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Innenmeniskusriss
Wenn der Schmerz in den Knien steckt
Im Orthozentrum Bergstraße behandeln wir den Innenmeniskusriss mit einem Konzept aus Anamnese, klinischer Untersuchung, bildgebender Diagnostik im offenen MRT und bei Bedarf einer digitalen Laufanalyse zur Ursachenklärung. Je nach Befund reicht die Therapie von konservativen Maßnahmen wie Ruhigstellung, Hyaluronsäure- und ACP-/PRP-Injektionen bis zur operativen Versorgung, wenn diese medizinisch notwendig ist.
Zur Abgrenzung: Ist die knieaußenseitige Faserscheibe betroffen, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einem Außenmeniskusriss.
Bei uns sind Sie in guten Händen
Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Innenmeniskusriss spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

Dr. med. Uwe Baumgärtner
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)

Dr. med. Mehmet Rüzgar
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist
Was ist ein Innenmeniskusriss?
Der Meniskus ist eine zweiteilige, knorpelähnliche Faserfläche im Kniegelenk. Er wird anatomisch in den Außenmeniskus und den Innenmeniskus unterteilt. Der Außenmeniskus ist nahezu ringförmig und sehr flexibel. Der Innenmeniskus ist dagegen eher halbmondförmig und bietet weniger Bewegungsfreiheit.
Funktion des Meniskus als Stoßdämpfer
Bei Bewegungen des Kniegelenks verformt sich der Meniskus leicht und verhindert, dass der Oberschenkelknochen direkt auf dem Schienbein aufkommt. Ohne den Meniskus als Schutzschicht würden sich die Knochen bei Bewegungen schneller abnutzen und beschädigt werden. Der Meniskus wirkt außerdem als Stoßdämpfer: Kommt eine Person nach einem Sprung auf dem Boden auf, wird der Meniskus im Knie wie ein Polster zusammengepresst und dehnt sich danach wieder in seine Ursprungsform aus. Der Meniskus dient also als Druck- und Lastverteiler.
Kollateralbänder zur Stabilisierung
Um das Knie zu stabilisieren, spannen sich an der Außen- und der Innenseite des Oberschenkelknochens Bänder zu den Unterschenkelknochen, die sogenannten Kollateralbänder. Das äußere Kollateralband ist frei beweglich. Das innere Kollateralband ist dagegen mit dem Innenmeniskus verwachsen, wodurch die Bewegung des Knies zur Körperinnenseite hin eingeschränkt wird.
Was genau ist ein Innenmeniskusriss?
Von einem Innenmeniskusriss sprechen Mediziner, wenn eine Verletzung der innenseitigen Faserscheibe des Knies vorliegt. Diese Verletzungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Man unterscheidet kleinere, oberflächliche Risse von tiefen und verzweigten Rissbildungen.
Welche Ursachen hat ein Innenmeniskusriss?
Traumatische Ursachen: Ruckartiges Verdrehen des Knies
Da der Innenmeniskus im Vergleich zum Außenmeniskus eher unbeweglich ist, kann er Belastungen schlechter kompensieren. Wird das Knie auf der Innenseite zu stark belastet, kann der Innenmeniskus übermäßig zusammengedrückt werden und einreißen. Das ist häufig der Fall, wenn jemand das Knie ruckartig nach innen dreht, etwa bei einem schnellen Richtungswechsel oder wenn die Füße zur Stabilisierung nach innen gedreht werden. Bei Skifahrerinnen und Skifahrern, Inline-Skaterinnen und Inline-Skatern, Fußballspielerinnen und Fußballspielern sowie Sprintläuferinnen und Sprintläufern zählt der Innenmeniskusriss deshalb zu den typischen Sportverletzungen. Die Verletzung kann aber auch durch einen Sturz oder einen Aufprallunfall entstehen, bei dem das Knie ruckartig verdreht wird.
In besonders schweren Fällen ziehen sich Unfallopfer ein sogenanntes „Unhappy Triad" zu: den gleichzeitigen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Riss des inneren Kollateralbandes und einen Innenmeniskusriss.
Degenerative Ursachen: Kniende Tätigkeiten und Alter
Neben diesen traumatischen Ursachen kann ein Innenmeniskusriss auch degenerative Ursachen haben. Viele Handwerkerinnen und Handwerker ziehen sich die Verletzung als Folge anhaltender kniender Tätigkeiten zu, bei denen der Meniskus über einen längeren Zeitraum unnatürlich zusammengedrückt wird. Auch das Alter spielt eine ursächliche Rolle: Der Meniskus verliert mit zunehmendem Alter an Flexibilität, häufig aufgrund einer unzureichenden Produktion von Hyaluronsäure.
Die Rolle von Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist eine körpereigene Flüssigkeit, die unter anderem im Bindegewebe und in den Gelenken vorkommt. Im Knie überzieht sie Knorpel und Meniskus wie eine dünne Schutzschicht und hält das Gewebe elastisch. Ist der Anteil der Säure zu gering, wird der Knorpel schneller spröde und neigt unter Belastung eher zu Rissen.
Der Innenmeniskus dient als Druck- und Lastverteiler zwischen Ober- und Unterschenkel. Ein geschädigter Meniskus belastet den Gelenkknorpel. Hier setzen unsere knorpelstabilisierenden Maßnahmen an.
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Dr. med. Stefan Gouder
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin
Woran erkennt man einen Innenmeniskusriss?
Ein Innenmeniskusriss ist für Patientinnen und Patienten häufig mit stechenden Schmerzen im Bereich des Knies verbunden. Diese Schmerzen können plötzlich auftreten oder sich über einen längeren Zeitraum entwickeln. Bei einem Unfall oder einer Sportverletzung treten die Schmerzen in der Regel unmittelbar auf und können so stark sein, dass sich das Bein nicht mehr belasten lässt. Bei degenerativer Abnutzung machen sich die Schmerzen dagegen eher schleichend bemerkbar, sind anfangs noch erträglich und klingen bei Entlastung des Knies eventuell ab. Bei einem stärker ausgeprägten Innenmeniskusriss sind die Schmerzen dagegen stärker und lassen sich auch ohne unmittelbare Belastung wahrnehmen.

