Osteoporose

Behandlung von Knochschwund


Bei Osteoporose handelt es sich um eine Krankheit der Knochen, die das gesamte Skelettsystem des Menschen betrifft. Dabei wird die Knochensubstanz abgebaut, wodurch sich die Knochendichte verringert. Dadurch nimmt die Stabilität des Skelettsystems ab und das Risiko, Knochenbrüche zu erleiden, nimmt zu. Leider wird Osteoporose in den meisten Fällen viel zu spät erkannt. Daher ist eine regelmäßige Untersuchung wichtig und mit entsprechender sowie rechtzeitiger Therapie kann der Krankheitsverlauf verzögert werden. Lesen Sie hier, wie sich Osteoporose erkennen lässt und welche Präventions- bzw. Therapiemöglichkeiten es gibt.



Was ist Osteoporose?


Die auch als ‚Knochenschwund’ bezeichnete Erkrankung leitet sich aus dem Griechischen ab: ‚Osteon’ bedeutet ‚Knochen’ und ‚Poros’, was als ‚Pore’ übersetzt werden kann, bezieht sich auf die porige Struktur in den Knochen. Es kann zwischen der primären und der seltener vorkommenden sekundären Osteoporose unterschieden werden. Die primäre Osteoporose weist verschiedene Stadien auf und tritt häufig erst im höheren Lebensalter auf.

Gut, zu wissen!


Die Knochen des Skelettsystems bilden das Gerüst des menschlichen Körpers. Im Knochengewebe, der Matrix, findet ein Stoffwechsel statt, bei dem bestimmte Mineralstoffe, vor allem Kalzium und Phosphat, eingelagert werden. Diese bauen die Knochenstruktur auf, verdichten sie und machen die Knochen stark genug, um dem Organismus Halt zu geben.

Auch Vitamin D und Hormone, wie Calcitonin oder Östrogen, sind an diesem Prozess beteiligt. Ab einem Alter von 40 Jahren nimmt der Stoffwechsel in den Knochen jedoch ab und eine entsprechende Nährstoffaufnahme ist sehr wichtig, um den Aufbauprozess der Knochenmasse aufrechtzuerhalten.


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Vergleich normale Knochensubstanz mit verminderter Knochendichte bei Osteoporose

Wodurch kann eine Osteoporose verursacht werden?


Die primäre Osteoporose tritt vorwiegend in zunehmendem Alter auf.

Frauen, besonders nach den Wechseljahren, sind häufiger betroffen, als Männer, da sich ihr Hormonhaushalt verändert.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Falsche Ernährung bzw. Nährstoffmangel
  • Bewegungsmangel
  • Erbgut

Die sekundäre Osteoporose kann als Folge anderer Krankheiten oder deren Behandlung auftreten.

Beispiele hierfür sind:

  • Magen-Darmerkrankungen
  • Laktoseintoleranz
  • Überfunktion der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse oder der Nebennierenrinde
  • Unterfunktion der Eierstöcke oder Hoden
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Knochenkrebs
  • Niereninsuffizienz
  • Rheumatoide Arthritis.
  • Therapien mit Kortison-Medikamenten

Welche Symptome und Beschwerden treten bei Osteoporose auf?


Rückenschmerzen bei Osteoporose

Da sich Osteoporose langsam entwickelt, verläuft die Krankheit im Anfangsstadium häufig beschwerdefrei. Im weiteren Krankheitsverlauf werden erste Symptome, wie Schmerzen am Rücken oder in den Knien, meist nicht als Osteoporose erkannt.

Im fortgeschrittenen Stadium kommt es bereits zu ersten Knochenbrüchen ohne erkennbaren Anlass, etwa Frakturen der Wirbelkörper, an den Oberschenkeln, den Handgelenken oder den Armen.

Viele Osteoporose-Patienten klagen über Rücken- oder Hüftschmerzen, bekommen mit der Zeit einen Rundrücken und verlieren an Körpergröße aufgrund von Wirbelkörpereinbrüchen. Dies wirkt sich natürlich negativ auf ihre Lebensqualität aus.

Die Patienten fühlen sich zerbrechlich, bekommen Angst vor Stürzen und werden dadurch unsicher, was paradoxerweise die Sturzgefahr erhöht.



Wie kann Osteoporose diagnostiziert werden?


Um Osteoporose ausschließen oder bestätigen zu können, sind mehrere Schritte notwendig. Zunächst erfolgt eine Befragung zur persönlichen Krankheitsgeschichte des Patienten (Anamnese). Der Arzt erkundigt sich ebenfalls über Fälle von Osteoporose in der Familie. Zudem nimmt er eine körperliche Untersuchung vor und fragt den Patienten nach seinen Beschwerden.

