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Facetteninfiltration in Heppenheim
Gezielte Schmerztherapie bei Wirbelgelenkverschleiß
Wer kennt das nicht: ein dumpfer, tiefsitzender Rückenschmerz, der sich beim Aufstehen meldet, beim langen Stehen zunimmt und nach vorne Beugen plötzlich nachlässt. Oft steckt dahinter weder Bandscheibenvorfall noch Muskelverspannung, sondern ein Problem, das sich in den kleinen Wirbelgelenken selbst abspielt. Die Facettengelenke, die unsere Wirbel stabilisieren und führen, können im Laufe des Lebens verschleißen, sich entzünden und zu einem eigenständigen, hartnäckigen Schmerzsyndrom werden.
Die Facetteninfiltration ist eine Behandlungsmethode, die genau dort ansetzt: direkt am entzündeten Gelenk, ohne operativen Eingriff. Im Orthozentrum Bergstraße in Heppenheim ist sie seit Jahren ein etablierter Bestandteil der konservativen Wirbelsäulentherapie, eingebettet in ein diagnostisch fundiertes Gesamtkonzept.
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Gezielte Schmerztherapie direkt am Facettengelenk
Ambulante Behandlung ohne Operation
Offenes MRT vor Ort
Die Vorteile der Facetteninfiltration im Orthozentrum Bergstraße
Wirkung direkt am Schmerzursprung
Schnelle Schmerzlinderung, die Physiotherapie erst ermöglicht
Minimal-invasiv und ambulant
Effektiv kombinierbar mit anderen konservativen Therapien
Umfangreiche bildgebende Diagnostik
Bewegungslabor als diagnostische Erweiterung
Bei uns sind Sie in guten Händen
Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Facetteninfiltration spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

Dr. med. Stefan Gouder
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

Philipp Wolf
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin
Was ist das Facettengelenk und warum schmerzt es?
Die Wirbelsäule wird von zwei Systemen stabilisiert: den Bandscheiben vorne und den Facettengelenken (auch: Wirbelgelenke oder Zygapophysealgelenke) hinten. Jeder Wirbel besitzt zwei Facettengelenke, die ihn mit dem darüber- und darunterliegenden Wirbel verbinden. Sie ermöglichen kontrollierte Bewegungen, begrenzen Überdrehungen und tragen gleichzeitig einen Teil des Körpergewichts.
Wie alle echten Gelenke sind sie mit Knorpel ausgekleidet und von einer Gelenkkapsel umgeben, die Gelenkflüssigkeit produziert. Mit zunehmendem Alter oder durch Überlastung kann dieser Knorpel verschleißen. Die Gelenkkapsel entzündet sich, Knochenanbauten entstehen, die Beweglichkeit nimmt ab. Das Ergebnis ist das sogenannte Facettensyndrom – ein eigenständiges Schmerzsyndrom, das sich von Bandscheibenproblematiken unterscheidet und einer eigenen Diagnose und Therapie bedarf.
Wo sitzt der Facettenschmerz typischerweise?
Facettenschmerzen sind tief, dumpf und schwer zu lokalisieren. Sie treten klassischerweise bei Aufwärtsbewegungen der Wirbelsäule auf, also beim Strecken, Überstrecken oder längerem Stehen. Bücken nach vorne lindert den Schmerz oft kurzzeitig. Häufig strahlt der Schmerz in die Gesäßregion oder den Oberschenkel aus, ohne das typische Ausstrahlungsmuster eines Bandscheibenvorfalls mit Taubheitsgefühlen oder Kribbeln.
Am häufigsten betroffen sind die Lendenwirbelsäule (LWS) und die Halswirbelsäule (HWS). Beschwerden an der Brustwirbelsäule (BWS) sind seltener, aber möglich.
Was ist die Facetteninfiltration?
Die Facetteninfiltration ist eine gezielte Injektion eines Wirkstoffs in oder direkt an das betroffene Facettengelenk. Ziel ist es, die Entzündung im Gelenk zu hemmen, den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu verbessern.
Je nach Therapieziel und Befund kommen zwei Techniken zum Einsatz:
- Intraartikuläre Injektion: Der Wirkstoff wird direkt in den Gelenkspalt injiziert. Diese Technik eignet sich besonders bei nachgewiesener Entzündung im Gelenk selbst.
- Perifacettäre Injektion: Die Injektion erfolgt in das Gewebe unmittelbar um das Gelenk. Sie wird bevorzugt eingesetzt, wenn eine vollständige Gelenkpenetration aus anatomischen Gründen nicht möglich oder nicht notwendig ist.
In beiden Fällen gelangt der Wirkstoff direkt an den Ort des Schmerzgeschehens. Die systemische Belastung für den restlichen Körper bleibt damit gering.

