Facettensyndrom

Wirbelgelenkarthrose gezielt behandeln

Hinter Beschwerden wie dumpfen, tief sitzenden Rückenschmerzen, die sich im Tagesverlauf verschlimmern und in Gesäß, Beine oder Arme ausstrahlen, kann ein Facettensyndrom stecken, medizinisch auch als Spondylarthrose, Facettengelenksarthrose oder Wirbelgelenkarthrose bezeichnet

Im Orthozentrum Bergstraße in Heppenheim analysieren wir die Facettengelenke mit der 4D-Wirbelsäulenanalyse, Bewegungslabor, digitalem Röntgen und offenem MRT. Darauf aufbauend behandeln wir mit Akupunktur, Neuraltherapie, PRP, Schmerztherapie, Triggerpunkttherapie und Infiltrationstherapie.

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4D-Wirbelsäulenanalyse

PRP & Neuraltherapie

Offenes MRT vor Ort

Digitales Röntgen

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Stand: Juli 2026

Facettensyndrom: Was ist die Spondylarthrose der Wirbelgelenke?

Das Facettensyndrom bezeichnet eine schmerzhafte Erkrankung der kleinen Wirbelgelenke, der sogenannten Facettengelenke. Diese Gelenke sitzen paarig an der Rückseite der Wirbelsäule und verbinden je zwei benachbarte Wirbelkörper miteinander. Gemeinsam mit den Bandscheiben und Bändern stabilisieren sie die Wirbelsäule und ermöglichen gleichzeitig ihre Beweglichkeit.

Mit zunehmendem Alter oder durch Überlastung verlieren die Bandscheiben an Höhe. Dadurch verringert sich der Abstand zwischen den Wirbelkörpern, die Facettengelenke werden stärker belastet und verschleißen. Es kommt zu einer Facettengelenksarthrose, deren Folge Entzündungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind. Man schätzt, dass die Facettengelenke bei jüngeren Menschen für etwa 15 % aller chronischen Rückenschmerzen verantwortlich sind, bei älteren Patientinnen und Patienten steigt dieser Anteil auf bis zu 40 %.

Die Begriffe Facettensyndrom, Spondylarthrose, Wirbelgelenkarthrose und Facettengelenksyndrom werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet.

Bei uns sind Sie in guten Händen

Unsere erfahrenen Ärzte sind auf Facettensyndrom spezialisiert und helfen Ihnen mit individueller Beratung, Diagnose und Therapie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine professionelle Einschätzung.

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Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

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Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Sportmedizin

Außenansicht des Orthozentrum Bergstraße

Formen des Facettensyndroms: Lumbal, zervikal und thorakal

Je nachdem, welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist, unterscheidet man drei Formen der Spondylarthrose. Am häufigsten und klinisch relevantesten ist das lumbale Facettensyndrom.

Lumbales Facettensyndrom: Facettengelenksarthrose der Lendenwirbelsäule

Das lumbale Facettensyndrom ist die mit Abstand häufigste Form der Wirbelgelenkarthrose. Die Lendenwirbelsäule trägt den größten Teil des Körpergewichts und ist gleichzeitig hochbeweglich, was sie besonders anfällig für Verschleiß macht. Die Schmerzen sind typischerweise tief sitzend, dumpf oder stechend, meist beidseitig und nehmen im Tagesverlauf unter Belastung zu. Charakteristisch ist auch eine Schmerzausstrahlung in das Gesäß, die Leiste oder die Oberschenkelrückseite, die sogenannte pseudoradikuläre Schmerzausstrahlung. Diese kann einem Bandscheibenvorfall ähneln, ohne dass eine Nervenwurzelkompression vorliegt.

Zervikales Facettensyndrom: Facettengelenksarthrose der Halswirbelsäule

Beim zervikalen Facettensyndrom sind die Facettengelenke der Halswirbelsäule betroffen. Die Halswirbelsäule ist der beweglichste Abschnitt der Wirbelsäule und daher ebenfalls verschleißanfällig. Typische Beschwerden sind Nackenschmerzen, Bewegungseinschränkungen des Kopfes, Verspannungen sowie Schmerzen, die in Schulter, Arm oder Hinterkopf ausstrahlen. In manchen Fällen treten auch Spannungskopfschmerzen auf.