Um die Knochenstruktur begutachten zu können, ist eine Knochendichtemessung erforderlich. Dieses medizinisch-technische Verfahren erlaubt es, den Kalksalzgehalt der Knochen zu bestimmen. Ist dieser niedrig, dann lässt dies auf ein hohes Knochenbruchrisiko schließen.


Darstellung von Knochen - Osteoporose Diagnose

Wie funktioniert die Knochendichtemessung?


Das Verfahren der Knochendichtemessung, oder auch Osteodensitometrie, erfolgt per DXA-Messung. Dies ist ein röntgendiagnostisches Verfahren und gilt als Referenzmethode bzw. anerkannter Goldstandard zur Bestimmung der Knochensubstanz. Dazu werden mit einem Spezialgerät die Lendenwirbelsäule, der gesamte Oberschenkelknochen und der Oberschenkelhals gering dosierter Röntgenstrahlung ausgesetzt. Die Strahlenmenge, welche durch die Substanz tritt, wird währenddessen gemessen. Anschließend werden die Ergebnisse des Patienten mit den Normalwerten derselben Altersgruppe verglichen.

Wie erfolgt die Auswertung der Knochendichtemessung?


Dabei spielen zwei Werte eine wichtige Rolle: Der T-Wert und der Z-Wert. Wenn der T-Wert 2,5 oder mehr Einheiten von den Standardwerten der entsprechenden Altersgruppe abweicht, dann liegt, laut Weltgesundheitsorganisation, eine verminderte Knochendichte und somit Osteoporose im Anfangsstadium (Osteopenie) vor.

Da die Knochendichte jedoch auch auf natürliche Weise mit zunehmendem Alter abnimmt, wird noch der Z-Wert hinzugezogen. Dieser bestimmt die alterstypische Knochendichte bei gesunden Personen, die im selben Alter, wie der Patient sind. Ist der T-Wert niedriger als der Standardwert, der Z-Wert jedoch gleichwertig, dann ist eine Therapie mit Medikamenten nicht zu empfehlen.

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Darstellung von Osteoporose im Vergleich zur normalen Knochenmatrix

Welche anderen Verfahren gibt es?


Die Knochendichte lässt sich außerdem per Computertomografie untersuchen. Die Strahlung fällt allerdings bei diesem Verfahren höher aus, wird dafür aber nur an einem Wirbelkörper vorgenommen. Zwar wird sie im Rahmen einer Vorsorge angewendet, ist aber aufgrund der Ungenauigkeit für die Bestimmung von Osteoporose eher ungeeignet.

Bestehende Frakturen, Wirbelkörperbrüche und Verformungen werden mit Röntgenverfahren nachgewiesen. Um den Schweregrad der Osteoporose zu bestimmen, werden die Wirbelkörperhöhen zwischen Brust- und Lendenwirbel ebenfalls mit Röntgenstrahlen gemessen. Zudem können mit einem Blutbild des Patienten weitere Parameter, die auf Osteoporose hindeuten, bestimmt und Kalzium- sowie Phosphatspiegel abgelesen werden.


Wie lässt sich Osteoporose therapieren?


Osteoporose behandeln mit Bewegung und Sonnenlicht

Die Ergebnisse der Knochendichtemessung sind ausschlaggebend für die nachfolgende Therapie.

Allgemeine Therapiemaßnahmen decken sich mit Präventionsmaßnahmen, wie Bewegung, Zufuhr von Vitamin D bzw. Sonnenlicht und gegebenenfalls einer Ernährungsumstellung.

Weichen die Messwerte jedoch deutlich von den Mittelwerten ab, dann können Medikamente notwendig sein. Dazu gehören Bisphosphonat-Präparate in Form von Tabletten, Spritzen oder als Infusionen.

Bei akuten Frakturen sind Operationen notwendig, da ein schiefes Verwachsen zu Fehlstellungen und Beschwerden führen kann.

Handelt es sich um eine sekundäre Osteoporose, dann muss die Krankheit, welche diese ausgelöst hat, entsprechend behandelt werden.


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Wie kann Osteoporose vorgebeugt werden?


Eine Osteoporose-Prävention oder eine deutliche Verzögerung des Krankheitsverlaufs kann möglich sein, wenn zunächst Risikofaktoren, wie Tabakrauchen und übermäßiger Alkoholkonsum, vermieden werden.

Weitere vorbeugende Maßnahmen für Osteoporose sind:


  • Regelmäßige Bewegung
  • Sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen, Rad fahren, aber auch Kraftsport
  • Gesunde, vitaminreiche Ernährungsweise
  • Ausreichende Kalziumzufuhr
  • Gelegentliche (hautschonende) Sonnenbäder
  • Entsprechende Körperhaltung, insbesondere beim Sitzen

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Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner


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Akupunktur


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Dr. med. Mehmet Rüzgar


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