Spondylose

Verschleiß und Schmerzen an der Wirbelsäule


Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für die Vorstellung bei einem Arzt oder eine Krankschreibung. Neben akuten Verletzungen sind es vor allem die belastungsbedingten chronischen Erkrankungen, die zu dauerhaften Rückenschmerzen führen. Eine dieser chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule, die häufig im Laufe eines Lebens auftritt, ist die sogenannte Spondylose, oder auch Wirbelgelenksarthrose. Hierbei kommt es zum Verschleiß der Wirbelgelenke, was zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen kann.

Da es sich um einen schleichenden Prozess handelt, ist es sinnvoll, bei Beschwerden, die auf eine Spondylose hindeuten, möglichst früh eine Untersuchung durchzuführen und eine adäquate Therapie einzuleiten. So kann man dem Fortschreiten der Erkrankung vorbeugen und die bestehenden Symptome lindern. Besteht bereits ein Verschleiß an den Wirbelgelenken ist eine ganzheitliche und individuelle Therapie entscheidend, um eine Beweglichkeit und Lebensqualität zu erhalten. Im Orthozentrum Bergstraße verfügen wir über zahlreiche Therapiekonzepte, um den Beschwerden schnell und effizient entgegenzuwirken.

Wir sind auf die Behandlung von Spondylose spezialisiert

Vereinbaren Sie einen Termin bei unseren erfahrenen Experten für die Abklärung und Behandlung einer Spondylose. Eine kompetente und auf Sie individuell abgestimmte Beratung, Diagnose und Therapie kann Ihnen helfen in Zukunft schmerzauslösende Faktoren zu verringern oder ganz zu vermeiden. Holen Sie sich jetzt eine professionelle Einschätzung und fachmännische Beratung.

Unsere Experten


Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die bei einer Spondylose auftreten können, weiterzuhelfen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie herzustellen.
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Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner

FACHARZT FÜR ORTHOPÄDIE, CHIROTHERAPIE UND AKUPUNKTUR (A-UND B-DIPLOM)
Porträt von Philipp Wolf

Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Spondylose – Was ist das?

Eine Spondylose oder auch Wirbelgelenksarthrose ist eine degenerative, das heißt verschleißbedingte, Erkrankung der Wirbelsäule – genauer der sogenannten Facettengelenke. Diese sind normalerweise für die Beugung, Streckung und Rotationsbewegungen der Wirbelsäule zuständig. Sie verbinden die einzelnen Wirbelkörper so miteinander, dass sie sich gegeneinander bewegen können.

Ohne die Facettengelenke wäre die Wirbelsäule eine unbewegliche Säule, die nur für Schutz des Rückenmarks zuständig wäre. Bei der Spondylose kommt es im Laufe des Lebens zu Schäden am Gelenkknorpel dieser Wirbelgelenke, was zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen kann.

Verlust der Pufferfunktion

Durch die alltäglichen Belastungen im Laufe des Lebens (Sitzen, Heben, Laufen etc.), kommt es zu Veränderungen an der Wirbelsäule. Die Bandscheiben verlieren einen Teil ihrer Elastizität und Flüssigkeit, und so an Pufferfunktion. Hierdurch verringert sich der Abstand zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Auch andere Erkrankungen wie die Osteoporose aber auch dauerhaft fehlende Rumpfstabilität können zu Veränderungen der Architektur der Wirbelsäule führen.

Einschränkungen der Bewegung

Anschließend kommt es durch die erhöhte Instabilität und die veränderte Position der Wirbelkörper zu Schäden an den Wirbelgelenken. Dies führt schließlich, wie bei den anderen gewichtstragenden Gelenken des Körpers (Knie und Hüftgelenk), zu Arthrose, also Schäden im Gelenkknorpel. Meist reagiert der Körper auf die Schäden im Knorpel mit einer Verbreiterung der angrenzenden Knochenflächen, es bilden sich sogenannte Osteophyten (Knochenauswüchse) aus. Dies führt neben einer erhöhten Stabilität jedoch zu Einschränkungen der Bewegung und Schmerzen.

Entzündliche Reaktionen

Außerdem verdichtet sich häufig der Knochen unterhalb der Gelenkfläche und sklerosiert (verhärtet), was zum Anschwellen der Gelenkkapsel und weiteren entzündlichen Reaktionen führen kann. Es ist deshalb enorm wichtig, sowohl die Spondylose als auch andere Erkrankungen der Wirbelsäule früh zu erkennen, um mithilfe von Rückentraining, rückenschonender Lebensweise und einer individuellen orthopädischen Therapie einer Instabilität zuvorzukommen.

Welche Symptome hat die Spondylose?