Thorakales Facettensyndrom: Facettengelenksarthrose der Brustwirbelsäule

Das thorakale Facettensyndrom ist die seltenste Form der Spondylarthrose. Durch die Rippen ist die Brustwirbelsäule von Natur aus weniger beweglich und damit weniger belastungsanfällig. Wenn es dennoch zu einer Facettengelenksarthrose kommt, äußert sie sich durch Schmerzen im mittleren Rücken, die gürtelförmig in den Brustkorb oder Bauch ausstrahlen können.

Facettensyndrom Ursachen: Warum verschleißen die Wirbelgelenke?

Die Ursachen des Facettensyndroms sind meist degenerativ, entstehen also durch jahrelange Belastung und Abnutzung. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung einer Facettengelenksarthrose:

Bandscheibenverschleiß: Mit abnehmender Bandscheibenhöhe steigt die Druckbelastung auf die Facettengelenke

Fehlhaltungen und Muskelschwäche: Eine geschwächte Rumpfmuskulatur überträgt mehr Last auf die Wirbelgelenke

Übergewicht: Erhöht dauerhaft den Druck auf die Lendenwirbelsäule

Schwere körperliche Arbeit oder langes Sitzen in ungünstiger Haltung

Rheumatische Erkrankungen: In seltenen Fällen liegt eine entzündlich-rheumatische Ursache wie Morbus Bechterew zugrunde

Verletzungen oder Fehlstellungen der Wirbelsäule

Facettensyndrom Symptome: Wie äußert sich die Spondylarthrose?

Die Symptome des Facettensyndroms sind oft diffus und lassen sich nicht auf einen Punkt eingrenzen. Typisch sind:

Hinweis

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur radikulären Schmerzausstrahlung beim Bandscheibenvorfall: Beim Facettensyndrom folgen die Schmerzen keinem klaren Dermatom und sind selten mit neurologischen Ausfällen wie Taubheitsgefühlen oder Lähmungen verbunden.

Dumpfe, tief sitzende Rückenschmerzen, ein- oder beidseitig

Schmerzzunahme im Tagesverlauf und bei Rückwärtsneigung der Wirbelsäule (Überstreckung)

Morgendliche Anlaufschmerzen, die sich nach kurzer Bewegung bessern

Pseudoradikuläre Schmerzausstrahlung in Gesäß, Leiste, Oberschenkel (lumbal) oder Schulter, Arm, Hinterkopf (zervikal)

Muskelverspannungen im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt

In fortgeschrittenen Fällen Dauerschmerzen auch in Ruhe und nachts

Hinweis

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur radikulären Schmerzausstrahlung beim Bandscheibenvorfall: Beim Facettensyndrom folgen die Schmerzen keinem klaren Dermatom und sind selten mit neurologischen Ausfällen wie Taubheitsgefühlen oder Lähmungen verbunden.

Facettensyndrom Diagnose: 4D-Wirbelsäulenanalyse, Bewegungslabor, Röntgen und MRT im OZB

Die Diagnose des Facettensyndroms erfordert eine mehrstufige Untersuchung, weil die Beschwerden denen anderer Wirbelsäulenerkrankungen ähneln und bildgebende Verfahren allein nicht immer ausreichen.
Laufanalyse im Orthozentrum

Klinische Untersuchung

Wir erheben eine detaillierte Schmerzanamnese und prüfen Beweglichkeit, Druckschmerzhaftigkeit und Schmerzprovokation durch Überstreckung der Wirbelsäule. Typisch für das Facettensyndrom ist eine Schmerzverstärkung bei der Reklination (Rückwärtsneigung).
4D Wirbelsäulenanalyse im Orthozentrum Bergstraße

4D-Wirbelsäulenanalyse

Wir bieten im Orthozentrum Bergstraße die strahlungsfreie 4D-Wirbelsäulenanalyse direkt in der Praxis an. Sie erfasst Haltung, Krümmung, Rotation und Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule dreidimensional und in Echtzeit. So werden Fehlbelastungen, die eine Facettengelenksarthrose begünstigen oder unterhalten, sichtbar gemacht und messbar dokumentiert.
Mehr über die 4D-Wirbelsäulenanalyse erfahren
Laufanalyse im Orthozentrum

