ISG Blockade

Wenn der Rücken plötzlich schmerzt


Bei Schmerzen im unteren Rücken wird oftmals direkt an einen Bandscheibenvorfall gedacht, jedoch sind die Schmerzen häufiger einer Blockade des ISG geschuldet. Das Iliosakralgelenk, kurz ISG, spielt im Lendenwirbelbereich eine wichtige Rolle und kann durch akute oder dauerhafte Fehlbelastungen zu großen Schmerzen führen. Beispielsweise aufgrund der ähnlichen Symptomatik zu einem Bandscheibenvorfall, ist eine gute Diagnostik notwendig, um die Erkrankung zielgerichtet und erfolgreich zu behandeln.

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Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur (A-und B-Diplom)

Porträt von Philipp Wolf

Philipp Wolf


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Das Iliosakralgelenk: Ein Gelenk mit eingeschränkter Beweglichkeit


Das Wort Iliosakralgelenk setzt sich aus den beiden beteiligten Knochenstrukturen zusammen. Der lateinische Begriff „Ilio“ steht für das Os Ilium, das Darmbein, und „Sakral“ für das Os sacrum, das Kreuzbein. Daher wird im Deutschen auch der Begriff Kreuz-Darmbein-Gelenk verwendet. Das ISG stellt die gelenkige Verbindung zwischen Wirbelsäule und Hüfte dar und wird durch Bänder und Muskeln gehalten. Durch diese straffen Strukturen ist die Beweglichkeit in der sogenannten Amphiarthrose stark eingeschränkt. Diese beschränken sich im Wesentlichen auf Nutations- und Kontranutation-Bewegungen, das heißt kleine „Nick-Bewegungen” nach vorne und hinten beim Beckenkippen.

Aufgrund seiner Anatomie und Lage im Körper ist die stabilisierende Funktion des ISG bei Kraftübertragungen von großer Bedeutung. Beim Heben und Tragen leitet das Iliosakralgelenk das Gewicht vom Oberkörper in die Beine weiter und Stöße von den Beinen werden im ISG abgefedert. Es fungiert sozusagen als Stoßdämpfer. Damit es diese stabilisierende Funktion gut ausüben kann, ist die geringe Beweglichkeit durch die straffen Bandstrukturen und eine Sicherung durch den Beckenring wichtig.

Darstellung von der Hüfte

Was ist eine ISG Blockade?


Bei der ISG Blockade, oder auch Hüftblockade genannt, verkanten oder verschieben sich die Gelenkflächen des ISG und blockieren, was die Schmerzen auslöst und zu Entzündungen führen kann. Die Muskeln, um das Gelenk herum, verhärten und können auf die Nerven drücken, was zu weiteren (auch ausstrahlenden) Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.

Dauerhafte Fehlbelastungen und -stellungen können auch zu einer Arthrose in dem Gelenk führen. Dies ist insbesondere bei älteren Patienten der Fall.


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Ursachen der ISG Blockade


Die Ursachen der Beschwerden im Iliosakralgelenk können sehr verschieden sein. In den meisten Fällen sind Fehl- oder Überbelastungen, Dysbalancen, Schwangerschaft und andere Krankheiten oder Operationen als Ursachen zu nennen.

Fehlbelastung


Durch Fehl- oder Überbelastungen, wie beim Tragen zu schwerer Lasten, Übergewicht, falsche Sitzhaltungen und Bewegungsmangel können die zahlreichen Bandstrukturen des Darm- oder Kreuzbeins vermehrt belastet werden. Diese Zunahme der Spannung kann zu Störungen der Bewegungen im Iliosakralgelenk bis hin zu Blockierungen führen. Auch durch Übergewicht begünstigt eine ISG Blockade.


Dysbalancen


Dysbalancen entstehen beispielsweise beim Bestehen einer Beinlängendifferenz, Fehlstellung der Wirbelsäule oder beim intensiven Ausüben einer sehr einseitigen Sportart. Diese einseitigen oder asymmetrischen Belastungen sowohl der Wirbelsäule als auch der Beine wirken ebenso asymmetrisch auf das ISG und können langfristig und bei zu hohen Belastungen zu Blockaden führen.


Instabilität


Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft führt zu einem Lockern der Bänder. Kommen dann noch die großen Belastungen auf das Becken hinzu, können schwaches Bindegewebe und zu lockere Bandstrukturen Beschwerden im ISG begünstigen.



