Gesäßschmerzen

Ein schmerzendes Gesäß kann jede Bewegung zur Qual werden lassen


Anders als von vielen Menschen angenommen, sind Gesäßschmerzen nicht einfach nur ein Wehwehchen, das unbehandelt von selbst wieder verschwindet. Für Betroffene sind Po-Schmerzen eine große Belastung, die sogar dazu führen kann, dass das einfache Sitzen auf einem Stuhl zur Qual wird. Die gute Nachricht ist, dass Sie diesem Problem nicht hilflos gegenüberstehen und einiges tun können, um wieder im Alltag durchstarten zu können.

Zunächst ist es aber wichtig, die Ursachen für die Gesäßschmerzen herauszufinden. Wir informieren Sie in diesem Artikel, welche dies sein können, wie die Diagnose abläuft und was man dann gegen die Sitzbeinschmerzen tun kann. Das Orthozentrum Bergstraße bietet Ihnen ein Rundumpaket aus Diagnose, Therapie und Prävention, sodass Sie Ihre Schmerzen schon bald nicht mehr stoppen.

Wir sind auf die Behandlung von Gesäßschmerzen spezialisiert

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Unsere Experten


Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die am Sitzbein auftreten können, weiterzuhelfen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie herzustellen.

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Porträt von Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Notfallmedizin

Was sind Gesäßschmerzen genau?

Die Gesäßregion wird im medizinischen Sprachgebrauch Regio glutealis genannt und beinhaltet einen vielteiligen Komplex aus Knochen, Nervenbahnen, Muskulatur, Faszien und anderen Strukturen. Zu den wichtigsten Knochen gehören die Beckenschaufeln. Hieran sind viele große Muskeln befestigt. 

Die bekannteste Muskelgruppe: Glutealmuskulatur


Die wahrscheinlich bekannteste Muskelgruppe ist dabei die Glutealmuskulatur, die aus insgesamt drei unterschiedlich großen Muskeln besteht, die über- bzw. nebeneinander angeordnet sind. Die Gesäßregion ist für viele Bewegungsabläufe, sowohl das Laufen als auch das Stehen, sehr wichtig.

Da so viele anatomische Bestandteile Teil der Gesäßregion sind, kann es auch einige Auslöser für Poschmerzen geben. Im folgenden Abschnitt finden Sie eine Beschreibung, welche der Anteile der Gesäßregion typisch für die Entstehung von schmerzenden Pobacken sind.

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Welche Ursachen haben Gesäßschmerzen?

Die häufigste Ursache von Gesäßschmerzen ist eine dauerhafte Fehlbelastung der unteren Rumpfmuskulatur. In der heutigen Gesellschaft ist es nicht unüblich, dass wir den Großteil unserer Zeit im Sitzen verbringen. Man kommt fast überall mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus hin. Viele Menschen haben einen Beruf, den Sie im Sitzen ausüben können und auch zuhause wird viel Zeit beim Faulenzen auf dem Sofa verbracht. Dieser Bewegungsmangel ist nicht nur für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes mit verantwortlich, sondern schädigt auf Dauer auch unseren Bewegungsapparat. 

Falsches Sitzen führt zu Gesäßschmerzen


Neben der Tatsache, dass viele Menschen zu viel sitzen, kommt auch noch das Problem hinzu, dass sie falsch sitzen. Häufig befinden sich die Arme und Hände vor dem Körper, was dazu verleitet, eine nach vorne gekrümmte Haltung einzunehmen. Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall, so verkürzen sich Brust- und Bauchmuskulatur.

Dass ein Muskel sich verkürzt bedeutet im Grund nichts anderes als dass er sich anspannt. Verlassen wir dann die sitzende Position und wollen den gesamten Körper in die Aufrechte bringen, so wirken die verkürzten Muskeln dem Strecken entgegen. Die Gegenspieler der verkürzten Bauchmuskeln sind die Muskeln des unteren Rückens und des Gesäßes. Diese müssen extreme Arbeit leisten, um die Fehlhaltung auszugleichen. Das Resultat äußert sich häufig in Gesäßschmerzen.

Piriformis-Syndrom als Schmerzauslöser


Eine andere muskuläre Ursache für schmerzende Pobacken kann auch das sogenannte Piriformis-Syndrom sein. Der Musculus piriformis ist ein Muskel, der das Sitzbein mit dem Oberschenkelknochen verbindet und in unmittelbarer Nähe zu einem großen Nerven liegt, den er komprimieren kann und so Schmerzen auslöst. Mehr Informationen zum Piriformis-Syndrom und zu anderen nervlichen Auslösern von Gesäßschmerzen (z.B. Ischiasbeschwerden) finden Sie auf unserer Website.

Weitere Ursachen für Gesäßschmerzen können Fehlstellungen oder Fehlbildungen der knöchernen Strukturen im Gesäßbereich sein. Dazu zählen vor allem das Becken sowie Sitz- und Steißbein. Aber auch akute Verletzungen wie Muskelfaserrisse oder Blutergüsse können die Sitzbeinschmerzen auslösen. Poschmerzen sind nicht immer als primäre Erkrankung zu bezeichnen, sondern sie können auch als Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung auftreten. Ein typisches Beispiel sind entzündlich rheumatische Erkrankungen wie der Morbus Bechterew.

