Piriformis-Syndrom

Wenn Sitzen, Stehen oder Bewegung zur Belastung werden

Langes Sitzen, dauerhaftes Stehen oder einseitige Bewegungsmuster können bei manchen Menschen zu Schmerzen im unteren Rücken und im Gesäßbereich führen. Häufig wird zunächst an Bandscheibenprobleme gedacht – doch nicht selten liegt die Ursache im Bereich eines kleinen, aber funktionell wichtigen Muskels: dem Musculus piriformis.

Im Orthozentrum Bergstraße verfolgen wir beim Piriformis-Syndrom ein strukturiertes, konservatives Behandlungskonzept. Nach präziser Diagnostik erstellen wir einen individuellen Therapieplan, um Schmerzen zu lindern, die Ursache gezielt zu behandeln und eine Chronifizierung zu vermeiden.

4.9

bei über 270 Bewertungen

Funktionelle Untersuchung inklusive moderner Laufanalyse

Kombination aus Triggerpunktbehandlung, Physiotherapie und ergänzenden Verfahren

Hauseigenes Bewegungslabor

Was ist ein Piriformis-Syndrom?

Wenn der Ischiasnerv im Gesäßbereich gereizt wird

Das Piriformis-Syndrom bezeichnet eine krankhafte Kompression (Quetschung) des Ischiasnervs durch den sogenannten Piriformis-Muskel. Betroffene leiden häufig unter Ischiasschmerzen im Gesäß, obwohl in der Wirbelsäule keine eindeutige Ursache – etwa ein Bandscheibenvorfall – nachweisbar ist.

Im Orthozentrum Bergstraße erfolgt bei entsprechenden Beschwerden eine strukturierte klinische Untersuchung mit differenzialdiagnostischer Abklärung. Ziel ist es, die tatsächliche Schmerzursache präzise zu identifizieren und eine individuell angepasste, konservative Therapie einzuleiten.

Orthozentrum Bergstraße Dres. Baumgärtner, Rüzgar, Gouder, Schwichtenberg & Hr. Wolf

Bei uns sind Sie in guten Händen

Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Piriformis-Syndrom spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin

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Dr. med. Uwe Baumgärtner

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)

Welche Ursachen hat ein Piriformis-Syndrom?

Warum es zur Reizung des Ischiasnervs kommen kann

Das Piriformis-Syndrom entsteht durch eine mechanische Reizung oder Kompression des Ischiasnervs im Bereich des Gesäßes. Unterschiedliche Auslöser können dazu führen, dass der Piriformis-Muskel anschwillt, sich verkürzt oder verhärtet – und dadurch Druck auf den Nerv ausübt.

Schmerzen im Po durch Verletzungen der Muskulatur

Nach einem Auffahrunfall oder einem direkten Schlag im Becken- oder Hüftbereich kann die Gesäßmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei kann es zu Prellungen, Zerrungen oder muskulären Mikroverletzungen kommen.

Durch Schwellung oder Verhärtung der betroffenen Muskulatur kann der Ischiasnerv komprimiert werden. Besonders bei sportlich aktiven Personen sind solche Verletzungsmechanismen nicht selten.

Schmerzen im Po durch langes Sitzen oder Stehen

Personen mit überwiegend sitzender oder stehender Tätigkeit entwickeln ebenfalls häufiger Beschwerden im Bereich des Piriformis-Muskels.

Der Muskel verbindet den Oberschenkel mit dem Kreuzbein. Durch anhaltendes Sitzen befindet er sich dauerhaft in einer angespannten Position. Dies kann zu muskulärer Überlastung, entzündlicher Reizung oder Verkürzung und Verdickung des Muskels führen.

Da der Ischiasnerv unmittelbar unterhalb des Piriformis verläuft, entsteht bei muskulärer Verdickung ein schmerzhafter Druck auf den Nerv.

Schmerzen im Po durch Fehlbelastung und Überlastung

Auch sportliche oder berufliche Überlastung kann ein Piriformis-Syndrom begünstigen. Beispiele sind zu schnelles Anheben schwerer Gegenstände, ruckartige Bewegungen, intensive körperliche Belastung ohne ausreichende Vorbereitung.

