Leistenschmerzen

Beschwerden in der Leiste mit vielfältigen Ursachen


So komplex und vielschichtig die Anatomie in der Leistengegend ist, so zahlreich können auch die Ursachen von Leistenschmerzen sein. Die meisten Menschen assoziieren direkt einen Leistenbruch mit dem Schmerz, oftmals sind es jedoch Erkrankungen der Knochen, Gefäßveränderungen oder Muskel-, Band- oder Sehnenverletzungen. Auch Sportler sind häufig betroffen. Bei dieser Zielgruppe spielen vor allem Fehl- und Überlastungen eine große Rolle. Ist man selbst betroffen, sollte der Arzttermin nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn je nach Krankheitsbild ist ein schnelles Handeln erforderlich.

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Porträt von Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar


Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Stefan Gouder


Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Notfallmedizin

Wie werden Leistenschmerzen definiert?


Röntgen Darstellung der Hüfte – Leistenschmerzen

Leistenschmerzen, auch unter dem Begriff Inguinalschmerzen bekannt, sollten nicht unterschätzt werden. Je nach Ursache können schwerwiegende Erkrankungen vorliegen. Als Leistenregion (Regio inguinalis) wird der Übergang vom Bauch zum Oberschenkel bezeichnet. Durch diesen Bereich verläuft der vier bis fünf Zentimeter lange Leistenkanal, durch den wiederum Muskeln, Blutgefäße und bei Männern der Samenstrang und bei Frauen das Mutterband verlaufen.

Leistenschmerzen sind Beschwerden im Bereich zwischen Unterleib, Hüfte und Oberschenkel. Viele der zahlreichen Ursachen lösen einen stechenden, scharfen oder auch dumpfen Schmerz in der Gegend aus. Daher kann die Diagnosestellung den Arzt teilweise vor eine größere Herausforderung stellen.



Welche Ursachen können Inguinalschmerzen haben?


Grundsätzlich sind von Inguinalschmerzen mehr Männer als Frauen betroffen. Typischerweise lassen sich Erkrankungen unterscheiden, die eher Männer und die eher Frauen betreffen. Lediglich ein Krankheitsbild betrifft Männer und Frauen hierbei gleichermaßen: Die Hüftarthrose. Das schmerzhafte Aneinanderreiben von Hüftpfanne und Oberschenkelkopf aufgrund der degenerativen Abnutzung des dazwischenliegenden Knorpels tritt vor allem ab einem Alter von 50 Jahren auf.

Leistenbruch und Schenkelhernie


Einen Leistenbruch (Hernia inguinalis) erleiden überwiegend Männer. Grund dafür ist, dass der Leistenkanal in der unteren Bauchwand bei Männern, an dem der Hoden nach außen durchtritt, oftmals eine natürliche Schwachstelle darstellt. Auch angeborene Leistenbrüche sind beim männlichen Geschlecht nicht selten.

Bei einer Schenkelhernie (Hernia femoralis), die vorwiegend Frauen erleiden, sind, wie beim Leistenbruch, die Eingeweide betroffen. Oft benötigt es weitere Untersuchungen, um diese beiden Krankheitsbilder unterscheiden zu können, da sie ähnliche Symptomatiken aufweisen.

Schmerzen in der Leiste - Ursachen von Leistenschmerzen - Anatomische Darstellung

Fehlstellungen & Belastung


Weitere wichtige Ursachen von Leistenschmerzen sind Fehlstellungen des Gelenkapparats sowie Überlastungen. Die größte Risikogruppe stellen hierbei (Leistungs-) Sportler dar, insbesondere von gelenkbelastenden Sportarten wie Laufen, Fußball oder Hockey. Die Leiste kann den starken Belastungen in dem Fall auf Dauer nicht standhalten und es kommt langfristig zu Erkrankungen und Schmerzen. Oft wird dies auch als Sportlerleiste oder „weiche Leiste“ bezeichnet. Auch eine Leistenzerrung kann die Schmerzen auslösen.

Entzündungen und Infektionen


Eher selten führen geschwollene Lymphknoten zu Schmerzen in der Leiste. Im gesunden Zustand sind sie mit einem Durchmesser von maximal zwei Zentimetern in der Leiste kaum zu fühlen, können jedoch bei Infektionen oder Entzündungen im Bein anschwellen und so für Schmerzen in diesem Bereich sorgen.

Die wichtigsten Ursachen von Inguinalschmerzen zusammengefasst:


  • Leistenbruch (tritt bei Männern etwa achtmal häufiger auf als bei Frauen)
  • Harn- und Nierensteine

  • Hüftkopfnekrose

  • Impingement der Hüfte (wird insbesondere durch (Leistungs-) Sport wie Laufen, Fußball oder Hockey begünstigt)

  • Hodenschmerzen

  • Schenkelbruch (Hernia femoralis, tritt eher bei älteren oder schwangeren Frauen auf)

  • Beckenringlockerung (betrifft meist schwangere Frauen)

  • Stress- oder Überlastungsbruch des vorderen Beckenringes (als Folge der Knochenerkrankung Osteomalazie)

  • Hüftarthrose (ab einem Alter von etwa 50 Jahren)

  • Geschwollene Lymphknoten (Lymphadenitis oder Lymphadenopathie)

  • Hodenstieldrehung (auch Hodentorsion, betrifft vor allem Säuglinge und Jugendliche von 13 bis 20 Jahren)

  • Thrombose

  • Sportlerleiste oder weiche Leiste

  • Leistenzerrung

  • Verletzungen und Überlastungen der Muskeln und Sehnen im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels

  • Weitere orthopädische Ursachen, wie degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule, Fehlstellungen von Füßen, Knien und Hüfte


Welche Symptome treten bei Leistenschmerzen auf?


