Sehnen­ent­zün­dung im Hand­gelenk

Wenn Überlastung Schmerzen auslöst und Bewegungen schwerfallen

Wir beanspruchen unsere Sehnen den ganzen Tag bei nahezu jeder Bewegung. Trotzdem nehmen wir sie meist erst wahr, wenn Beschwerden auftreten: Monotone Bewegungen und Überlastung können zu einer Sehnenentzündung am Handgelenk (Tendinitis im Handgelenk) führen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch dazu führen, dass bestimmte Bewegungen nicht mehr richtig ausgeführt werden können.

Im Orthozentrum Bergstraße legen wir Wert auf eine präzise Diagnostik und eine individuell abgestimmte, überwiegend konservative Behandlung, um Schmerzen zu lindern und einen chronischen Verlauf zu vermeiden. Da im Bereich des Handgelenks häufig auch die Sehnenscheide betroffen sein kann, ordnen wir die Beschwerden gezielt ein und berücksichtigen beides in der Diagnostik und Therapie.

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Offenes MRT

Fachzentrum für Osteoporose

ACP-/PRP-Therapie

Bewegungslabor

Sehnenentzündung im Handgelenk

Einordnung bei Handgelenksschmerzen

Die Sehnenentzündung im Handgelenk ist zwar seltener als Sehnenentzündungen im Ellbogen- oder Schultergelenk. Dennoch haben 2 bis 3 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens mit einer Entzündung der Sehnen oder der Sehnenscheiden zu kämpfen. Die Erkrankung tritt überwiegend in mittlerem oder höherem Alter auf, oft sind Bürotätigkeiten ein Auslöser. Durch das ständige Tippen auf dem Smartphone sind aber auch Jüngere immer häufiger betroffen.

Lesen Sie hier nach, woran man eine Sehnenentzündung am Handgelenk erkennt, was die Ursachen sein können und was man präventiv dagegen tun kann. Erfahren Sie außerdem, was es mit unserer bewährten PRP-Therapie auf sich hat.

Orthozentrum Bergstraße Dres. Baumgärtner, Rüzgar, Gouder, Schwichtenberg & Hr. Wolf

Bei uns sind Sie in guten Händen

Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Sehnenentzündung im Handgelenk spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

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Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

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Dr. med. Uwe Baumgärtner

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)

Was ist eine Sehnenentzündung am Handgelenk?

Die Sehnenentzündung am Handgelenk beschreibt die Entzündung der Muskelsehnen im Handgelenk. Diese Sehnen brauchen wir zum Strecken und Beugen unserer Finger, also um Dinge zu greifen, aber auch bei der Arbeit am Computer, zum Tragen von schweren Dingen oder bei der Gartenarbeit.

Häufige Begleiterscheinung: Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk

Damit einher geht oft die Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk (Tendovaginitis). Diese bezeichnet die Entzündung der Sehnenscheide, die die Sehne umhüllt und sie so normalerweise vor Reibung schützt. In der Synovialflüssigkeit, die sich in der Sehnenscheide befindet, kann die Sehne einfach hin und her gleiten. Eine Schwellung der Sehne verhindert das und führt gleichzeitig zur Reizung der Sehnenscheide, die dann in einer schmerzhaften Entzündung resultiert.

Es können sich sogar kleine Knötchen in der Sehne bilden. Da damit ein reibungsloses Gleiten der Sehne unmöglich ist, wird das auch als „Schnappfinger“ (Tendovaginitis stenosans) bezeichnet. Der Daumen ist am häufigsten davon betroffen.

Wie kommt es zu einer Sehnenentzündung am Handgelenk?

Mechanische Überlastung: häufigste Ursache der Sehnenentzündung am Handgelenk

Die häufigste Ursache für eine Sehnenentzündung am Handgelenk ist eine mechanische Überlastung. Gleichförmige, sich ständig wiederholende Bewegungen begünstigen das Auftreten einer Entzündung, da die Sehne gereizt wird und sich daraufhin entzündet. Die begleitende Schwellung führt zum Reiben an den Sehnenscheiden. Deshalb tritt eine Entzündung der Sehnen am Handgelenk häufig zusammen mit einer Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk auf.

Bewegungsschmerzen durch eingeschränkte Gleitfähigkeit

Kann die Sehne nicht mehr reibungslos gleiten, führt das zu Schmerzen bei Bewegung und einem anhaltenden Entzündungsreiz. Im schlimmsten Fall kommt es langfristig zu einer Vermehrung des umliegenden Bindegewebes und damit einer Verklebung der Sehnen. Das schränkt die Gleitfähigkeit der Sehne weiter ein und kann zu dauerhaften Schmerzen führen.

Typische Auslöser einer Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk

Typische Auslöser sind die Bedienung der Computermaus oder der Tastatur, intensives Üben mit Musikinstrumenten, Gartenarbeit oder auch verschiedene Sportarten wie Klettern, Rudern oder Tischtennis.