In welchen Situationen die Symptome typischerweise auftreten
- beim Drehen des Knies
- beim Hinhocken beziehungsweise beim längeren Hocken
- beim Aufstehen aus der Hocke
- beim Tasten des Kniegelenkspalts auf der Innenseite
Wie wird ein Innenmeniskusriss festgestellt?
Am Anfang steht das Anamnesegespräch, bei dem unsere Ärzte ermitteln, wo genau die Schmerzen sitzen, wodurch sie ausgelöst wurden und ob bereits frühere Beschwerden bestanden. Danach folgt die körperliche Untersuchung mit gezielten Stresstests, die den Schmerz reproduzieren sollen. Der Patient oder die Patientin legt sich dafür auf den Rücken.
Unsere Ärzte greifen zusätzlich zu bildgebenden Verfahren, um einen Riss des Meniskus zu diagnostizieren. Mittels einer Untersuchung im offenen MRT können die Menisken sicher dargestellt werden.
Steinmann-Zeichen l
Unsere Ärzte greifen mit einer Hand den Fuß an der Ferse und mit der anderen das Knie, beugen es auf etwa 90 Grad und drehen es dabei nach innen oder außen. Treten dabei Schmerzen auf, spricht das für einen Innenmeniskusriss.
Steinmann-Zeichen ll
Die Innen- und Außenseite des Knies werden abgetastet und der Gelenkspalt wird zusammengedrückt. Schmerzen bei diesem Test sind ebenfalls ein Hinweis auf eine Meniskusverletzung.
Böhmer-Zeichen
Das Bein wird angewinkelt und gestreckt, während gleichzeitig ein Ab- und Heranführen des Knies erfolgt. Ein positiver Test gibt Aufschluss darüber, welcher Meniskus betroffen ist.

Wie läuft ein offenes MRT am Knie ab?
Patientinnen und Patienten liegen auf dem Rücken, während das zu untersuchende Knie in eine leicht gebeugte Position gebracht und mit einem Kissen abgestützt wird. Anschließend bewegt die Ärztin oder der Arzt einen Scanner über das Knie, der es mithilfe von Radiowellen und Magnetfeldern durchleuchtet, was für die Patientin oder den Patienten völlig harmlos ist. Das MRT dauert im Schnitt 30 Minuten. Da die Auflösung deutlich höher ist als bei anderen bildgebenden Verfahren, lassen sich selbst kleinste Einrisse präzise darstellen.
Im Orthozentrum Bergstraße setzen wir diese Verfahren isoliert oder bei Bedarf kombiniert ein, um die Ursache der Beschwerden schnell und sicher zu diagnostizieren.
Das offene MRT ist, wie der Name schon sagt, nicht geschlossen und stellt somit eine gute Lösung bei Platzangst dar. Für saubere Aufnahmen ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten ruhig liegen bleiben, weshalb ein offenes MRT auch für zu Klaustrophobie neigende Personen ein geeignetes bildgebendes Verfahren bietet.
Laufanalyse
Neben dem bildgebenden Verfahren gibt es mit der Laufanalyse eine weitere Diagnosemethode, die den Behandlungsverlauf bereits am Anfang beeinflussen kann. Sie liefert wichtige Hinweise, in welchem Zustand das betroffene Knie ist und ob eine dauerhafte Fehlbelastung beim Laufen die Ursache für den Innenmeniskusschaden sein könnte. Dabei wird das Gang- beziehungsweise Laufbild analysiert, sodass Störungen von Bändern, Muskeln oder Knorpeln erkannt und entsprechend behandelt werden können.

