Schmerztherapie bei Bandscheibenvorfall

Was für Möglichkeiten es gibt und wie Sie die beste Therapie für sich finden


Neben den möglichen neurologischen Symptomen sind die auftretenden Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall das schwerwiegendste und dringlichste Problem. Die Schmerzen beeinträchtigen Patientinnen und Patienten massiv und rauben ihnen viel Lebensqualität und gegebenenfalls sogar ihre Eigenständigkeit.

Die gute Nachricht ist, dass es einige Ansätze in der Schmerzmedizin gibt, um die Schmerzen zu lindern, auch wenn diese zunächst bestehen bleiben und Schmerzmittel nicht zu helfen scheinen. Darunter sind auch viele konservative Möglichkeiten der Schmerzmedizin enthalten, sodass eine operative Therapie meist nicht notwendig ist.

Wie die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall überhaupt entstehen und wie Sie die zu ihrem persönlichen Fall am besten passende Schmerztherapie finden, erfahren Sie in diesem Artikel. Das Orthozentrum Bergstraße steht Ihnen mit jahrelanger Erfahrung und neuesten Therapieformen auf dem Weg zur Schmerzlinderung zur Seite!

Wir helfen bei Bandscheibenschmerzen im Orthozentrum Bergstraße

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Unsere Experten


Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei Beschwerden, die bei einem Bandscheibenvorfall auftreten können, weiterzuhelfen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie herzustellen.

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Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur (A-und B-Diplom)
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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Wie entstehen die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall?

Die Bandscheiben, auch Zwischenwirbelscheiben genannt, liegen zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule und haben vor allem die Aufgabe, den Druck auf die Wirbelsäule bei Bewegungen abzudämpfen. Zwei Bestandteile der Bandscheibe sind dabei von entscheidender Bedeutung. 

Bestandteile der Bandscheibe


Jede Bandscheibe hat einen gallertigen Kern (Nucleus pulposus), der von einem Ring aus Faserknorpel (Anulus fibrosus) umgeben ist. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es zum Einriss des Faserknorpels, sodass das gallertige Innere nach außen tritt und Druck auf die umliegenden Strukturen ausübt. Entscheidend sind vor allem die aus dem Rückenmark austretenden Nerven (bzw. Nervenwurzeln), die durch den erhöhten Druck komprimiert werden. In Abhängigkeit des Drucks und der Lokalisation des Bandscheibenvorfalls können dann unterschiedliche Symptome auftreten.

Die Bandbreite reicht von asymptomatischen Verläufen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Ausfällen und massiven Schmerzen. Für die adäquate Behandlung der Schmerzen ist vor allem zu unterscheiden, ob die Schmerzen akut aufgetreten sind oder bereits einen chronischen Charakter angenommen haben.

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Wie verläuft die Schmerzdiagnose bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall?

Sobald Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule auftreten, werden diese schnell mit einem Bandscheibenvorfall assoziiert. Allerdings gibt es auch noch andere Ursachen, die eine solche Symptomatik verursachen können, beispielsweise entzündliche Prozesse oder ein peripheres Nervenkompressionssyndrom.

Schmerzdiagnose mittels MRT


Aus diesem Grund muss trotz der Häufigkeit von Bandscheibenvorfällen im Vorfeld des Beginns der Schmerztherapie eine dezidierte Diagnostik erfolgen. Nach der initialen Anamnese und ggf. einer neurologischen Untersuchung ist das Mittel der Wahl zur Diagnostik die Magnetresonanztomografie (MRT), da diese eine differenzierte Darstellung der Weichteilgewebe erlaubt. Wenn ein Bandscheibenvorfall vorliegt, dann kann dieser auch genau lokalisiert und dessen Ausmaß eingeschätzt werden. Außerdem kann zur Ergänzung der Schmerzdiagnose festgestellt werden, ob die Bandscheibe schon durch einen degenerativen Prozess verändert ist.

Welche Mittel hat die Schmerztherapie bei einem Bandscheibenvorfall?

Ist die Diagnose Bandscheibenvorfall gestellt und es treten keine schwerwiegenden neurologischen Ausfallerscheinungen (z.B. Reflexausfälle oder Taubheit in bestimmten Körperarealen) auf, so kann die Schmerztherapie begonnen werden. Die verschiedenen Maßnahmen richten sich nach der Schwere der Schmerzen und dem Stadium (akut/chronisch) der Erkrankung. Außerdem sind nicht alle Mittel der Schmerztherapie bei einem Bandscheibenvorfall ambulant verfügbar. Einige, vor allem invasive Therapieansätze können nur stationär durchgeführt werden.

Am akuten Stadium der Erkrankung kann die kurzfristige Schonung des Körpers wichtig sein. Dies führt dazu, dass sich die betroffene Region etwas erholen kann. Allerdings gilt dies wirklich nur für das akute Anfangsstadium eines Bandscheibenvorfalls. In den meisten Fällen gilt nämlich, dass die frühzeitige Mobilisation und die Aufnahme von alltäglichen Tätigkeiten ohne übermäßige Belastung positiv auf den Behandlungsverlauf wirken.