Häufig äußern sich chronische Erkrankungen der Wirbelsäule mit ähnlichen Symptomen: Rückenschmerzen. Außerdem beeinflussen sich viele der Erkrankungen gegenseitig, sodass es schwierig ist, die Rückenschmerzen einer bestimmen Erkrankung zuzuordnen. Es gibt jedoch einige typische Signale auf die man bei einer Spondylose achten kann. Die Schmerzen sind bei der Wirbelgelenksarthrose am aller häufigsten in der Lendenregion lokalisiert und treten vor allem bei längerem Sitzen oder Stehen auf. Steht man anschließend auf und bewegt sich, kommt es zunächst zu stärkeren Schmerzen, die mit der Zeit etwas besser werden (sog. Anlaufschmerz). Manchmal können diese auch in die Gesäß- oder Oberschenkelregion ausstrahlen. Anders als bei den Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall, bei dem häufig nur eine bestimmte Nervenwurzel geschädigt wird, sind sie nicht dem Verlauf eines bestimmten Nerven zuzuordnen. Häufig löst die starke Beugung nach hinten bei Spondylarthrose Schmerzen aus (sog. Retroflexionsschmerz).

Ist eine Wirbelgelenksarthrose schlimm?

Der moderne Mensch und Rückenschmerzen:


Unsere Körper sind evolutionär nicht an die heutigen Belastungen des modernen Menschen (Bewegungsarmut, Computerarbeit, Handwerk usw.) und das hohe Alter angepasst. Deshalb ist ein Verschleiß der Wirbelgelenke ein „normaler“ Prozess im Laufe des Lebens. Dies muss nicht unbedingt zu schmerzhaften Einschränkungen führen. Bei verstärkter Arthrose oder Entzündungen ist dies jedoch der Fall. Wichtig ist, dass wenn Beschwerden auftreten, man sie frühzeitig erkennt und mit rückenstärkender Therapie gegensteuert, um weiterer Instabilität und damit einhergehenden Schmerzen vorzubeugen.
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Wie wird eine Spondylose diagnostiziert?

Bestehen die oben beschriebenen Beschwerden, ist es sinnvoll, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Hier kann sich der Arzt oder die Ärztin ein genaues und individuelles Bild der Beschwerden (Dauer, Ausprägung usw.) machen und bestimmte Erkrankungen bereits mit einfachen Untersuchungen ausschließen. Für eine genaue Diagnose ist es aufgrund von meist unspezifischen Beschwerden jedoch häufig sinnvoll, weitere bildgebende Verfahren anzuwenden.

1. Röntgen


Eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule liefert hier einfach und schnell ein erstes Bild der Wirbelgelenke. Im Röntgenbild kann man die Lokalisation der Arthrose sowie deren Ausprägung schon recht gut einschätzen.

2. MRT


Ist das Röntgenbild nicht eindeutig, schwierig zu beurteilen oder spielen weitere Strukturen wie Bänder oder Bandscheiben eine mögliche Rolle, kann es sinnvoll sein, eine MRT-Untersuchung durchzuführen. Diese liefert dreidimensionale hochauflösende Bilder der Wirbelsäule.

3. diagnostische Blockade


Eine weitere Möglichkeit der Diagnostik ist die sogenannte diagnostische Blockade. Hierbei wird ein Lokalanästhetikum (ein lokales Schmerzmittel) in den Gelenkspalt gespritzt. Kommt es zu einer Linderung der Beschwerden, ist die Diagnose häufig gesichert.
Die Beschwerden sind in der Regel unabhängig vom Ausmaß der Schäden im Röntgen oder auch MRT-Bild (Magnetresonanztomographie). Die Therapie und das weitere Vorgehen werden deshalb an den subjektiven Beschwerden der Patientinnen und Patienten ausgerichtet und nicht am Ausmaß der Schäden im Röntgenbild.
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Wie wird eine Spondylarthrose behandelt?

Die optimale Therapie einer Spondylarthrose ist eine möglichst individuelle und ganzheitliche Therapie. Zunächst steht hierbei vor allem die rumpfstabilisierende Physiotherapie im Vordergrund. Wichtig bei der Therapie der Spondylose ist es, die Chronifizierung von Schmerzen und die Ausbildung eines sogenannten „Schmerzgedächtnisses“ zu verhindern.

Durch dauerhaft anhaltende Schmerzreize werden die Nerven immer empfindlichen und es kommt zu einer Rückkopplung mit dem Schmerzzentrum. Dies kann dazu führen, dass Schmerzen fortbestehen, obwohl deren eigentliche Ursache behoben wurde.

