Knieschmerzen

Behandlung von Schmerzen am Kniegelenk


Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch beim Orthopäden. Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und sehr komplex aufgebaut. Es besteht aus Bändern, Sehnen, Muskeln, Knorpel, Gelenkkapsel und Fettpolstern, die es flexibel und gleichzeitig belastbar machen, doch eben auch sehr anfällig für Verletzungen. Nicht nur nach Unfällen bzw. Überlastungen, sondern auch mit zunehmendem Alter kann das Kniegelenk Beschwerden bereiten. Die Schmerzen können an verschiedenen Stellen des Gelenks auftreten und von den Betroffenen unterschiedlich wahrgenommen werden. Welche Ursachen Knieschmerzen haben können, wie sie therapiert werden und ob dagegen vorgebeugt werden kann, erfahren Sie hier.



Was sind Knieschmerzen?


Anatomie Knie

Knieschmerzen sind ein Symptom für eine Fehlfunktion des Kniegelenks. Dabei spielt nicht nur die Stelle, an der die Schmerzen lokalisiert werden, eine Rolle, sondern auch die Art der Schmerzen und Begleiterscheinungen, etwa wenn das Knie gerötet, geschwollen oder heiß ist.

Es können akute von chronischen Knieschmerzen unterschieden werden. Akute Knieschmerzen kommen häufig in Zusammenhang mit Verletzungen oder Unfällen vor. Wohingegen chronische Schmerzen länger als sechs Wochen andauern, immer wieder auftreten und im Verlauf der Krankheitsgeschichte zunehmen können.


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Welche Ursachen haben Knieschmerzen?


Knieschmerzen können infolge von Verletzungen, Über- bzw. Fehlbelastungen entstehen oder durch natürliche Verschleiß- bzw. entzündliche Prozesse hervorgerufen werden.

Risikofaktoren für Überlastungen und Verletzungen des Kniegelenks


  • Übergewicht
  • Schwache Beinmuskulatur
  • Sportarten, bei denen die Knie stark belastet werden, z.B. Skifahren, Joggen, Squash etc.
  • Falsches Schuhwerk, insbesondere beim Training
  • Fehlstellungen, wie z.B. X- oder O-Beine

Darstellung Schmerzen am Knie bei Überlastung

Bei Verschleißprozessen ist hauptsächlich der Gelenkknorpel, welcher als Puffer dient, betroffen. Dadurch kann es zu Kniearthrose und damit verbundenen Entzündungen im Knie kommen. Auch systemische Erkrankungen, wie Gicht, Rheuma oder Arthritis können Knieschmerzen verursachen.


Welche Symptome treten bei Knieschmerzen auf?


Die vom Patienten geschilderte Schmerzqualität gibt dem Arzt einen ersten Eindruck davon, welcher Teil des Kniegelenks betroffen ist.

Knieschmerzen variieren abhängig von Lokalisierung und Stärke


Die Schmerzen können individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein und jeweils an verschiedenen Stellen auftreten.

Schmerzt das Knie an der Innenseite, dann kann es sich beispielsweise um eine Verletzung des Innenbandes, des Innenmeniskus oder um eine Arthrose handeln.

Hat der Patient Schmerzen an der Außenseite des Knies, dann kommt eine Schädigung des Außenmeniskus oder des Außenbandes in Betracht.

Beschwerden in der Kniekehle können auf Probleme des Kapsel-Band-Apparates hinweisen. Aber auch auf eine Thrombose oder eine Nervenreizung, die beispielsweise durch eine sogenannte Baker-Zyste hervorgerufen wird, hindeuten.

Lokalisiert der Patient die Schmerzen im vorderen Knieabschnitt, dann könnte eine Fehl- bzw. Überbelastung oder eine andere Verletzung vorliegen.


Schmerzen am Knie

Weitere Begleiterscheinungen


  • Schmerzen, die sich brennend, stechend oder dumpf anfühlen
  • Schwellungen, Rötungen oder Blutergüsse am Knie
  • Das Knie ist erwärmt oder heiß
  • Schmerzen treten bei Belastung auf, z.B. beim Laufen oder Treppensteigen
  • Kniegelenk knackt, knirscht, fühlt sich instabil an oder ist versteift

Wie erfolgt die Diagnose bei Knieschmerzen?