Mobilisation mithilfe von Schmerzmitteln


Um die schonende Mobilisation von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen, sind Schmerzmittel (sog. Analgetika) integraler Bestandteil der Schmerztherapie bei Bandscheibenvorfällen. Schmerzmittel ist jedoch nicht gleich Schmerzmittel und auch hier ist die Gabe abhängig vom Schweregrad der Symptomatik. Unterschieden werden beispielsweise Nicht-Opioid-Analgetika von Opioiden. Dabei werden die entsprechenden Opioide (stärkere Scherzmittel) nur kurzfristig bei sehr starken Schmerzen eingesetzt. Die Opioide werden meist als Pflaster auf die betroffene Stelle aufgeklebt. 

Mittel zur Hemmung von Entzündungen


Neben der direkten Beruhigung des Nervengewebes durch die Schmerzmittel kommen in der Schmerzmedizin auch Mittel zur Hemmung von Entzündungen und zur Muskelentspannung zum Einsatz. Durch den ausgetretenen Gallertkern kann es zu einer lokalen Entzündung kommen, die eine Schwellung durch einfließende Flüssigkeit zur Folge hat. Da die Nervenwurzel bereits durch den Bandscheibenvorfall selbst komprimiert wird, verschlimmert jegliche Zunahme des Flüssigkeitsvolumens in der betroffenen Region die Schmerzsymptomatik. Zur Linderung der Entzündung können Medikamente wie z.B. Cortisol in Tablettenform verabreicht werden.

Vermeiden von Muskelanspannungen


Jeder hat schon einmal erlebt, dass Muskelschmerzen in einer Region des Körpers zur Muskelanspannung im gesamten Körper führen kann. Schmerz ist eine Belastung für den Körper, die Stress bedeutet. Steht der Körper durch den Bandscheibenvorfall unter anhaltendem Stress, dann führt dies zwangsläufig zu weiterer Muskelanspannung, die Zug auf die Wirbelsäule ausübt. Somit entsteht ein Teufelskreis aus Schmerzen und Muskelanspannung. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen ist meist auch ein Muskelrelaxanz Bestandteil der Schmerzmedizin.

Physikalische Therapieansätze


Physikalische Therapieansätze in Form von Wärme oder Kälte können ebenfalls helfen, die Schmerzsymptomatik bei einem Bandscheibenvorfall zu lindern. Wärme lindert die Muskelanspannung und Kälte hilft dem Körper dabei, die lokale Entzündung abzubauen.

Invasive Applikation von Schmerzmitteln


Sollten die Schmerzen durch diese Maßnahmen nicht besser werden, kann als nächster Schritt die invasive Applikation von Schmerzmitteln in das betroffene Gebiet als Schmerztherapie in Erwägung gezogen werden. Diese erfolgt in den meisten Fällen während eines stationären Aufenthaltes. Bei diesem Verfahren können Schmerzmittel und ggf. auch lokale Betäubungsmittel in den Bereich des Bandscheibenvorfalls gegeben werden.

Behandlung mittels Physiotherapie


Am Übergang von der Behandlung von akuten Schmerzen zum chronischen Verlauf eines Bandscheibenvorfalls steht die Behandlung mittels Physiotherapie. Wie bereits beschrieben, kann und sollte schon früh im Therapieverlauf die Mobilisation der Patientin bzw. des Patienten wichtiger Bestandteil der Schmerztherapie sein. Bei der Physiotherapie können schmerzlindernde und aufbauende Übungen trainiert werden. In diesem Zuge kann auch eine Rückenschulung, also eine Beratung, wie man sich rückenschonend bewegen kann, zusätzliche Erfolge bringen.

Operative Schmerztherapie und alternative Maßnahmen


Die operative Schmerztherapie ist nur in schweren Fällen angezeigt und ist keinesfalls die Regel. Vor allem, wenn neurologische Ausfallerscheinungen auftreten, kann eine notfallmäßige Entfernung des ausgetretenen Gallertkerns vonnöten sein.

Über die klassischen Therapieansätze hinaus können in der Schmerztherapie von Bandscheibenvorfällen auch alternative Maßnahmen der Schmerzmedizin, wie z.B. der Einsatz von Faszienrollen in Erwägung gezogen werden.

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Wie lange dauern die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall und was ist die Prognose?

Es lässt sich nicht für jeden Fall pauschal sagen, wie lange die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall anhalten. Bestimmende Faktoren sind vor allem die Schwere des Bandscheibenvorfalls, der Zeitpunkt, wann mit der Therapie begonnen wurde und das Alter der Patientin bzw. des Patienten. Allgemein lässt sich sagen, dass akute Schmerzen gut mit den oben beschriebenen Therapien innerhalb von Stunden oder Tagen gelindert werden können. Der Weg bis zur völligen Schmerzfreiheit hängt von der jeweiligen körperlichen Verfassung der Patientin bzw. des Patienten ab und kann bis zu einigen Wochen dauern. Eigene Disziplin und ein individuelles Schmerzempfinden beeinflussen hierbei die Varianz des Therapieverlaufs, denn nicht jeder Mensch hat das gleiche Schmerzempfinden.

Bei jüngeren Menschen können sich akute Schmerzphasen mit schmerzfreien Phasen abwechseln. Ältere Menschen tendieren währenddessen eher zu chronischen Verläufen. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass die Zeitspanne 30.-50. Lebensjahr für Bandscheibenfälle charakteristisch ist. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit der Bandscheibenfälle wieder ab. Als Vorbeugemaßnahme, um gar nicht erst einen Bandscheibenvorfall zu erleiden, empfiehlt es sich, bereits vorher ein Rückentraining zu absolvieren und im Alltag schwere Gegenstände generell nah am Körper zu tragen.

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