf – anfangs vor allem bei Belastung. Später können zusätzlich dumpfe Ruheschmerzen hinzukommen.

Neben den Schmerzen wird vor allem die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt. Dadurch entstehen spürbare Probleme im Alltag, etwa beim Tragen einer Einkaufstasche oder beim Tippen auf einer Tastatur.

Typische Symptome der Arthrose im Handgelenk im Überblick

  • Schmerzen (zunächst belastungsabhängig, später auch in Ruhe)
  • Bewegungseinschränkungen
  • Kraftverlust beim Greifen
  • Gelenksteife
  • Schwellung
  • Entzündung mit Rötung und Überwärmung
  • Gelenkdeformierungen

Handgelenksarthrose diagnostizieren: Wie wird die Arthrose im Handgelenk festgestellt?

Damit wir die Behandlung im Orthozentrum Bergstraße optimal auf unsere Patientinnen und Patienten abstimmen können, ist eine sichere Diagnose besonders wichtig. Krankheitsgeschichte und körperliche Beschwerden liefern erste Hinweise – die genaue Ursache von Handgelenksschmerzen lässt sich jedoch ohne Bildgebung häufig nicht eindeutig bestimmen. Deshalb sichern wir die Diagnose in der Regel mithilfe von Röntgen oder MRT.

Offenes MRT im Orthozentrum Bergstraße

Im Orthozentrum Bergstraße setzen wir auf ein offenes MRT mit hoher Bildqualität – das ist auch für Patientinnen und Patienten mit Platzangst häufig gut geeignet.

Durch die hohe Auflösung ist das MRT ein sehr sensibles Verfahren: kleinste Veränderungen an Gelenkspalt und Knorpel können teilweise früher nachgewiesen werden als im Röntgen. Auf dieser Basis kann die Arthrose im Handgelenk in vier Schweregrade eingeteilt werden.

Mehr über unser offenes MRT erfahren Sie hier.
Offenes MRT im Orthozentrum Bergstraße

Schweregrade der Handgelenksarthrose im MRT

Grad I: beginnende Arthrose mit Verdichtung des Knochens direkt unter der Knorpelschicht

Grad II: Verschmälerung des Gelenkspalts, beginnende Osteophytenbildung

Grad III: ausgeprägte Osteophytenbildung zum Ausgleich des Knorpelmangels (teilweise als „Knoten“ tastbar)

Grad IV: Deformierung der Gelenkflächen und deutliche Verminderung der Knorpelsubstanz

Handgelenksarthrose behandeln: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Sobald die Diagnose (z. B. durch ein offenes MRT) gesichert ist, erstellen wir im Orthozentrum Bergstraße einen Therapieplan passend zum Schweregrad. Grundsätzlich gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto mehr Knorpel kann erhalten werden – das kann die langfristige Prognose für den Funktionserhalt des Handgelenks positiv beeinflussen. Im Mittelpunkt steht für uns die konservative Behandlung der Handgelenksarthrose.

Therapie in frühen Stadien der Handgelenksarthrose

In frühen Stadien steht die Beseitigung der Auslöser im Vordergrund – zum Beispiel die Korrektur von Fehlstellungen. Um den Knorpel zusätzlich bei der Regeneration zu unterstützen, kann eine Knorpeltherapie oder eine Knorpeltransplantation in Erwägung gezogen werden. Solange noch ausreichend Knorpel vorhanden ist, kann die Handgelenksarthrose durch eine angemessene Therapie sogar zurückgehen.

Therapie in späteren Stadien der Handgelenksarthrose

In fortgeschritteneren Stadien geht es vor allem darum,

  • die Progression zu verlangsamen,
  • Schmerzen und Entzündung zu reduzieren und
  • die Beweglichkeit so weit zu erhalten, dass der Alltag mit möglichst wenig Einschränkungen möglich bleibt.

Eine Ruhigstellung durch Schienen ist deshalb nur vorübergehend sinnvoll. Im Verlauf ist meist eine physiotherapeutische Behandlung empfehlenswert. Auch die Behandlung mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac sollte nach Möglichkeit nicht dauerhaft zum Einsatz kommen.

Ein operativer Ersatz durch Teil- oder Vollendoprothesen ist nur bei sehr starken Deformierungen des Gelenks sinnvoll.
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Im Mittelpunkt steht für uns die konservative Behandlung der Handgelenksarthrose – zentrale Bausteine sind Hyaluronsäure-Injektionen und bei fortgeschritteneren Verläufen die PRP/ACP-Therapie.

Philipp Wolf

Hyaluronsäure-Injektionen bei Handgelenksarthrose

In der Therapie der Arthrose im Handgelenk hat sich insbesondere die Injektion von Hyaluronsäure in das Gelenk als wirksam gezeigt. Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit), kann Wasser binden und unterstützt die Versorgung des undurchbluteten Knorpels. Eine arthrosebedingte Entzündung kann die körpereigene Hyaluronsäure im Gelenkspalt vermindern – die Knorpelsubstanz wird dann schlechter versorgt.

Eine Hyaluronsäure-Injektion soll den Knorpelabbau aufhalten und die Symptome in frühen Stadien deutlich verbessern. Die Behandlung gilt als nebenwirkungsarm und kann zu einer Besserung der Beschwerden über mehrere Monate bis Jahre führen.

Mehr über unsere Hyaluronsäure-Therapie erfahren Sie hier.
Frontansicht des Orthozentrum Begrstraße

PRP/ACP bei Handgelenksarthrose

Bei fortgeschrittener Handgelenksarthrose kann die PRP-/ACP-Therapie eine hilfreiche Option sein. Aus einer kleinen Blutprobe wird ein plättchenreiches Plasma gewonnen, das eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren aufweist. Nach der Aufbereitung erfolgt die Injektion unter sterilen Bedingungen direkt in das betroffene Gelenk. Das Plasma kann unterstützen, Entzündungsprozesse einzudämmen und eine nachhaltige Schmerzreduktion zu erreichen. Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, bleiben allergische Reaktionen aus. Der Behandlungsvorgang dauert etwa 15 Minuten.

Mehr über die PRP-Therapie erfahren Sie hier.

FAQ zur Handgelenksarthrose

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