Schleimbeutelentzündung der Hüfte

Wenn die "Stoßdämpfer" des Hüftgelenks entzündet sind


Die Diagnose Schleimbeutelentzündung der Hüfte kommt nicht selten vor und zählt zu den drei häufigsten Arten der Schleimbeutelentzündungen beim Menschen. Dabei können verschiedene Schleimbeutel betroffen sein. Die häufigsten Diagnosen sind dabei die Bursitis trochanterica und die Bursitis iliopectinea. Doch worum handelt es sich bei einer Schleimbeutelentzündung eigentlich, wie kommt es dazu, wie wird sie behandelt und inwiefern ist die Durchführung einer Laufanalyse bei der Erkrankung hilfreich?

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Porträt von Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder


Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Notfallmedizin

Porträt von Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar


Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

Was ist eine Schleimbeutelentzündung?


Im Körper gibt es über hundert verschiedene Schleimbeutel (lateinisch Bursa = Beutel). Es handelt sich dabei um kleine Säckchen, die mit einer gelartigen Flüssigkeit gefüllt sind und wie ein Kissen Stellen im Körper polstern, die oft Reibung und Druck ausgesetzt sind. Daher befinden sie sich hauptsächlich in Gelenknähe.

Hüftgelenk – mögliche Schleimbeutelentzündung

Durch eine zu starke Beanspruchung der Schleimbeutel kann es zu einer schmerzhaften Entzündung dieser kommen (lateinisch: Bursitis = Schleimbeutelentzündung; Mehrzahl Bursitiden). Kommt es zu einer Entzündung, sammelt sich vermehrte Gewebsflüssigkeit im Inneren des Schleimbeutels an. Das führt zu einer Anschwellung, wodurch der Schleimbeutel auf das umliegende Gewebe Druck ausübt. Die möglichen Folgen: starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

In der Hüfte liegen mehrere Schleimbeutel. Betroffen sind zumeist zwei davon, die zur Bursitis trochanterica, bzw. der Bursitis iliopectinea führen.

Die Bursitis trochanterica an der Außenseite der Hüfte


Dies ist die häufigste Form der Schleimbeutelentzündung des Hüftgelenks. Dabei ist der Schleimbeutel über dem Trochanter major (großer Rollhügel) gereizt. Dieser ist ein seitlicher, kräftiger Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens (Femur). Über diesem liegt ein starkes Stabilisierungsband. Der Schleimbeutel liegt zwischen diesem Band und dem Trochanter major, um die Reibung zwischen Band und Knochen zu verhindern, die unter anderem beim Gehen, Laufen und Springen auftritt.

Die Bursitis iliopectinea in der Leiste


Durch eine zu starke Beanspruchung der Schleimbeutel kann es zu einer schmerzhaften Entzündung dieser kommen (lateinisch: Bursitis = Schleimbeutelentzündung; Mehrzahl Bursitiden). Kommt es zu einer Entzündung, sammelt sich vermehrte Gewebsflüssigkeit im Inneren des Schleimbeutels an. Das führt zu einer Anschwellung, wodurch der Schleimbeutel auf das umliegende Gewebe Druck ausübt. Die möglichen Folgen: starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.


Ursachen für das Auftreten von Bursitiden


Für Schleimbeutelentzündungen kann es verschiedene Ursachen geben. Die häufigsten Ursachen sind belastungsbedingte, anatomische oder septische Bursitiden.

Belastungsbedingte Bursitiden


Die Form tritt insbesondere aufgrund von mechanischer Überlastung auf. Vor allem wiederholte, einseitige Bewegungen wie beispielsweise beim Gehen, Laufen oder Fahrradfahren sind mögliche Ursachen. Bei sportlichen Aktivitäten im normalen Ausmaß tritt eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte in der Regel nicht auf.

Erst bei einem dauerhaft gleichförmigen Bewegungsmuster wird die Struktur überreizt, wie zum Beispiel bei Langstreckenläufern. Da dies bei vielen Sportarten der Fall ist, zählen Bursitiden zu den Sportverletzungen. Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer. Auch Übergewicht begünstigt die Entstehung der belastungsbedingten Bursitiden. Die mechanische Überlastung führt zumeist zu einer Bursitis trochanterica.