Es gibt bei uns im Orthozentrum verschiedene konservative Maßnahmen, mit denen ein Meniskusriss stabiliert werden kann, so dass eine Operation möglichst vermieden wird.
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Dr. med. Mehmet Rüzgar
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportmedizin
Chirotherapie
Gelenkspezialist
Wie wird ein Innenmeniskusriss behandelt?
In den meisten Fällen reicht eine konservative Behandlung aus, um die Beschwerden zu lindern. Zunächst wird das Knie gekühlt und ruhig gestellt. Tritt die Verletzung beim Sport auf, sollten Betroffene sofort ein Kühlpack auf das Knie legen und es nicht weiter belasten, um eine Verschlimmerung der Verletzung zu vermeiden.
Orthesen, Bandagen und Medikamente
Von unseren Ärzten erhalten Patientinnen und Patienten Orthesen oder Kniebandagen verschrieben. Diese sollen die Bewegung des Knies einschränken, ohne es komplett steif zu legen. Das kann den Heilungsprozess fördern und das Risiko einer Verschlimmerung reduzieren. Außerdem erhalten Patientinnen und Patienten bei Bedarf Spritzen mit Entzündungshemmern und gegebenenfalls Hyaluronsäure. Durch die Zugabe der Medikamente kann die Bewegungsfähigkeit des Knies häufig auf schonende Weise wiederhergestellt werden. Ein modernes alternatives Behandlungskonzept ist zudem die PRP-Therapie.
Im Orthozentrum Bergstraße gehen wir individuell auf die Beschwerden der Patientin oder des Patienten ein und behandeln zielgerichtet.
Behandlung mit PRP-Therapie
PRP steht für Platelet Rich Plasma, plättchenreiches Plasma. Das Plasma ist ein natürlicher Bestandteil des Blutes, der zur Therapie verwendet werden kann. Die Blutplättchen kommen ebenfalls natürlich im Blut vor und können Entzündungen und Läsionen im Körper entgegenwirken.
Bei der PRP-Therapie wird den Betroffenen venöses Blut entnommen, das dann zentrifugiert und aufbereitet wird. Das aufbereitete Blut wird ACP (Autologous Conditioned Plasma, autologes konditioniertes Plasma) genannt und unter sterilen Bedingungen in das betroffene Knie gespritzt. Ist die Plättchenkonzentration an der entsprechenden Stelle erhöht, kann das den natürlichen Heilungsverlauf unterstützen.
Behandlung mit Hyaluronsäure
Neben dem Platelet Rich Plasma kann auch eine andere natürlich im Körper vorkommende Substanz in das Knie gespritzt werden: die Hyaluronsäure. Sie ist ein Mehrfachzucker, dessen Aufgabe im Körper es ist, Wasser zu binden. So fungiert die Hyaluronsäure als natürlicher Schmierfilm, der vor allem in Gelenken dafür sorgt, dass die einzelnen Bestandteile gut miteinander interagieren können.
Wenn konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kann auch eine operative Behandlung des Meniskusschadens in Erwägung gezogen werden.
Behandlungsmethoden beim Innenmeniskusriss zusammengefasst:
- Ruhigstellen des Knies
- Kühlen des Kniegelenks
- Einnahme von Schmerzmitteln und/oder entzündungshemmenden Medikamenten
- Eigenbluttherapie (PRP-/ACP-Therapie)
- Injektion von Hyaluronsäure
- Operative Behandlung als Ultima Ratio
Wie lässt sich einem Innenmeniskusriss vorbeugen?
Einem Innenmeniskusriss lässt sich vorbeugen, indem die Knie bei bestimmten Bewegungen entlastet werden. Lange anhaltende Tätigkeiten auf Knien sind zu vermeiden. Sportlerinnen und Sportler sollten darauf achten, sich vor dem Sport ausreichend aufzuwärmen, damit ihre Bänder und Gelenke elastisch sind und die Belastungen besser umsetzen können. Darüber hinaus gibt es Knieprotektoren, die die Knie polstern und beispielsweise das Risiko von Verletzungen durch Traumata reduzieren.
Durch gezielte Kräftigungs- und Dehnübungen der am Kniegelenk beteiligten Strukturen können Sie außerdem die Stabilität des Gelenkes verbessern und Verletzungen vorbeugen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen. Wir im Orthozentrum Bergstraße beraten Sie gern.
Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
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