Rückenmuskulatur stärken

Viele Patientinnen und Patienten die bei einer bestehenden Wirbelgelenksarthrose unter Symptomen leiden, haben häufig Defizite im Bereich der Rumpfstabilität. Eine gut ausgeprägte Rumpfmuskulatur ist essentiell für die Stabilität der Wirbelsäule und unterstützt ihren Halteapparat beim Stehen, Gehen und Laufen. Instabilitäten in der Architektur der Wirbelsäule, die in Kombination mit einer Spondylose zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen, können durch eine gestärkte Rumpfmuskulatur ausgeglichen werden. Es werden unter physiotherapeutischer Aufsicht und Anleitung Übungen für die Rumpf- Gesäß- und Hüftmuskulatur gezeigt und erlernt. Ausschlaggebend für einen langfristigen Therapieerfolg ist die regelmäßige und eigenständige Durchführung der Übungen zu Hause.

Ungesunde Muster im Alltag

Außerdem macht es Sinn für den Rücken ungesunde Muster im Alltag und bei der Arbeit abzulegen. Ein regelmäßiger Positionswechsel bei der Arbeit, ausreichend Bewegung und eine gesunde und ausgewogene Ernährung sind wichtige Faktoren im Rahmen der Therapie der Spondylarthrose. Für weitere Informationen sei auf den nächsten Abschnitt zur Vorbeugung einer Spondylarthrose verwiesen.

Lokale Infiltration von Anästhetikum

Bei der lokalen Infiltration wird, wie auch bei der Diagnostik, ein Lokalanästhetikum (sowie zusätzlich ggf. Cortison) in den Gelenkspalt gespritzt, um die Symptome für einen gewissen Zeitraum zu lindern. Dies sollte jedoch allenfalls als zusätzliche Stütze zur konservativen Therapie angesehen werden und helfen einer Chronifizierung entgegenzuwirken.

Hochfokussierte Ultraschalltherapie

Bei der hochfokussierten Ultraschalltherapie werden mithilfe einer MRT-Untersuchung Ultraschallwellen auf die Nerven entlang der Facettengelenke ausgerichtet. Es kommt zu einer starken lokalen Wärmeentwicklung die zur thermischen Denervierung (Unterbrechung der Nerven) führt. Die Schmerzleitung ist unterbrochen und die Symptome anschließend häufig gelindert.

Facettendenervation

Eine weitere Möglichkeit die Schmerzleitung zu unterbrechen ist die Facettendenervation. Hier wird ebenfalls mit Hitze eine Denervierung (d.h. Unterbrechung der Nerven) herbeigeführt. Anders als bei der ultraschallbasierten Methode werden hierbei allerdings kleine Nadeln in die Nähe des Nerven vorgebracht, die anschließend erhitzt werden.

Wie kann ich einer Spondylose vorbeugen?

Was kann man tun, um die Entstehung von Symptomen bei einer Spondylarthrose zu verhindern oder hinauszuzögern?
Wie auch in der Therapie bei schon aufgetretener Spondylarthrose ist eine gute Rumpfstabilität, ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung, um die Entstehung von Knorpelschäden an der Wirbelsäule zu verhindern.

Es ist weiterhin sinnvoll, auf einen generell aktiven Lebensstil mit viel Bewegung zu achten. Verschiedenen Arbeitspositionen (stehen und sitzen im Wechsel) sowie regelmäßige Bewegung helfen ebenfalls bei der Prävention einer Spondylarthrose.

Rumpfstabilisierende Übungen


Verschiedene rumpfstabilisierende Übungen helfen dabei, die für die Stützung der Wirbelsäule wichtige Muskulatur zu stärken. Lassen Sie sich diese Übungen von physiotherapeutisch geschultem Personal zeigen und sich anfangs auch bei der Ausführung helfen. Damit kann das Einüben von falschen oder sogar schädlichen Bewegungsmustern vermieden werden. Es ist sinnvoll, diese Übungen auch regelmäßig zu Hause durchzuführen.

Ausgewogene Ernährung


Bei entzündlichen Erkrankungen wie der Arthrose ist es außerdem sinnvoll, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, die die entzündlichen Prozesse im Körper bremst bzw. nicht weiter verschlimmert. Entzündungsreaktionen können durch langkettige Fettsäuren (z.B. in Fisch, Olivenöl etc.) sowie durch sekundäre Pflanzenstoffe (Brokkoli, Spinat, Knoblauch, Blaubeeren, Karotten etc.) gehemmt werden. Verzichten Sie auf übermäßigen Fleischkonsum und stark zuckerhaltige Produkte, diese fördern Entzündungsreaktionen. Ein weiterer Vorteil der gesunden Ernährung ist neben dem besseren Körpergefühl die sinkende Belastung auf die Gelenke mit jedem gesund abgenommenen Kilo Körpergewicht.

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