Anatomische Schleimbeutelentzündungen


Auch Fehlstellungen sowie -belastungen der Gelenke können auslösende Faktoren sein. Beispielsweise können hierbei unterschiedliche Beinlängen oder X-Beine ursächlich sein.

Septische Bursitiden


Im Fall einer septischen Schleimbeutelentzündung führen Viren oder Bakterien zu der Entzündung. Außerdem können bei älteren Patienten auch rheumatische Erkrankungen oder Gicht Bursitiden begünstigen.


Symptome der Schleimbeutelentzündung der Hüfte


Die häufigsten Symptome sind Hüftschmerzen sowie Leistenschmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte. Diese können sowohl diffus sowie sehr lokal vorkommen. Die Schmerzen treten im Ruhezustand auf, sind also nicht belastungsabhängig. Jedoch tritt in der Regel eine deutliche Verschlimmerung der Schmerzen nach Belastung und Bewegung auf. Nicht selten schmerzt der Bereich in der hüftumgebenden Muskulatur ebenfalls. Je nach betroffenem Schleimbeutel können verschiedene Symptome auftreten.

Hier noch einmal die häufigsten Symptome zusammengefasst:


  • Zu Beginn ein leichtes Reibungsgefühl
  • Überwärmung
  • Brennen
  • Schwellung und Rötung (von außen oftmals nicht erkennbar)
  • Schmerzen bei Druck auf den betroffenen Schleimbeutel
  • Ruheschmerz der Hüfte
  • Schmerzen in der hüftumgebenden Muskulatur
  • Ausstrahlung der Schmerzen bis in das Gesäß oder Knie
  • Bewegungseinschränkungen
  • Bursitis trochanterica: Schmerzen an der Außenseite der Hüfte, schmerzhafte Seitenlage, Schmerzen bei der Abduktion des Beins und der Außenrotation der Hüfte
  • Bursitis iliopectinea: Schmerzen bei der Überstreckung der Hüfte
  • Bei bakteriellen Infektionen weitere systemische Symptome, wie Fieber und Abgeschlagenheit

Die Diagnose einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte


Wenn die Symptome nicht nach wenigen Tagen des Ruhigstellens und Kühlens verschwinden, ist handeln dringend notwendig, damit eine akute Schleimbeutelentzündung der Hüfte nicht in eine chronische Form übergeht. Die Diagnosestellung ist schwierig, da aufgrund der Symptome eine Reihe an Ursachen in Frage kommen. Die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrose (Coxarthrose), ist jedoch insbesondere für die Umsetzung der richtigen Therapie wichtig.

Erste Anzeichen


Handelt es sich um eine Bursitis trochanterica, ist gegebenenfalls von außen eine Rötung und Schwellung sichtbar, da sich dieser Schleimbeutel dicht an der Körperoberfläche befindet.

Im Gegensatz dazu sitzt der betroffene Schleimbeutel bei der Bursitis iliopectinea tief in Gewebe und Muskulatur, weshalb die Entzündung äußerlich nicht sichtbar ist. Die betroffene Stelle kann jedoch auf Druckschmerz überprüft werden, was ein weiterer Indikator für eine Schleimbeutelentzündung ist.

Erste Anzeichen einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte

Wichtige Differenzialdiagnosen


Neben der Überprüfung, ob die betroffene Stelle auf Druckschmerz reagiert, gibt eine Blutuntersuchung Aufschluss über die Entzündungswerte im Körper. Um den Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte zu bestätigen, ist jedoch die Anwendung weiterer Diagnostiken erforderlich. So kann eine Ultraschalluntersuchung oder die Magnetresonanztomographie (MRT) den entzündeten Schleimbeutel zeigen, wodurch die Diagnose erhärtet werden kann.


Die Therapien bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte


Die Therapie ist abhängig von den Ursachen, die die Entzündung ausgelöst haben. Bei einer septischen Bursitis ist die Einnahme von Antibiotika notwendig. Bei einer belastungsbedingten Schleimbeutelentzündung der Hüfte finden in der Therapie primär Ruhigstellung der Hüfte sowie entzündungs- und schmerzstillende Medikamente Anwendung. Sind rheumatische Erkrankungen oder Gicht ursächlich, findet vor allem einer Behandlung dieser Grunderkrankungen statt und bei Fehlbelastungen und -stellungen sollten diese dauerhaft orthopädisch behandelt werden. Insbesondere hierfür sollte eine Laufanalyse durchgeführt werden.