Welche Substanzen werden bei der Facetteninfiltration eingesetzt?
Kortikosteroide (Kortison):
Der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff bei der Facetteninfiltration. Kortison kann entzündungshemmend im Gelenk wirken. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden ein. Die Anzahl der Injektionen pro Jahr wird bewusst begrenzt, um langfristige Gewebeveränderungen zu vermeiden.Lokalanästhetika:
Substanzen wie Lidocain oder Mepivacain unterbrechen die Nervenleitung am Injektionsort und sorgen für eine sofortige Schmerzlinderung. Sie werden häufig mit Kortison kombiniert, um sowohl eine unmittelbare als auch eine länger anhaltende Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig haben sie einen diagnostischen Wert: Wenn die gezielte Injektion den Schmerz vollständig beseitigt, spricht dies dafür, dass das Facettengelenk die Schmerzquelle ist.
Die Facetteninfiltration wirkt dort, wo der Schmerz entsteht: gezielt am entzündeten Wirbelgelenk, ohne operativen Eingriff.
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Dr. med. Stefan Gouder
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin
Wann ist eine Facetteninfiltration sinnvoll?
Typische Indikationen für die Facetteninfiltration umfassen:
- Facettensyndrom an Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule oder Brustwirbelsäule
- Degenerative Veränderungen der Wirbelgelenke mit akuten Entzündungsschüben
- Chronische Rückenschmerzen, deren Ursache in den Facettengelenken lokalisiert wurde
- Postoperative Beschwerden nach Wirbelsäulenoperationen, bei denen die Facettengelenke betroffen sind
- Als diagnostische Infiltration, um die Facettengelenke als Schmerzquelle zu bestätigen oder auszuschließen
Wie läuft die Facetteninfiltration im Orthozentrum Bergstraße ab?
1
Anamnese und körperliche Untersuchung
Am Anfang steht das ausführliche Gespräch. Unsere Ärzte erheben die vollständige Schmerzgeschichte:
- Wo sitzt der Schmerz genau?
- Wann tritt er auf?
- Welche Bewegungen lindern oder verstärken ihn?
- Welche Therapien wurden bisher versucht?
Daran schließt sich eine gezielte körperliche Untersuchung an, die den Schmerzursprung so präzise wie möglich eingrenzt.
2
Bildgebende Diagnostik
Je nach Befund folgt eine Bildgebung mit der digitalen Röntgenanlage oder dem offenen MRT direkt bei uns im Haus. Das MRT ermöglicht die Beurteilung von Knorpelzustand, Gelenkkapsel und umliegendem Gewebe. Liegt der Verdacht auf funktionelle Mitbeteiligung vor, wird das Bewegungslabor ergänzend eingesetzt.
3
Aufklärung und Planung
4
Durchführung der Infiltration
5
Nachsorge und Verlaufskontrolle
Leichte Druckempfindlichkeit oder ein vorübergehendes Wärmegefühl an der Injektionsstelle sind normale Reaktionen und klingen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Starke körperliche Belastungen sollten in den ersten 24 bis 48 Stunden vermieden werden.
Ein Verlaufsgespräch nach einigen Tagen gibt Aufschluss darüber, wie gut die Infiltration gewirkt hat und welche weiteren Schritte sinnvoll sind – ob Physiotherapie, ein gezieltes Trainingsprogramm oder eine wiederholte Infiltration.

Wann ist eine Facetteninfiltration nicht geeignet?
Es gibt Situationen, in denen eine Facetteninfiltration nicht sinnvoll oder nicht möglich ist:
- Bei aktiver lokaler Infektion im Injektionsbereich
- Bei bestimmten Gerinnungsstörungen oder der Einnahme spezifischer Blutverdünner (individuelle Abwägung erforderlich)
- Ohne ausreichende diagnostische Grundlage oder ohne klare Lokalisation des Schmerzursprungs
- Bei psychosomatisch überlagerten Schmerzsyndromen
- Wenn strukturelle Schäden so weit fortgeschritten sind, dass eine konservative Therapie keine ausreichende Perspektive mehr bietet
Alle relevanten Kontraindikationen besprechen wir mit Ihnen individuell im Aufklärungsgespräch.

Facetteninfiltration als Teil eines ganzheitlichen Konzepts in Heppenheim
Die Facetteninfiltration ist kein Allheilmittel, aber ein präzises Werkzeug, vorausgesetzt, sie wird diagnostisch sorgfältig vorbereitet, substanzgerecht durchgeführt und in ein Gesamtkonzept eingebettet. Isoliert eingesetzt, kann sie zu kurzfristiger Linderung verhelfen. In Kombination mit Physiotherapie, gezieltem Muskelaufbau und einer kontinuierlichen ärztlichen Begleitung hingegen kann sie langfristig zur Beschwerdelinderung beitragen.
Im Orthozentrum Bergstraße in Heppenheim ist die Facetteninfiltration seit Jahren ein fester Bestandteil der konservativen Wirbelsäulentherapie und kann Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, wieder ein Leben mit weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit zu führen.
Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
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