Ursachen für Gesäßschmerzen zusammengefasst:


  • Dauerhafte Fehlhaltung
  • Dauerhafte Überlastung von Muskeln der Gesäßregion
  • Einklemmen von Nerven der Gesäßregion
  • Knöcherne Fehlstellungen / Fehlbildungen
  • Akute Traumata durch Sport- oder Arbeitsunfälle
  • Systemische Grunderkrankung (z.B. Rheuma)

Welche Symptome sind mit Gesäßschmerzen verbunden?

Der Begriff Gesäßschmerzen beschreibt nur begrenzt, welche Symptome in diesem Zusammenhang auftreten können. Zwar konzentriert sich der stärkste Schmerz auf die Region der Pobacken, doch kann es auch sein, dass der Schmerz vom unteren Rücken in die Gesäßregion einstrahlt. 

Wo liegt der Schmerz?


Außerdem können die Schmerzen auch in weiter unten liegende Regionen ausstrahlen, so zum Beispiel in Oberschenkel oder Knie. Bei den Gesäßschmerzen müssen nicht immer beide Seiten gleichzeitig auch gleichermaßen betroffen sein. Ob die Schmerzen beidseitig oder einseitig auftreten, ist ein wichtiger Hinweis darauf, ob eine grundsätzliche Fehlbelastung besteht und kann den Diagnoseprozess vereinfachen. Achten Sie also genau darauf, ob die Schmerzen beidseitig gleich stark ausgeprägt sind oder nicht.

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Wie kann man die Ursachen von Gesäßschmerzen diagnostizieren?

Aufgrund der vielfältigen Ursachen für Gesäßschmerzen gestaltet sich die Diagnose nicht immer einfach. Sehr wichtig für die beschleunigte Diagnosestellung und damit auch für die Einleitung einer passenden Behandlung ist das Anamnesegespräch mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt. Bei dem Gespräch können Sie einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Schmerzen leisten, indem Sie versuchen, möglichst genau darauf zu achten, wann und wo genau die Schmerzen auftreten.

Die Schmerzqualität gibt Aufschlüsse über die Ursache


Auch die Schmerzqualität (also beispielsweise „ziehend“, „stechend“ oder „pulsierend“) kann bereits erste Aufschlüsse über die Ursache der Poschmerzen liefern. Die klinisch-körperliche Untersuchung stellt die Fortsetzung des Gespräches dar und schränkt die Ursachen für die Gesäßschmerzen immer weiter ein. Die Diagnosestellung unterstützen außerdem bildgebende Verfahren, die jeweils andere Teile der Gesäßregion darstellen können. Das Röntgen wird zur Darstellung von Knochen, MRT und Ultraschall für die Beurteilung von Weichteilen eingesetzt. Ob ein bildgebendes Verfahren in Ihrem Fall nötig ist und welches dann gewählt wird, klärt sich im weiteren Verlauf des Gespräches.

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Wie lassen sich Gesäßschmerzen behandeln?

Wie man das Problem der Gesäßschmerzen in den Griff bekommt, hängt ganz davon ab, welche Ursache besteht. Da die Schmerzen in den Pobacken meistens durch verkürzte Muskeln entstehen, kann man durch gezielte physiotherapeutische Übungen daran arbeiten, die betroffenen Muskeln und die sie umgebenden Faszien zu lockern und wieder zu dehnen. Durch die verminderte Zugspannung müssen auch die muskulären Gegenspieler weniger arbeiten und das harmonische Gleichgewicht der Muskelgruppen zueinander kann wieder hergestellt werden.

In akuten Fällen, wenn die Schmerzen im Gesäßbereich so stark sein sollten, dass Sie nicht mehr ohne Qual gehen oder sitzen können, werden auch schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Bei Bedarf werden diese manchmal auch direkt in die schmerzende Region injiziert. Des Weiteren gibt es alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Massagen, warme und kalte Kompressen oder Stoßwellentherapie, die je nach Ursache und Schweregrad der Schmerzen angewandt werden können. Besteht die Ursache für die Schmerzen in einer anderen systemischen Erkrankung, so muss diese behandelt werden, um die Gesäßschmerzen auch langfristig in den Griff zu bekommen.

Wie kann man Gesäßschmerzen vorbeugen?

Maßnahmen zur Prävention von Gesäßschmerzen:


Da der häufigste Grund für Gesäßschmerzen ein Bewegungsmangel und eine schädliche Fehlhaltung ist, kann man ihnen durch ausreichend Bewegung effektiv vorbeugen. Sollte es Ihnen jedoch einmal nicht möglich sein, einen längeren Spaziergang zu machen oder sich anderweitig länger sportlich zu betätigen, so gibt es auch einfache Dehn- und Kräftigungsübungen, die sich jeden Tag machen können, damit die Poschmerzen sich bei ersten Anzeichen nicht unnötigerweise verschlimmern. Im Orthozentrum Bergstraße beraten wir Sie gerne, was Sie an Übungen selbst einfach zu Hause machen können.

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