Dabei entstehen kleinste muskuläre Mikroverletzungen – vergleichbar mit einem Muskelkater. Die geschädigte Muskulatur reagiert mit Verhärtung und erhöhter Spannung. Der daraus resultierende Druck auf den Ischiasnerv kann dazu führen, dass Schmerzen selbst in Ruhe bestehen bleiben.

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Der Piriformismuskel läuft direkt über dem Ischiasnerv.

Ist der Muskel verspannt und fest, kann er einen negativen komprimierenden Effekt auf den Ischiasnerv haben. Dies führt zu ziehenden Schmerzen in der betroffenen Gesäßhälfte. Mittels der Triggerakupunktur entspannen wir den Piriformismuskel und der Reiz auf den Ischiasnerv geht zurück.

Dr. med. Uwe Baumgärtner

Welche Symptome treten einem Piriformis-Syndrom auf?

Typische Beschwerden bei Reizung des Ischiasnervs

Das Piriformis-Syndrom macht sich durch stechende Schmerzen im Po bemerkbar, die meistens nur eine Gesäßhälfte betreffen. Die Beschwerden treten besonders unter Belastung des Piriformis-Muskels auf – vor allem beim Sitzen.

Viele Betroffene klagen zusätzlich über Schmerzen im unteren Rücken. Andere Patienten verspüren die Beschwerden eher entlang der Rückseite des Oberschenkels und in seltenen Fällen sogar bis in die Füße. Ursache hierfür ist die Reizung des Ischiasnervs im Bereich des Gesäßes.

Im Orthozentrum Bergstraße wird daher besonders auf die Schmerzlokalisation und -ausstrahlung geachtet, um die Ursache präzise einordnen zu können.

Schmerzen im Gesäß beim Sitzen und bei Bewegung

Wenn Patienten unter dem Piriformis-Syndrom leiden, kann die Belastung der Muskulatur – etwa beim Gehen oder Treppensteigen – die Beschwerden verstärken. Für viele Betroffene ist dann nahezu jede Bewegung schmerzhaft.

Darüber hinaus wirken sie beim Gehen und Stehen auf der betroffenen Seite häufig unsicher. Neben den Schmerzen treten oft auch Taubheitsgefühle und Kribbeln in der Körperhälfte auf, in der der Ischiasnerv durch den Piriformis-Muskel eingeengt ist.

Diagnose beim Piriformis-Syndrom

Bei einem Piriformis-Syndrom besteht die Schwierigkeit darin, dass die Symptome für sich genommen nicht eindeutig sind. Das Beschwerdebild kann daher mit anderen Erkrankungen – beispielsweise einem Bandscheibenvorfall – verwechselt werden. Um festzustellen, welche Ursache den Beschwerden zugrunde liegt, erfolgt zunächst eine ausführliche klinische Untersuchung.

Klinische Untersuchung und Funktionstests

Eine zentrale diagnostische Methode ist der Funktionstest der Muskulatur. Dabei werden gezielte Bewegungen durchgeführt, um zu prüfen, ob der Piriformis-Muskel die Schmerzen auslöst. Durch bestimmte Provokationstests kann der behandelnde Orthopäde erkennen, ob eine Reizung des Ischiasnervs im Gesäßbereich wahrscheinlich ist.

Modernes Verfahren: Die Laufanalyse

Zur weiteren Absicherung wird im Orthozentrum Bergstraße zusätzlich eine Laufanalyse eingesetzt, um das Gangbild des Patienten genauer zu untersuchen.

Bei der Laufanalyse geht oder läuft der Patient eine kurze Strecke, während seine Bewegungen von mehreren Kameras aufgezeichnet werden. Anhand der Aufnahmen lässt sich erkennen, ob Fehlbelastungen, Schonhaltungen oder auffällige Bewegungsmuster vorliegen, die eine Reizung des Piriformis begünstigen.