Erkrankung


Auch Krankheiten, wie Hüfterkrankungen und Infektion, Operationen am Bewegungsapparat oder Traumata, wie Stürze und Schläge oder arthritische sowie arthrotische Veränderungen können Ursachen von ISG Blockaden sein.



Symptome der ISG Blockade


ISG Blockade - Symptome für eine Blockade des Iliosakralgelebnks

Typische Symptome bei einer ISG Blockade sind ziehende Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks, des Kreuzbeins oder im Gesäß. Möglicherweise strahlen die Schmerzen auch bis in den Oberschenkel aus. Die Schmerzen können sich beispielsweise durch nach vorne beugen oder das Beine im Sitzen übereinanderschlagen verstärken und aber auch schon beim Verändern der Sitz- oder Liegeposition auftreten. Zudem kann die Blockade zu einer Bewegungseinschränkung im Lendenwirbelbereich führen.

Die häufigsten Symptome sind:


  • Schmerzen im unteren Rücken, Gesäß, der Leiste und / oder Oberschenkel
  • Kribbeln in den unteren Extremitäten
  • Stärkere Schmerzen nach langem Sitzen
  • Verstärkung der Schmerzen bei Bewegungen, wie dem Anheben des Beines oder Drehen des Rumpfes

  • Bewegungseinschränkungen im Hüftbereich


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MRT und Wirbelsäulenvermessung: Zwei Methoden für eine sichere Diagnose


Die Diagnose der ISG Blockade wird unter anderem durch Befragung und körperliche Untersuchung des Betroffenen durch den Arzt, Funktions- und Provokationstests, Differenzialdiagnostik (den Ausschluss anderer Krankheiten, wie beispielsweise einem Bandscheibenvorfall), 3D / 4D Wirbelsäulenvermessung und MRT oder CT gestellt.

Funktions- und Provokationstests


Bei der Durchführung von Funktions- und Provokationstests wird das Gelenk unter anderem in verschiedenen Positionen bewegt, um so die Empfindlichkeit des Iliosakralgelenks festzustellen. Diese Tests liefern erste Hinweise auf die Blockade. Für eine Sicherung der Diagnose werden jedoch weitere Verfahren, wie die Wirbelsäulenvermessung oder bildgebende Verfahren benötigt.


Magnetresonanztomographie (MRT)


Diagnostik mittels der Bildgebung findet durch die MRT oder die Computertomographie (CT) statt. Da die Ursache der Beschwerden sich nicht ausschließlich auf das Iliosakralgelenk beziehen müssen, sondern auch auf andere Krankheiten zurückführen können, ist diese Untersuchung wichtig, um beispielsweise einen Bandscheibenvorfall oder Arthrose ausschließen zu können.
Auch mit dem Röntgen kann die Diagnose sichern, jedoch bieten MRT und CT den Vorteil, dass sie vollständig ohne Strahlenbelastung auskommen, weshalb sie beispielsweise für Schwangere gut geeignet sind.

3D / 4D Wirbelsäulenvermessung


Die Wirbelsäulenvermessung wird häufig zum Diagnostizieren von anatomischen Veränderungen im Bereich des Rückens und des Beckens eingesetzt. Dabei wird die Wirbelsäule mithilfe von Lichtprojektion vermessen. Vereinfacht wird hierbei durch ein lichtoptisches System ein Linienraster auf den Rücken projiziert.

Eine Kamera zeichnet dieses Raster auf und mithilfe einer Software werden die vorhandenen Linienkrümmungen genau analysiert. Ein räumliches Abbild und individuelles Modell des Rückens und der Wirbelsäule wird anschließend für eine genaue Diagnose genutzt. So kommt es berührungsfrei und schonend ganz ohne Strahlung aus, weshalb es auch ideal für Schwangere, Kinder und Jugendliche geeignet ist.

