Kreuzbandriss

Wenn das Knie seinen Dienst versagt


Ein Kreuzbandriss ist eine Verletzung, die besonders bei Sportlern sehr gefürchtet ist. Die Verletzung ist nämlich nicht nur sehr schmerzhaft, sondern braucht auch sehr lange zum Ausheilen. Aber wie kommt es überhaupt zu einem Riss eines Kreuzbands? Wie lässt sich die Verletzung feststellen und welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

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Porträt von Philipp Wolf

Philipp Wolf


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Porträt von Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar


Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

Was ist ein Kreuzbandriss?


Mediziner sprechen von einem Kreuzbandriss, wenn ein Kreuzband im Knie angerissen oder komplett durchgerissen ist. Eine Verletzung dieser Art tritt immer in den Knien auf, die von jeweils zwei starken Innenbändern gehalten werden. Die Bänder, die sich überkreuzen, sollen im normalen Bewegungsablauf regulieren, wie weit sich ein Knie beugen, ausstrecken und drehen kann.

Die Kreuzbänder stellen dabei die Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein dar. Wenn ein Mensch sein Knie zum Beispiel ausstreckt, dann wird das hintere Kreuzband stärker angespannt als das vordere. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich das Knie überstreckt. Wenn man dagegen das Knie in eine Richtung dreht, verdrehen sich die Kreuzbänder leicht ineinander und begrenzen so die Drehweite. Man spricht auch von einer Bänderschraube.

Darstellung von einem Kreuzbandriss

Die Kreuzbänder haben zusätzlich noch die Funktion, dass sie die Füße beim Aufsetzen auf den Boden leicht nach außen drehen. Auf diese Weise vergrößert sich die Standfläche eines Menschen, wodurch er einen sicheren Stand erhält.

Anders als andere Bänder im Körper stehen die Kreuzbänder immer unter Spannung. Durch falsche Bewegungen können die Kreuzbänder schnell überlastet werden, wodurch einzelne Fasern reißen. Bei einer sehr starken Überlastung reißen alle Fasern durch, was dann auch als Kreuzbandruptur bezeichnet wird. In den meisten Fällen ist das vordere Kreuzband bei dieser Verletzung betroffen.


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Ursachen für einen Kreuzbandriss


Ein Kreuzbandriss ist eine Folge einer Überdehnung eines Kreuzbandes. Das passiert häufig Sportlern, wenn diese sich falsch bewegen. Ein Fußballer, der sich aus dem Stand heraus plötzlich zur linken oder rechten Seite dreht und lossprintet, verlagert im Moment der Drehung sein gesamtes Gewicht auf nur ein Bein. Somit liegt die ganze Last bei der Bewegung auf einem Knie und seinen beiden Kreuzbändern. Erfolgt das Umdrehen zu abrupt und in einem zu engen Drehkreis, werden die Kreuzbänder des Fußballers in dem Moment derart stark auseinander gezogen, dass eines der Bänder reißt.

Bei Skifahrern tritt ein Kreuzbandriss auch sehr häufig auf, gerade wenn sie hauptsächlich Slalom fahren. Dadurch, dass sie die Knie immer wieder zur einen und zur anderen Seite biegen, kommt es sehr schnell zu einer Überlastung der Kreuzbänder. Wenn die Sportler dann einen Moment unvorsichtig sind, beugen sie ein Knie eventuell zu stark und ziehen sich einen schmerzhaften Kreuzbandriss zu.

Eine andere häufige Ursache für einen Kreuzbandriss sind Unfälle, bei denen auch das Knie verletzt wird. Wenn zum Beispiel ein Motoradfahrer einen Sturz während der Fahrt erlebt und ungünstig aufkommt, kann sich sein Bein derart stark verdrehen, dass die Bänder des Knies kaputt reißen. In solchen Fällen sind dann auch meistens beide Kreuzbänder betroffen.


Ursachen für einen Kreuzbandriss

Symptome eines Kreuzbandrisses


Schmerzen am Knie - Symptome für einen Kreuzbandriss

Ein Kreuzbandriss ist im ersten Moment sehr schmerzhaft. Der Schmerz setzt direkt nach dem Reißen des Kreuzbandes ein. Oftmals können die betroffenen Personen sogar hören, wie das Kreuzband einreißt. Während manche Patienten es als ein knirschendes Geräusch beschreiben, bezeichnen es andere als eine Art Ploppen. Mediziner sprechen auch von einem typischen Rupturgeräusch.