Zusammen mit den klinischen Tests hilft die Laufanalyse dabei, eine Beeinträchtigung des Ischiasnervs durch den Piriformis-Muskel zu diagnostizieren.

Den genauen Ablauf der Laufanalyse im Detail erfahren Sie hier.
Dr. med. Stefan Gouder bei Laufanalyse im Orthozentrum Bergstraße

Bildgebung und Differenzialdiagnose

Da die Symptome denen anderer Erkrankungen ähneln können, ist eine Abgrenzung besonders wichtig.

Ein Piriformis-Syndrom und ein Bandscheibenvorfall weisen ähnliche Beschwerden auf, etwa Rückenschmerzen sowie Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Beinen. Beim Bandscheibenvorfall wird der Nerv jedoch durch eine verschobene Bandscheibe eingeengt. In ausgeprägten Fällen kann es dadurch zu neurologischen Ausfällen kommen.

Ein Bandscheibenvorfall lässt sich in der Regel mittels MRT eindeutig darstellen und entsprechend behandeln.

Ausschluss osteoporotischer Frakturen

Ein weiterer möglicher Grund für Beschwerden im unteren Rücken können osteoporotische (Sinterungs-)Frakturen der Wirbelsäule sein. Diese entstehen infolge einer verminderten Knochendichte, wodurch die Stabilität des Skeletts abnimmt. Ob solche Frakturen vorliegen, lässt sich in der Regel durch eine Röntgenaufnahme klären.

Mehr über unser Fachzentrum für Osteoporose erfahren Sie hier.

Wie wird ein Piriformis-Syndrom behandelt?

Ziel der Behandlung ist es, den Piriformis-Muskel und gegebenenfalls umliegende Muskulatur – beispielsweise die Gluteus-Muskeln – zu entspannen und so den Druck auf den Ischiasnerv zu reduzieren. Voraussetzung hierfür ist eine genaue Identifikation der schmerzhaften Muskelareale.

Hierzu ermittelt der Orthopäde sogenannte Triggerpunkte. Dabei handelt es sich um entzündete oder funktionell beeinträchtigte Bereiche innerhalb der Muskulatur, die bei Druck Schmerzen auslösen.

Effektive Therapie: Triggerpunkt-Akupunktur

Die Triggerpunkte werden durch Abtasten der betroffenen Körperregion, die sogenannte Palpation, lokalisiert. Anschließend kann eine Triggerpunkt-Akupunktur durchgeführt werden.

Dabei werden feine Akupunkturnadeln gezielt in die schmerzhaften Muskelbereiche eingebracht. Die Nadeln können zur Entspannung der Muskulatur beitragen und die Beschwerden lindern. Durch die Behandlung wird die lokale Durchblutung angeregt und die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessert. Zudem werden körpereigene Regenerationsprozesse unterstützt.

Eine Sitzung der Triggerpunkt-Akupunktur dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten. Je nach Ausprägung des Piriformis-Syndroms können mehrere Behandlungstermine sinnvoll sein.

Im Orthozentrum Bergstraße wird die Triggerpunktbehandlung individuell auf die Beschwerdesituation abgestimmt.

Mehr über die Triggerpunkt-Akupunktur erfahren Sie hier.
Triggerpunktakupunktur im Orthozentrum Bergstraße

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen im Gesäß

Neben der Triggerpunkt-Akupunktur kommen auch physiotherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Wärme- oder Kälteanwendungen, die dazu beitragen können, die Muskulatur zu entspannen und ihre Beweglichkeit zu verbessern.

Bei akuten Schmerzen können zudem schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verordnet werden, um eine mögliche Reizung des Piriformis-Muskels zu behandeln.

In vielen Fällen wird eine kombinierte Therapie aus Triggerpunktbehandlung, Physiotherapie und ergänzenden Maßnahmen eingesetzt. Ziel ist es, die muskuläre Spannung nachhaltig zu reduzieren und die normale Funktion wiederherzustellen.

Im Orthozentrum Bergstraße erfolgt die Behandlung stets individuell und orientiert sich an den jeweiligen Beschwerden des Patienten.

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