Der Arzt wird sich mit der Krankengeschichte (Anamnese) des Patienten befassen und danach eine klinische Untersuchung vornehmen. Es ist wichtig, dass der Patient die Art der Schmerzen sowie die Stelle an der sie auftreten, so genau wie möglich beschreibt.

Verschiedene Bewegungstests können Auskunft über Blockaden geben. Der Arzt untersucht das Knie außerdem nach eventuellen Begleiterscheinungen.

Offenes MRT bei Knieschmerzen

Offenes MRT zur Diagnose von Knieschmerzen


Bildgebende Verfahren helfen bei der Diagnose von Knieschmerzen


Schließlich können nur bildgebende Verfahren mögliche Risse, Brüche oder Schäden an Knochen, Bändern, Sehnen bzw. Knorpel des Knies aufzeigen. Dazu zählen digitales Röntgen, Ultraschall sowie Magnetresonanztomografie und gegebenenfalls eine Computertomografie. Bei Verdacht auf bakterielle Entzündungen, Gicht oder Rheuma erfolgen Blutuntersuchungen zur weiteren Abklärung.


Wie können Knieschmerzen therapiert werden?


Knieschmerzen werden in erster Linie mittels konservativer Verfahren behandelt.

Bei akuten Knieschmerzen sollte das Kniegelenk entlastet, ruhiggestellt und hochgelegt werden. Kühlende Auflagen oder Manschetten können Schwellungen lindern. Weiterhin sind Kompressionsverbände sowie spezielle Kniebandagen geeignet, um den Regenerationsprozess zu unterstützen und das Kniegelenk zu schonen.


Behandlung von Knieschmerzen durch Kühlung

Bei länger anhaltenden Schmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden


Um starke Schmerzen zu lindern, kann der Arzt Medikamente verordnen. Entzündungshemmende Medikamente können bei entsprechender Indikation steril in das Gelenk gespritzt werden. Nach Abklingen der Beschwerden sind oft physiotherapeutische Maßnahmen erforderlich, um das Knie zu stärken.

Behandlung bei Knieschmerzen

Bei chronischen Knieschmerzen, wie sie zum Beispiel durch Kniearthrose auftreten, können Infiltrationen mit Hyaluronsäure die Bildung von Gelenkschmiere unterstützen, die Beschwerden lindern und den Verschleißprozess verzögern. Operative Verfahren kommen erst bei Frakturen, Bänderrissen und fortgeschrittener Arthrose infrage.


Lassen sich Knieschmerzen vorbeugen?


Knieschmerzen lassen sich nur bedingt vorbeugen. Wenn Kniearthrose rechtzeitig erkannt wird, dann kann der weitere Krankheitsverlauf durch eine entsprechende Therapie verzögert werden. Das Risiko einer Knieschädigung hingegen kann bis zu einem bestimmten Grad durch das Minimieren der Risikofaktoren verringert werden.


Tipps zur Vermeidung von Knieschmerzen:


  • Das Reduzieren von Übergewicht kann frühzeitigen Verschleiß verhindern
  • Eine Laufbandanalyse kann Fehlstellungen aufdecken
  • Knieschonende Sportarten mindern das Verletzungsrisiko
  • Durch Stärkung der Beinmuskeln können die Knie entlastet werden
  • Gute Schuhe und spezielle Einlagen dämpfen die Knie zusätzlich


Übrigens:
Bei einer Laufanalyse kann festgestellt werden, ob Ihre Muskelfunktion beeinträchtigt ist oder Ihre Bewegungen suboptimal ablaufen. Und das auch im Hinblick auf Ihr Schuhwerk, denn etwa 80 Prozent der Deutschen tragen falsche Schuhe. Nach dem Gutachten durch den Arzt erhalten Sie persönliche Empfehlungen, wodurch Ihr Laufstil verbessert und einer Überbelastung entgegengewirkt werden kann.

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Unsere Kniegelenk-Experten


Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die am Kniegelenk auftreten können, weiterzuhelfen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie zu herzustellen.

Porträt von Dr. med. Gerret Hochholz

Dr. med. Gerret Hochholz


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Porträt von Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder


Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und
Notfallmedizin


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