Weitere Ursachen einer Tendinitis im Handgelenk

Eine Entzündung kann aber auch infolge einer Fehlhaltung oder Prellung entstehen. Außerdem fördern Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Rheuma oder Gicht Entzündungen der Sehnen und Sehnenscheiden. Bakterielle Entzündungen sind eher selten, wenn dann treten sie meist nach Stich- oder Schnittverletzungen auf. Sie sind gut mit Antibiotika behandelbar.

Welche Symptome verursacht eine Sehnenentzündung am Handgelenk?

Eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk beginnt häufig schleichend. Infolge der ständigen Überbelastung des Gelenks kommt es zu Schwellung und Schmerzen, die die Bewegungsfähigkeit einschränken. Aktive Beugung oder Streckung im Gelenk ist oft nicht mehr oder nur unter Schmerzen möglich.

Typische Symptome bei Sehnenentzündung im Handgelenk

  • Lokale Schwellung / Rötung
  • Überwärmung
  • Dauerhafte Schmerzen über der betroffenen Sehnenscheide im Ruhezustand
  • Ziehende / stechende Schmerzen bei Bewegung des Handgelenks
  • Lokaler Druckschmerz bei Berührung
  • Morgensteifigkeit des betroffenen Gelenks
  • Knirschen / Reiben der betroffenen Sehne (z. B. durch knotige Verdickungen ausgelöst)
  • Ausstrahlen der Schmerzen in Schulter-/Nackenbereich
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Ein Taubheitsgefühl in den Fingern zählt in der Regel nicht zu den typischen Symptomen einer Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk. Treten Taubheitsgefühle auf, kann dies eher auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen.

Dr. med. Stefan Gouder

Wie kann man eine Sehnenentzündung im Handgelenk diagnostizieren?

Um unsere Behandlung im Orthozentrum Bergstraße optimal auf unsere Patienten abzustimmen, ist es für uns besonders wichtig, zunächst die richtige Diagnose zu stellen. Eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk (Tendovaginitis) erkennt man meist schon anhand der Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung.

Typische Fragen bei Sehnenentzündung im Handgelenk

Seit wann bestehen die Schmerzen?

Welche Bewegungen verursachen Schmerz?

Sind solche Schmerzen bereits wiederholt aufgetreten?

Wurden in letzter Zeit außergewöhnlich viele Arbeiten mit gleichförmiger Belastung wie Gartenarbeit oder Handwerkstätigkeiten verrichtet?

Arbeiten Sie viel am PC und mit der Maus?

Haben Sie ungewöhnlich viel mit der Hand geschrieben?

Körperliche Untersuchung des schmerzenden Handgelenks

Eine gründliche Untersuchung des Handgelenks durch Abtasten und Bewegungstests sowie die genaue Lokalisation der Symptome liefern uns meist genug Informationen, um die richtige Diagnose bei Handgelenksschmerzen zu stellen.

Bildgebung: nur in Ausnahmefällen

Nur in Ausnahmefällen kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz:

  • Digitales Röntgen: bei Verdacht, dass der Schmerz auf eine Knochenverletzung zurückzuführen ist
  • Ultraschall: Darstellung typischer Flüssigkeitsansammlungen um die Sehnen (häufig bei Sehnenscheidenentzündung)
  • Offenes MRT: wenn die anderen Untersuchungen ein unklares Ergebnis liefern

Weitere Differentialdiagnosen bei Beschwerden am Handgelenk

Bei Schmerzen im Handgelenk kommen – je nach Beschwerdebild – auch andere Ursachen infrage. Dazu zählen das Karpaltunnelsyndrom, das teilweise ähnliche Symptome verursachen kann, bei dem jedoch häufig ein Taubheitsgefühl in den Fingern auftritt (anders als bei der Sehnenscheidenentzündung). Weitere mögliche Differentialdiagnosen sind der Tennisellenbogen, Arthrose, rheumatische Erkrankungen sowie eine chronische Polyarthritis.

Wie lässt sich eine Sehnenentzündung im Handgelenk behandeln?

Für uns steht die konservative Behandlung im Vordergrund, mit der wir in der Regel sehr gute Ergebnisse erzielen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die PRP-Therapie. Am Anfang der Therapie steht nach Möglichkeit, den Auslöser der Überlastung zu vermeiden. Ist zum Beispiel die Arbeit am Computer der Grund für die Sehnenentzündung am Handgelenk, kann ein Polster zum Auflegen des Handballens helfen. Da das Handgelenk nicht mehr abgeknickt werden muss, werden die Sehnen entlastet.

Chronische Entzündungen vermeiden

Um den langwierigen Verlauf einer chronischen Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk zu verhindern, sollte das Gelenk gleich beim ersten Auftreten der Schmerzen geschont werden. So wird die akute Entzündung nicht chronisch und eine Behandlung bringt schneller Linderung. Die Prognose einer Sehnenscheidenentzündung ist generell gut, solange keine anderen Erkrankungen wie Rheuma oder eine Gelenksentzündung vorliegen.

