Schleim­beutel­entzündung der Schulter

Wenn die Polsterung des Schultergelenks versagt


Schleimbeutelentzündungen können grundsätzlich an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten. Neben Schleimbeutelentzündungen in Hüfte, Ellenbogen oder Knie kann auch die Schulter betroffen sein. Da es in der Schulter mehrere Schleimbeutel gibt, ist eine genaue Diagnose ratsam.

Was eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter ist, wie sie entsteht, wie sie behandelt werden kann und wieso sich für die Diagnose ein offenes MRT eignet, erfahren Sie in diesem Artikel. Das Orthozentrum Bergstraße bietet Ihnen ein optimales Konzept, um Ihre Beschwerden schon bald in den Griff zu bekommen.

Wir sind auf die Behandlung von Schleim­beutel­entzündung der Schulter spezialisiert


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Porträt von Philipp Wolf

Philipp Wolf


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur (A-und B-Diplom)

Was ist eine Schleim­beutel­entzündung?


Die Schleimbeutelentzündung wird in der medizinischen Fachsprache „Bursitis“ genannt. Dieser Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für Beutel „Bursa“ ab. Diese Beutel sind im menschlichen Körper natürlicherweise mit einer Flüssigkeit gefüllt, damit Stellen, die einer großen Belastung ausgesetzt sind, eine Art Polsterung erhalten. Typische Stellen, die für eine solche Belastung gewappnet sein müssen, sind Gelenke.

Schleimbeutelentzünding Schulter

Bei Überlastung des Schultergelenks


Wird das Gelenk jedoch überlastet und es kommt zu einer Entzündung, so füllen sich die Schleimbeutel mit zusätzlicher Flüssigkeit, was zu einer Zunahme des Volumens und somit zur Verdrängung von umliegendem Gewebe führt. Dieser Vorgang verursacht starke Schmerzen und verhindert eine normale Bewegung des entsprechenden Körperteils. In der Schulter gibt es einige Schleimbeutel, die sich entzünden können. Die beiden häufigsten Schleimbeutelentzündungen in der Schulter sind die Bursitis subacromialis und die Bursitis subdeltoidea. Diese werden meist durch zu starke Beanspruchung ausgelöst.

Bursitis subacromialis


Der Name vieler anatomischer Strukturen beschreibt deren Lage im Körper. Das Acromion ist ein knöcherner Teil des Schulterblatts, der zusammen mit anderen Strukturen das sog. Schulterdach bildet. Die Vorsilbe „sub“ bedeutet „unter“. Somit lässt sich aus dem Namen ableiten, dass sich der entzündete Schleimbeutel bei der Bursitis subacromialis unter dem Schulterdach befindet.

Bei jedem Heben des Arms verhindert dieser Schleimbeutel, dass der Oberarmknochen direkt auf die knöchernen Anteile des Schulterdachs trifft. Ist er von einer Entzündung betroffen, so lösen vor allem Tätigkeiten, bei denen sich die Arme über dem Kopf befinden, starke Schmerzen aus.

Bursitis subdeltoidea


Der Deltoideus-Muskel ist der Muskel, den Sie beim Tasten von außen auf die Schulter spüren können. Der bei der Bursitis subdeltoidea betroffene Schleimbeutel befindet sich unter diesem Muskel.

Ähnlich wie der Schleimbeutel unter dem Schulterdach ist auch dieser vor allem dann beansprucht, wenn sich die Arme über Kopfhöhe befinden.


Wie kommt es zu einer Schleim­beutel­entzündung?


Die Ursachen einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter sind vielfältig. Wie bereits erwähnt, begünstigt vor allem die chronische Belastung des Gelenkes eine Bursitis. Diese Belastung kann zum Beispiel durch berufliche Tätigkeiten im handwerklichen Bereich oder auch durch sportliche Aktivität wie Klettern, Handballspielen oder Badminton ausgeübt werden.

Da sich die Gelenke mit der Zeit abnutzen und sich die Belastung addiert, ist auch das Altern eine wichtige Ursache für Bursitiden. Neben einer zu hohen Belastung kommen auch eine akute Verletzung (traumatische Bursitis), bakterielle bzw. virale Infektionen (septische Bursitis) oder rheumatische Entzündungen als Grund für die Erkrankung infrage.

Ursachen zusammengefasst


  • Chronische, mechanische Überlastung
  • Altern
  • Bakterielle und virale Infektionen
  • Akute Verletzungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Vorangegangene Erkrankungen (z.B. Schulterimpingement)

Symptome der Schleim­beutel­entzündung der Schulter


Das Leitsymptom einer Bursitis in der Schulter sind vor allem Schmerzen (lat. dolor), die sich aus einem anfänglichen Reibungsgefühl entwickeln. Je nach Ursache können außerdem andere Anzeichen einer Entzündung auftreten.

Zusammenfassung der häufigsten Symptome einer Bursitis in der Schulter:


  • Rötungen (lat. rubor)
  • Überwärmung (lat. calor)
  • Schwellung (lat. tumor)
  • Eingeschränkte Funktion (lat. functio laesa)

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Rötung bei Schleimbeutelentzündung Schulter

Meist wird von Betroffenen ein lokal begrenzter Schmerz beschrieben, allerdings kann dieser auch bei tieferliegenden Entzündungen diffus ausstrahlen. Hinzu kommt, dass auch in Ruhe Schmerzen auftreten. Diese nehmen jedoch bei Bewegung der Schulter massiv zu. Die durch die Entzündung verursachte Rötung muss nicht immer auf der Haut zu sehen sein. Die Schwellung des Schultergelenks ist vor allem bei einer chronischen Bursitis das Kardinalsymptom.