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Eine erfolgreiche Behandlung mit konservativen Therapien


Die Therapie der ISG Blockade kann sowohl operativ als auch konservativ erfolgen. In den meisten Fällen ist jedoch eine konservative Therapie bei der Behandlung einer ISG Blockade wirksam, weshalb eine operative Therapie zunächst nicht in Betracht gezogen werden sollte. Diese beinhalten insbesondere Schmerztabletten, Physiotherapie und Krankengymnastik und die Triggerpunkt Akupunktur. Sollten diese Methoden nicht anschlagen, erfolgt in der Regel im nächsten Schritt die Behandlung mit Injektionen. Der Schweregrad der Erkrankung bestimmt die Therapiemaßnahmen. So kann beispielsweise eine erstmalig aufgetretene, akute ISG Blockade in manchen Fällen von alleine wieder lösen, wohingegen die Therapie einer chronischen Blockade langwierig ist.

Triggerpunkt Akupunktur


Akupunktur gehört zu den ältesten Heilkünsten der Welt und kommt aus der Traditionell Chinesischen Medizin, kurz TCM. Auch in der westlichen Welt ist sie mittlerweile eine anerkannte Therapiemethode für zahlreiche akute und chronische Erkrankungen. Die Behandlung der Hüftblockade mit der Triggerpunkt Akupunktur wird häufig bei leichten, aber chronischen Beschwerden angewendet.

Triggerpunkte sind kleine verkrampfte oder entzündete Stellen in Muskeln, die Schmerzen auch in anderen Körperregionen auslösen. Diese Punkte werden mithilfe von kleinen Nadeln, die an die entsprechenden Körperstellen platziert werden, behandelt und so sollen sich die Blockaden entspannen und lösen. Je chronischer die Schmerzen sind, desto länger dauert die Therapie bis zum gewünschten Ergebnis.

Außerdem hängt die Länge der Behandlung von den Ursachen ab. So kann eine Hüftblockade, die durch ein akutes Trauma aufgetreten ist, innerhalb weniger Sitzungen gelöst werden. Insbesondere Blockaden durch Fehlhaltungen benötigen eine längere und intensivere Therapie.

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Hyaluronsäure Injektionen


Injektionen mit Hyaluronsäure dienen sowohl der Schmerzlinderung als auch der Verbesserung der Symptome. In der Regel wird zunächst versucht, die Beschwerden mit Physiotherapie oder Akupunktur zu In schlimmeren Fällen können die Schmerzen mithilfe von Injektionen, wie mit Hyaluronsäure gelindert werden.

Hyaluronsäure wirkt als Schmiermittel und bewirkt ein besseres Gleiten in der Gelenkfläche. Die Injektion wird dafür direkt in das Gelenk gespritzt. In der Regel sind mehrere Injektionen erforderlich, um das gewünschte Ergebnis und eine langanhaltende Verbesserung zu erzielen.

Die Blockade nur lokal behandeln?


Aufgrund der sehr zentralen Lage im Körper, ist das ISG bei nahezu allen Störungen in der Wirbelsäule beteiligt, auch wenn die Ursache oftmals weit davon entfernt liegt. Daher macht eine isolierte Behandlung des ISG nur kurzfristig Sinn, um akute Beschwerden zu lindern und die schmerzhafte Blockade zu lösen. Für dauerhafte Erfolge ist es wichtig, die Ursache der ISG Blockade zu behandeln.


Was hilft außerdem?


Der Patient selbst kann ebenfalls einiges unternehmen, um die Symptome zu lindern. Durch Wärmeanwendung, wie mit einer Wärmflasche, im betroffenen Bereich wird die Durchblutung angeregt und die Muskulatur entspannt sich. Auch Bewegung und Mobilisation kann helfen, die Blockade zu lösen. Im Bett liegen und sich schonen kann die Beschwerden gegebenenfalls noch verschlimmern.


Der ISG Blockade vorbeugen


Um einer ISG Blockade vorzubeugen gibt es einige Möglichkeiten, die im alltäglichen Leben beachtet werden können:

  • Die Zeit im Sitzen reduzieren und spätestens nach 30 Minuten im Sitzen kurz aufstehen

  • Mehr Bewegung in den Alltag integrieren (zum Beispiel Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto)

  • Regelmäßiges Becken- und Rumpfmuskeltraining für die Stabilisierung

  • Dehnung und Mobilisation des Körpers (insbesondere im Bereich der Hüfte und des Rückens)

  • Ein gesundes Körpergewicht halten, um unnötige Lasten auf das Iliosakralgelenk zu vermeiden

  • Einseitige Arbeiten und Freizeitbeschäftigungen vermeiden
Prävention bei einer ISG Blockade

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