Da sich Leistenschmerzen auf eine Vielzahl von Ursachen zurückführen lassen, gibt es auch viele verschiedene Symptome, die eher auf das eine oder das andere Krankheitsbild hinweisen. Dies ist wichtig für den Arzt, sodass die richtige Diagnose gefunden werden kann: Sind die Schmerzen ein- oder beidseitig? Treten die Schmerzen nur unter Belastung oder dauerhaft auf? Treten die Schmerzen nur im Liegen oder Stehen auf?

Die Art der Symptome gibt erste Hinweise auf die Ursache


Leistenbrüche beispielsweise sind in der Regel direkt sichtbar, da meistens plötzlich eine schmerzlose Vorwölbung im Stehen oder beim Pressen in der Leiste sicht- und tastbar wird.

Achtung: Treten dauerhaft Schmerzen im Leistenbereich auf, kann es sich um ein Leistenbruch handeln, bei dem Gewebe aus dem Bauchraum in den sogenannten Bruchsack geraten ist und eingeklemmt wird. In diesem Fall sollte ein Notarzt gerufen werden, da unter Umständen schnelles Handeln erforderlich ist.

Auch bei akuten Schmerzen im Bauch und Unterbauch mit Ausstrahlung in die Leistengegend sollte sofort gehandelt werden.



Diagnostik: Körperliche Untersuchung, Ultraschall, MRT und Laufanalyse


Handelt es sich nicht um einen akuten Notfall, sondern um eventuell unregelmäßig auftretenden Schmerz in der Leistengegend, sollte die Ursache in jedem Fall zeitnah von einem Arzt abgeklärt werden. Die wichtigsten diagnostischen Maßnahmen bei Inguinalschmerzen sind eine körperliche Untersuchung, Ultraschall, MRT und gegebenenfalls eine Laufanalyse.

Der Arzt führt zunächst eine Anamnese durch, um durch den Verlauf der Krankheitsgeschichte eventuell bereits Hinweise auf die Ursache der Beschwerden erhalten zu können. Insbesondere bei Inguinalschmerzen spielt die körperliche Untersuchung eine große Rolle, da sie oftmals direkt zur Diagnose führen kann.

Führt die körperliche Untersuchung nicht zu einer eindeutigen Diagnose müssen weitere diagnostische Maßnahmen, wie Ultraschalluntersuchung (Sonografie), Röntgen oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.

Ultraschall


In der Regel wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Eine Vielzahl von Erkrankungen lässt sich so verlässlich diagnostizieren.

Magnetresonanztomographie


Mit weiteren bildgebenden Verfahren, wie dem Röntgen oder der Magnetresonanztomographie können auch andere Strukturen, wie Muskeln, Sehnen und Knochen gut dargestellt werden. Dabei bietet die MRT den Vorteil, dass alle Strukturen detailgenau in einer hohen Bildauflösung gut sichtbar werden und sie zudem ohne Strahlenbelastung auskommt. Insbesondere bei Verdacht auf einen Leistenbruch findet die MRT in der Diagnostik bei Leistenschmerzen Anwendung.

Laufanalyse


Besteht der Verdacht, dass funktionelle Probleme der Grund für die Leistenschmerzen sind, ist es ratsam, eine Laufanalyse durchzuführen. Mittels einer Laufanalyse kann festgestellt werden, ob es während des Gehens oder Laufens zu erhöhten Belastungen in der Leiste kommt, die die Schmerzen verursachen.

Mehr auf unserer Infoseite Laufanalyse.info
Offenes MRT – Diagnose bei Leistenschmerzen

Therapeutische Maßnahmen bei Inguinalschmerzen


So vielfältig wie die Ursachen für Inguinalschmerzen sein können, so zahlreich fallen auch die Therapien aus. Auch die Zuständigkeiten fallen in die Bereiche verschiedener Fachärzte. So sind beispielsweise bei Hodenerkrankungen und Harnsteinleiden Urologen zuständig, bei Erkrankungen der Lymphknoten Internisten oder bei Darminfektionen Gastroenterologen. Sind Veränderungen am Skelett oder Fehlstellungen der Gelenke Ursache für die Beschwerden, ist der Orthopäde der richtige Facharzt.

Laufanalyse zur weiteren Therapiebestimmung bei Leistenschmerzen

Behandlung steht in Abhängigkeit zur Diagnose


Ist die Ursache für die Leistenschmerzen eine Überlastung des betroffenen Bereichs, reicht es oftmals aus, dass sich der Patient eine zeitlang schont. Bei Leistenbrüchen ist meist ein operativer Eingriff notwendig, wird jedoch heutzutage nicht in allen Fällen durchgeführt.

Wird bei der Laufanalyse festgestellt, dass die Beschwerden auf Fehlstellungen zurückzuführen sind, ist oftmals eine orthopädische Einlagenversorgung sowie Physiotherapie erforderlich.


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Ist es möglich Leistenschmerzen vorzubeugen?


Die wichtigsten Tipps und Maßnahmen:


  • Übergewicht vermeiden (das nimmt Druck von der Bauchwand und beugt Arthrose sowie inneren Erkrankungen vor)

  • 30 Minuten täglich moderate körperliche Aktivität

  • Schonendes Muskelaufbautraining

  • Gelenkschonenden Sport bevorzugen (weniger Laufen, Fußball und Hockey, mehr Fahrradfahren
)
  • Bei Verdacht auf Fehlstellungen im Bereich der Füße, Knie und Hüfte eine Laufanalyse durchführen lassen 

  • Gesund ernähren und weniger Fleisch konsumieren (das beugt Harnsteinen vor)

  • Ausreichend Wasser trinken (etwa 30 bis 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht) 

  • Weniger Kaffee und Alkohol trinken
Fahrradfahren als Prävention – Leistenschmerzen

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