Nach dem Einreißen nimmt der Schmerz zunächst wieder ab, sodass viele Betroffene denken, dass sie sich nur eine leichte Zerrung oder Überdehnung zugezogen hätten. Wenn sie das verletzte Knie dann allerdings belasten, spüren sie wieder ein Schmerzgefühl. Wie stark dieser Schmerz ausfallen kann ist unterschiedlich. In manchen Fällen spürt ein Mensch einen stechenden Schmerz im Knie. In anderen Fällen ist der Schmerz so gering, dass man ihn fast nicht wahrnimmt. Darum kann es auch passieren, dass ein Kreuzbandriss verschleppt wird.

Das Anschwellen des Knies ist ein weiteres Anzeichen für einen Kreuzbandriss. Dieses Anschwellen führt meistens zu einer Instabilität im Knie und zu einem unsicheren Gang, da sich das Knie immer anfühlt, als würde das Knie wegknicken.

Ist ein Kreuzbandriss sehr ausgeprägt oder wird er nicht zeitnah behandelt, können weitere Leiden wie eine Blockade des Knies auftreten. Die Betroffenen können das Knie dann nicht mehr richtig strecken oder dehnen. Eine Versteifung des Gelenks, auch als Kniearthrose bezeichnet, ist ebenfalls eine mögliche Folge.

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Diagnostik bei Verdacht auf einen Kreuzbandriss


Für die Diagnose eines Kreuzbandrisses gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine Methode ist zum Beispiel der sogenannte Schubladentest. Dabei zieht der Arzt das gebeugte Knie des Patienten nach vorne oder schiebt es nach hinten. Wenn sich das Knie ungewöhnlich weit in eine oder die andere Richtung bewegen lässt, ist das ein Anzeichen für einen Riss eines Kreuzbandes.

Für eine genauere Diagnose können Ärzte und Orthopäden dagegen eine offene Magnetresonanztomographie oder kurz MRT einsetzen. Dabei liegt der Patient in einer bequemen Seitenlage, während der Arzt das Knie untersucht. Bei einem offenen MRT wird für die Untersuchung nur ein kleiner Scanner eingesetzt, was für viele Patienten angenehmer ist, als in eine große, enge Untersuchungsröhre geschoben zu werden.

Durch den Einsatz von Magnetwellen und Radiowellen kann das menschliche Gewebe durchleuchtet werden, um ein Bild von den Muskeln, Bändern, Sehnen und Knochen unter der Haut zu erzeugen. Eine Magnetresonanztomographie ist für den Patienten völlig schmerzlos und dauert nur wenige Minuten, sodass er nicht unnötige lange in einer unangenehmen Position still liegen muss. Der Arzt erhält durch das MRT genaue Bilder über den Zustand des Knies und der Kreuzbänder. Er kann beispielsweise genau erkennen, welches Band betroffen ist und ob es sich bei der Verletzung um einen teilweisen Einriss oder eine totale Ruptur handelt. Das verdankt der Arzt der detailierten Auflösung des MRTs, die deutlich höher als beispielsweise die eines Röntgenbildes ist.

Offenes MRT bei Sprunggelenksarthrose

Diagnose eines Kreuzbandrisses mittels offenem MRT

Elektromyografie (EMG) bei Kreuzbandriss


Neben einem MRT lässt sich zur Untersuchung eines Kreuzbandrisses auch eine Elektromyografie oder EMG. Dabei werden dem Patienten Elektroden auf bestimmte Muskelpartien um das Knie herum aufgeklebt. Die Elektroden des EMG können registrieren, wie ausgeprägt die elektrische Aktivität eines Muskels ist. Durch Verletzungen der Kreuzbänder kommt es häufig dazu, dass Patienten ihre Knie nicht mehr richtig benutzen können und die Muskeln dadurch geschwächt werden. Mit einer Elektromyografie lässt sich feststellen, ob sich die Muskelaktivität eines Patienten noch im normalen Bereich bewegt oder nicht.