Laufanalyse zur Behandlung von Schleimbeutelentzündungen der Hüfte

Bei der Therapie der akuten Bursitis kommt es in der Regel innerhalb von einer Woche zu deutlichen Verbesserungen der Symptome. Nur bei schwerwiegenderen und chronischen Fällen ist ein invasiver Eingriff notwendig. Dies ist jedoch sehr selten und in der Regel verläuft die Therapie mit konservativen Methoden.

Hierzu gehören die Stoßwellentherapie, physikalische Therapie, schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie sowie Kortison-Injektionen.

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Stoßwellentherapie zur Behandlung der Schleimbeutelentzündung


Bei der ambulant durchgeführten Stoßwellentherapie werden über das Gerät Stoßwellen mit einer Frequenz von zwei bis vier Hertz in den Körper übertragen. Dabei wird die Energie über die Behandlungsdauer von fünf bis 15 Minuten zunehmend stärker. In dieser Zeit treffen etwa 1.000 bis 2.000 Stoßwellen auf den Körper. Ziele der Stoßwellentherapie sind unter anderem Linderung von Schmerzsymptomen, Verkürzung der Rehabilitationszeiten, Anregung der Gewebeneubildung und Verkürzung der Regenerationszeit. Da die Stoßwellentherapie mitunter schmerzhaft sein kann, wird je nach Absprache mit dem Patienten eine örtliche Betäubung eingesetzt.

Eine Laufanalyse bei Leisten- und Hüftschmerzen


Mittels einer Laufanalyse wird das Gang- und Laufverhalten des Patienten auf dem Laufband ermittelt. Dabei dienen Videoaufnahmen und eine Druckmessplatte zur Analyse und Beurteilung. Beim Gehen müssen Muskeln und Sehnen zum Teil das fünffache an Gewicht stützen. Dadurch verändert sich die Stellung der Gelenk beim Gehen und Laufen. Bei der Laufanalyse werden diese Veränderungen im Vergleich zur Stellung bei Ruhe direkt sichtbar und können mit Normwerten verglichen werden.

Insbesondere bei Bursitiden aufgrund von Fehlstellungen und -belastungen der am Gang beteiligten Gelenke, wie Fuß, Knie und Hüfte, ist die Durchführung der Laufanalyse sinnvoll, um die Ursachen zu behandeln und weitere Entzündungen zu verhindern. Auch bei belastungsabhängigen Bursitiden, beispielsweise bei Langstreckenläufen, ist eine Laufanalyse ratsam, da eventuell eine Einlagenversorgung bei der Vorbeugung von Schleimbeutelentzüdungen notwendig ist.

Mehr dazu auf unserer Infoseite Laufanalyse.info


Sind die akuten Schmerzen beim Patienten jedoch zu stark, ist die Laufanalyse zu dem Zeitpunkt wenig sinnvoll, da durch eventuelle Ausweichbewegungen und Schonhaltungen ein falsches Gangbild entstehen kann.

Was kann der Patient selbst für eine Verbesserung der Symptome tun?


Hüfte kühlen und ruhigstellen bei Schleimbeutelentzündung

Bei einem normalen Verlauf heilt eine Schleimbeutelentzündung bei angemessenem Verhalten des Patienten innerhalb einiger Wochen von selbst aus. Dazu kann der Patient einige unterstützende Maßnahmen durchführen:

  • Kühlende Gels und Salben auftragen
  • Die betroffene Stelle mit Gelpads kühlen (Achtung: Direkten Hautkontakt vermeiden)
  • Das Gelenk für einige Tage ruhigstellen und schonen
  • Das Gelenk nach der Ruhephase zunächst ohne Belastung bewegen

Maßnahmen um einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen


Insbesondere Sportler, die dauerhafte, gleichförmige Bewegungen durchführen, können durch angemessenes Verhalten einer Schleimbeutelentzündung vorbeugen. Dazu wird zu einer Laufanalyse geraten, um eventuelle anatomische Fehlbelastungen und -stellungen frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Zudem sollten die hüftumgebenen Muskeln durch spezielle Übungen trainiert und mobilisiert werden.


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