Wie wird die Diagnose Schleimbeutelentzündung gestellt?


Es gibt verschiedene Herangehensweisen, um die passende Diagnose bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter zu stellen. Initial erfolgt die Anamnese und die klinische Untersuchung, d.h. die körperliche Untersuchung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt. Diese lässt zwar oft den Verdacht einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter zu, jedoch bedarf es meist auch eines bildgebenden Verfahrens, um die Diagnose abzusichern.

Offenes MRT zur Diagnose einer Schleim­beutel­entzündung der Schulter


Hierzu eignet sich vor allem die Untersuchung mithilfe der Magnetresonanztomografie, kurz MRT. Durch die Magnetresonanztomografie lassen sich Weichteile darstellen, die für eine gesicherte Diagnose beurteilt werden müssen. Sie ist genauer als die Untersuchung mit einem Ultraschallgerät und bietet durch die Darstellung der Weichteile einen wichtigen Vorteil gegenüber der Röntgenuntersuchung.

Beim Röntgen können lediglich knöcherne Beteiligungen bzw. Begleitverletzung sichtbar gemacht werden. Des Weiteren verursacht die Magnetresonanztomografie keine Strahlenbelastung, da sie nicht mit ionisierender Strahlung, sondern mit einem Magnetfeld arbeitet.

Häufig besteht beim MRT das Problem, dass es von vielen Menschen als beklemmend empfunden wird, da das klassische MRT-Gerät eine geschlossene, enge Röhre ist. Abhilfe schafft hier ein sog. offenes MRT, das dem Patienten oder der Patientin mehr Platz bietet.

Das offene MRT ermöglicht so eine ruhigere Untersuchung, da Patient/-innen weniger nervös sind. Somit eignet sich das offene MRT ebenfalls für Menschen mit Neigung zur Klaustrophobie. Im klinischen Alltag bietet das offene MRT ebenfalls den Vorteil, dass es zeitgleiche Interventionen und Bildgebung ermöglicht.

In unserer Praxis verfügen wir über ein solch ein offenes MRT und können die Untersuchung jederzeit während unserer Sprechstunde durchführen.

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Diagnosemethoden zusammengefasst:


  • Anamnese
  • Klinisch-körperliche Untersuchung
  • Ultraschall
  • Offenes MRT
  • Röntgenuntersuchung zum Ausschluss der Beteiligung von knöchernen Strukturen
  • Laboruntersuchung von Blut und Gelenkflüssigkeit

Wichtige Differenzialdiagnosen:


Die Symptome einer Schleimbeutelentzündung lassen sich nicht immer klar dieser Erkrankung zuweisen. Als mögliche Differenzialdiagnosen kommen etwa eine Schulterarthrose, eine Kalkschulter oder ein Schulterimpingement (Einklemmung von Strukturen in der Schulter) infrage. Aufgrund der Vielzahl an Differenzialdiagnosen ist die Kombination aus klinischer Untersuchung und offenem MRT besonders gut geeignet, um auch die richtige Behandlung der Beschwerden einzuleiten.


Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?


Ebenso vielfältig wie die Ursache der Bursitis in der Schulter sind auch die Therapiemöglichkeiten. Bei der häufigsten Ursache der Entzündung, also der Überbelastung, ist die Ruhigstellung des Gelenkes unumgänglich. Zur Behandlung der Entzündungsprozesse werden außerdem im akuten Stadium kühlende Umschläge und entzündungshemmende Medikamente verwendet. Im weiteren Verlauf muss das Gelenk geschont werden und es bedarf der Therapie mit physiotherapeutischen Übungen, die Ihnen durch die behandelnde Orthopädin oder den behandelnden Orthopäden bzw. Physiotherapeut/-in erklärt werden.

Anamnesegespräch bei Schleimbeutelentzündung der Schulter

Unterschiedliche Therapie je nach Ursache


Sollten diese Maßnahmen jedoch nicht wirken, muss ggf. Kortison durch Infiltration (Einbringen eines Medikamentes über Injektion) direkt in das betroffene Gewebe verabreicht werden. Wurde die Bursitis durch eine bakterielle Infektion ausgelöst, so ist eine Antibiotikatherapie das erste Mittel der Wahl.

Bei rheumatisch bedingter Schleimbeutelentzündung muss zunächst die eigentliche Krankheit behandelt werden, da in diesem Fall die Bursitis eine Begleiterkrankung darstellt. Auch Verfahren wie Stoßwellentherapie oder Punktion des Schleimbeutels können in Erwägung gezogen werden. Die operative Entfernung des entzündeten Beutels (Bursektomie) wird hingegen nur bei therapieresistenten Fällen als Ultima Ratio angewandt.

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Wie lässt sich einer Schleim­beutel­entzündung in der Schulter vorbeugen?


Zur Vorbeugung einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter muss vor allem darauf geachtet werden, das Gelenk nicht dauerhaft zu überlasten. Bei starker Beanspruchung im Beruf oder beim Sport sollte auf regelmäßige Pausen Wert gelegt werden, damit sich das Gelenk immer wieder etwas erholen kann. Auch kräftigende Übungen für die Muskulatur der Schulter erweisen sich als effektive Maßnahmen zur Prävention einer Schleimbeutelentzündung.

Welche Übungen passend sind und worauf Sie noch achten können, erfahren Sie im Orthozentrum Bergstraße, wir beraten Sie gerne!


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