Laufanalyse bei Schmerzen im Kniegelenk


Die dritte Möglichkeit zur Diagnose einer Kreuzbandruptur stellt die Laufbandanalyse dar. Dabei muss der Patient auf einem speziellen Laufband eine kurze Strecke gehen oder laufen. Sensoren unter dem Laufband messen bei der Laufanalyse die Druckverteilung der Füße, während verschiedene Kameras den eigentlichen Bewegungsablauf registrieren. Ein Orthopäde kann anhand dieser Daten genau erkennen, wie ein Patient seine Knie bewegt und ob er beispielsweise eine Schonhaltung aufgrund einer Verletzung einnimmt.

Die Laufbandanalyse lässt sich auch direkt mit einem EMG kombinieren, sodass der Arzt zusätzlich zu den Ergebnissen der Laufanalyse auch Ergebnisse über den Muskelzustand bekommt.

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Wie wird ein Kreuzbandriss behandelt?


Abhängig von den Ergebnissen der Magnetresonanztomographie, der Laufbandanalyse oder des EMGs entscheidet ein Arzt, welche Behandlung für einen Patienten angemessen ist. Bei einer teilweisen Ruptur der hinteren Kreuzbänder ist es oft ausreichend, wenn ein Patient spezielle sportliche Übungen zum Muskelaufbau verschrieben bekommt. Eine Knieorthese kann in dieser Zeit das verletzte Knie stabilisieren und entlasten, um eine Verschlimmerung des Risses zu vermeiden.

Bei schwerwiegenderen Verletzungen muss das beschädigte Kreuzband dagegen operiert und das gerissene Band entfernt werden. Aus anderen Körpersehnen wie zum Beispiel einem Stück der Patellasehne des Knies formt der operierende Arzt einen Ersatz, den er in das Knie verpflanzt. Ein Patient erhält also quasi ein neues Kreuzband. Diese Operation ist weitaus erfolgversprechender als der Versuch ein gerissenes Kreuzband wieder zusammen zu nähen.

Behandlungsmöglichkeiten bei einem Kreuzbandriss

Nachuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen bei einem Kreuzbandriss


Gerade nach einer Kreuzbandoperation ist eine gründliche Nachuntersuchung sehr wichtig, um sicher zu stellen, dass die Heilung des Kreuzbandes richtig verläuft. Hierfür bietet sich eine Elektromyografie an, um zu überprüfen, ob sich die elektrische Muskelaktivität verändert hat. In einigen Fällen nimmt die Aktivität der Muskeln nach einer Operation der Knie ab, sodass eine zeitnahe Untersuchung mit einem EMG helfen kann, um gezielt gegen diesen Muskelschwund zu arbeiten.

In vielen Fällen setzt ein Orthopäde auch eine Laufbandanalyse an, um den Bewegungsablauf des Patienten zu überprüfen. Denn auch wenn das Knie ausgeheilt ist, neigen Patienten dazu eine Schonhaltung einzunehmen. Dadurch kann es zu Haltungsschäden und typische Beschwerden wie Rückenschmerzen kommen. Mit einer Laufanalyse kann der Orthopäde dagegen direkt erkennen, ob sich die Bewegung des Patienten gebessert hat oder ob noch Probleme auftreten.

Um einen Kreuzbandriss zu vermeiden wird Sportlern geraten, dass sie sich vor jeder sportlichen Betätigung ausgiebig dehnen. Da die Bänder in den Knien ähnlich wie Muskeln aufgebaut sind, arbeiten sie auch besser, wenn sie vorgedehnt werden. Sie sind dann flexibler und können sich unter Belastung besser ausdehnen.

Eine Kniebandage kann gerade für Sportler hilfreich sein, um Verletzungen der Knie vorzubeugen. Die Bandage unterstützt die Funktion des Knies, während sie gleichzeitig das Drehen zu den Seiten beschränkt. Somit verringert sich das Risiko, dass die Sportler sich unabsichtlich das Knie verdrehen.

Die effektivste Möglichkeit zur Prävention besteht allerdings in einem gezielten Muskeltraining für die Beine und die Knie. Auf diese Weise werden die Muskeln und die Bänder nachhaltig gestärkt und können sich auch unter Belastung länger und flexibler bewegen.

Prävention bei einem Kreuzbandriss

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