Schonen und Ruhigstellen (Orthese)

Akute Sehnenentzündungen am Handgelenk werden zunächst mithilfe einer speziellen Schiene (Orthese) ruhiggestellt. Die Entzündung soll ausheilen. Da das Ruhigstellen aber auf Dauer zu einer Verklebung von Sehne und Sehnenscheide führen kann, sollte die Schiene langfristig nicht dauerhaft getragen werden. Gegen akuten Schmerz hilft zusätzlich Kühlen, bei chronischem eher Wärme.

Schmerzmittel (NSAR)

Die sogenannten NSAR wie Diclofenac und Ibuprofen bekämpfen Entzündung und Schmerz gleichzeitig und können den Heilungsprozess unterstützen. Salben und Gele wirken nur lokal – die Wirkung ist zwar schwächer, dafür treten Nebenwirkungen seltener auf. Bei chronischen Entzündungen sollte man jedoch nicht dauerhaft Gebrauch davon machen.

Physiotherapie

Physiotherapie kann helfen, den Bewegungsumfang zu erhalten und ein Verkleben der Sehnen durch den anhaltenden Entzündungsreiz und die mangelnde Bewegung des Gelenks zu verhindern.

Operation

Nur in schweren Fällen wird eine chronische Sehnenscheidenentzündung operativ therapiert.

Kortison

Eine Injektion von Kortison kann kurzfristig Abhilfe schaffen, sollte aber nur nach Abwägung eingesetzt werden.

Laser-Therapie

Die Laser-Therapie ist eine bewährte Behandlungsmethode. Dadurch, dass die Laser-Behandlung lokal bestimmte Punkte reizt, wird dort auch der Schmerz abgeschwächt. Die Rezeptoren, die den Schmerz weiterleiten, werden lokal desensibilisiert. Durch das Bestrahlen wird außerdem der Stoffwechsel der Zellen angeregt und die Durchblutung verbessert.

Das führt zum Abschwellen der betroffenen Stelle und einer besseren Wundheilung. Die Laser-Behandlung lenkt also die Selbstheilungskräfte des Körpers an die Stelle, an der der Schmerz entsteht – und das völlig schmerzlos und nebenwirkungsarm. Deshalb kann sie sogar bei Kindern angewendet werden. Für die Laser-Therapie sind meist mehrere Behandlungen nötig.

PRP-Therapie

Bei der PRP-Therapie (Plättchen-reiches Plasma-Therapie) werden dem Patienten zuerst 10 bis 15 ml Blut aus der Armvene entnommen. Daraus werden nach Zentrifugation etwa 4 ml Plasma gewonnen – das ist der Bestandteil des Blutes ohne Zellen. Dieses Plasma spritzt der Arzt dann in die betroffene Stelle.

Die im Plasma enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Regeneration an, zudem wird die Heilung unterstützt. Die PRP-Therapie ist durch die Injektion von patienteneigenem Blut sehr risikoarm und nebenwirkungsarm. Schmerzen werden gemindert und der Heilungsprozess beschleunigt.

Mehr über die PRP-Therapie im Orthozentrum Bergstraße erfahren.
Dr. Gouder und Dr. Rüzgar im Orthozentrum Bergstraße

Wie kann ich einer Sehnenentzündung am Handgelenk vorbeugen?

Meistens sorgt Ruhigstellen und Entlastung bei einer Tendinitis im Handgelenk dafür, dass die Schmerzen verschwinden und die vollständige Funktion der Hand wiedererlangt wird. Wenn die Aktivität, die die Sehnenentzündung ausgelöst hat, wieder aufgenommen wird, kommt die Entzündung durch erneute Überlastung häufig zurück. Deshalb ist es wichtig, monotone und andauernde Belastung nach Möglichkeit zu reduzieren. Ist das aus beruflichen Gründen nicht möglich, sollte erst langsam wieder mit den auslösenden Tätigkeiten begonnen werden. Zusätzlich ist eine Physiotherapie empfehlenswert.

Maßnahmen zur Prävention der Sehnenentzündung am Handgelenk

  • Regelmäßig Pausen einplanen, besonders bei wiederholten Handbewegungen
  • Bewegungsabläufe variieren, um einseitige Belastungen zu vermeiden
  • Lockerungs- und Dehnübungen nach der Arbeit oder zwischendurch durchführen
  • Bei Sportlern und Musikern: ausreichend aufwärmen und Belastung langsam steigern
  • Ergonomisch angepasstes Werkzeug und Hilfsmittel verwenden
  • Bei Maus und Tastatur: Handballen-Polster nutzen, um das Abknicken des Handgelenks zu reduzieren
  • Bei ersten Schmerzen frühzeitig entlasten und kühlen, um eine Chronifizierung zu vermeiden

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