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Bandscheibenvorfall
Behandlung von Rückenschmerzen
Bei uns sind Sie in guten Händen
Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Bandscheibenvorfall spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

Dr. med. Stefan Gouder
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

Dr. med. Mehmet Rüzgar
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist
Was ist ein Bandscheibenvorfall?
Bei einem Bandscheibenvorfall, lateinisch Prolapsus nuclei pulposi, handelt es sich um eine Wirbelsäulenerkrankung. Dabei reißt der Faserring einer Bandscheibe und das Gewebe des Gallertkerns, der sich in der Bandscheibe befindet, tritt aus. Umgangssprachlich wird der Bandscheibenvorfall auch als Diskusprolaps oder Bandscheibenhernie bezeichnet.
Hierdurch kann die Nervenwurzel gereizt werden, was zu Schmerzen und Lähmungserscheinungen führen kann. Die Bezeichnung "Vorfall" bezieht sich hierbei nicht auf ein Ereignis, sondern darauf, dass die Bandscheibe "vorfällt", wenn der Kern verrutscht.
Welche Ursachen hat ein Bandscheibenvorfall?
Funktionsweise der Bandscheiben
Bei Belastung werden die Bandscheiben von den anliegenden Wirbeln zusammengepresst, Flüssigkeit tritt aus dem Gallertkern aus, um die Wirbel abzudämpfen. Im Schlaf wird diese Flüssigkeit wieder zugeführt und die Puffer füllen sich erneut auf.
Je älter wir werden, desto schlechter regenerieren sich die Bandscheiben. Die Flüssigkeit im Gallertkern trocknet zunehmend aus, was ihn weniger elastisch macht. Auch der Faserring wird mit der Zeit porös und kann kleine Risse bilden.
Weitere Ursachen und Risikofaktoren für einen Bandscheibenvorfall:
- Permanente Fehlbelastungen des Körpers, etwa durch schwere körperliche Tätigkeiten
- Überbelastung durch abrupte Drehung des Oberkörpers, z. B. bei ungünstigen Bewegungen beim Heben eines schweren Gegenstandes oder beim Sport
- Schwache oder verkürzte Stützmuskulatur in Rücken und Bauch aufgrund von Bewegungsmangel
- Bandscheibendegeneration durch Stoffwechselstörungen
- Bandscheibenschäden, die bereits bestehen, wie etwa eine Bandscheibenvorwölbung
- Bandscheibenschwäche aufgrund genetischer Veranlagung
Bandscheibenvorfälle entstehen häufig durch sitzende Tätigkeiten und Bewegungsmangel. Im Orthozentrum Bergstraße haben wir komplexe Behandlungskonzepte erstellt, um unsere Patientinnen und Patienten vollumfänglich zu betreuen.
Welche Symptome treten bei einem Bandscheibenvorfall auf?
Patientinnen und Patienten mit einem Bandscheibenvorfall klagen in erster Linie über plötzlich auftretende und stechende Schmerzen an einer bestimmten Stelle der Wirbelsäule. In den meisten Fällen befindet sich diese Stelle im Lendenwirbelbereich (lumbaler Bandscheibenvorfall). Die restlichen Bandscheibenvorfälle finden im oberen Bereich der Wirbelsäule statt. Häufig bleiben Bandscheibenvorfälle allerdings auch unerkannt, da sie keine Beschwerden verursachen und erst zufällig im Rahmen eines normalen Check-ups beim Arzt entdeckt werden.

Weitere Symptome bei einem Bandscheibenvorfall:
- Schmerzen im Rücken an der Wirbelsäule
- Ausstrahlen der Rückenschmerzen in Arme und/oder Beine, verstärkt beim Niesen oder Husten
- Lähmungserscheinungen und Muskelausfälle in den Gliedmaßen
- Schmerzen bei Dehnung eines Beins (Lasègue-Zeichen) oder bei Streckung des Knies (Kernig-Zeichen)
- Gestörte Schmerz- und Gefühlswahrnehmung, z. B. Taubheitsgefühl oder Kribbeln
- Probleme mit der Schließmuskulatur beim Harnlassen oder Stuhlgang
- Störung der Sexualfunktion
Wie wird ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert?
Unsere Ärzte führen nach der Anamnese eine körperliche Untersuchung durch, um die schmerzende Stelle zu lokalisieren. Dazu gehören Tests der Sensibilität und Motorik, z. B. das Lasègue-Zeichen, mit denen sich bereits ein Segmentbereich an der Wirbelsäule eingrenzen lässt.
Bildgebende Verfahren zur Diagnose eines Bandscheibenvorfalls

Wie lässt sich ein Bandscheibenvorfall behandeln?
Zunächst verordnet der Arzt Maßnahmen zur Linderung der Symptome. Bei mindestens 80 Prozent der Fälle gelingt dies mit konservativen Methoden, die gleichzeitig den Rückbildungsprozess des Bandscheibenvorfalls unterstützen. Die ausgetretene Flüssigkeit wird auf natürlichem Wege abgebaut, der Druck lässt nach und die Schmerzen gehen zurück. Die Therapie kann von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern.
Konservative Therapiemaßnahmen im Orthozentrum Bergstraße:
- Schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel sowie muskelentspannende Medikamente
- Verordnung eines Stützkorsetts zur Stabilisierung der LendenwirbelsäuleReizstrom- und Wärmetherapie
- Infiltrationstherapie (Kortison), wo medizinisch angezeigt
- Physiotherapeutische Gymnastik zur Stärkung der Rumpfmuskulatur
- Akupunktur
- ACP-/PRP-Therapie zur Unterstützung der körpereigenen Regeneration
Minimal-invasive Operationen an der Bandscheibe sind nur in seltenen Fällen notwendig.
Die gute Nachricht bei einem Bandscheibenvorfall ist: In den allermeisten Fällen lässt sich die Beschwerde konservativ behandeln. Entscheidend ist eine frühzeitige, präzise Diagnose und eine Therapie, die wir laufend an den individuellen Verlauf anpassen.
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Dr. med. Mehmet Rüzgar
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist
Wie kann einem Bandscheibenvorfall vorgebeugt werden?
Grundsätzlich lässt sich einem Bandscheibenvorfall vorbeugen bzw. das Risiko eines erneuten Vorfalls senken. Vielen Patientinnen und Patienten fällt es aufgrund anhaltender Schmerzen zunächst schwer, sich zu bewegen. Bewegung ohne starke Belastung ist jedoch die wichtigste Präventivmaßnahme.
Tipps zur Prävention eines Bandscheibenvorfalls
- Kräftigung der Muskulatur und Beweglichkeitstraining zur Stützung der Wirbelsäule, z. B. Schwimmen, Yoga oder gezielte Gymnastik für die Lendenwirbelsäule
- Asymmetrische Rückenbelastungen bei Sportarten wie Tennis, Golf oder Reiten durch gezieltes Training ausgleichen
Ausreichend Vitamin D und Kalzium zur Unterstützung des Bandscheibenstoffwechsels - Übergewicht sowie durchblutungsstörende Gewohnheiten wie Rauchen, langes Stehen und Sitzen vermeiden
- Lasten nur aus der Hocke heben, Arme beim Tragen dicht am Körper halten
- Auf eine gerade Sitzhaltung am Arbeitsplatz achten und regelmäßig Bewegungspausen einlegen
Hinweis
Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
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