Bewegungslabor

Die digitale Bewegungsanalyse aus unserem hausinternen Bewegungslabor zeigt funktionelle Defizite in der Rumpf- und Beckenmuskulatur, die zur Überlastung der Facettengelenke beitragen. Die Befunde dienen als Grundlage für das individuelle Therapieprogramm.
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Laufanalyse im Orthozentrum

Digitales Röntgen

Das digitale Röntgen liefert Informationen über Bandscheibenhöhe, knöcherne Veränderungen der Facettengelenke und Wirbelkörperfehlstellungen. Es ermöglicht die Abgrenzung des Facettensyndroms von anderen Ursachen der Rückenschmerzen.
Mehr über das Digitale Röntgen erfahren
Laufanalyse im Orthozentrum

Offenes MRT

Das offene MRT im Orthozentrum Bergstraße stellt Entzündungszeichen der Facettengelenke, Synovialzysten und begleitende Weichteilveränderungen dar. Es ermöglicht eine Differenzierung zwischen Facettensyndrom, Bandscheibenvorfall und anderen Wirbelsäulenerkrankungen, bequem und ohne Enge-Gefühl.

Mehr über das offene MRT erfahren

Das Facettensyndrom wird häufig unterschätzt, weil seine Schmerzen diffus sind und sich nicht leicht lokalisieren lassen. Gerade deshalb ist eine präzise Diagnostik sinnvoll, bevor wir behandeln. Die 4D-Wirbelsäulenanalyse kann Fehlbelastungen sichtbar machen, die in der Bildgebung nicht immer erkennbar sind


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Portrait von Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Manuelle Medizin / Chirotherapie
Notfallmedizin

Außenansicht des Orthozentrum Bergstraße

Facettensyndrom behandeln: Akupunktur, Neuraltherapie, PRP und Infiltration im OZB

Die Behandlung des Facettensyndroms richtet sich nach Lokalisation, Schweregrad und den Befunden der Diagnostik. Im Orthozentrum Bergstraße setzen wir auf ein abgestuftes, konservatives Konzept mit mehreren sich ergänzenden Verfahren.

Schmerztherapie beim Facettensyndrom

In der akuten Phase steht die gezielte Schmerzlinderung im Vordergrund. Medikamentöse Schmerztherapie und physikalische Maßnahmen schaffen die Grundlage für weiterführende Behandlungsschritte. Die Auswahl richtet sich nach Schweregrad, Verträglichkeit und den individuellen Bedürfnissen der Patientin oder des Patienten.

Akupunktur bei Spondylarthrose

Bei chronischen Rückenschmerzen durch das Facettensyndrom setzen wir im Orthozentrum Bergstraße Akupunktur als ergänzendes Therapieverfahren ein. Dr. med. Uwe Baumgärtner verfügt zusätzlich über das A- und B-Diplom der Akupunktur. Durch gezielte Nadelstimulation kann die Schmerzwahrnehmung beeinflussen und wird zur Unterstützung der Behandlung eingesetzt. Bei chronifizierten Verläufen der Wirbelgelenkarthrose kann Akupunktur dazu beitragen, den Bedarf an Schmerzmedikamenten zu reduzieren.

Neuraltherapie bei Facettensyndrom

Die Neuraltherapie ist ein Verfahren, das zur Unterbrechung von Schmerzkreisläufen beim Facettensyndrom eingesetzt wird. Durch die gezielte Injektion eines Lokalanästhetikums an Nervenpunkte, Triggerpunkte oder direkt in die betroffenen Strukturen wird das vegetative Nervensystem des Wirbelsäulenabschnitts beeinflusst und chronischen Schmerzmustern entgegengewirkt. Die Neuraltherapie eignet sich besonders bei Patientinnen und Patienten mit langanhaltenden, schwer lokalisierbaren Rückenschmerzen durch Spondylarthrose.

PRP-Therapie bei Facettengelenksarthrose

Bei der PRP-Therapie wird aus einer kleinen Blutabnahme durch Zentrifugation plättchenreiches Plasma gewonnen und gezielt in die betroffenen Facettengelenke injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren können die körpereigenen Heilungsprozesse im entzündeten Gelenkbereich unterstützen und entzündliche Prozesse beeinflussen. Für Patientinnen und Patienten, die auf Kortison nicht ansprechen oder es nicht vertragen, kann die PRP-Therapie eine gut verträgliche Option sein.

Triggerpunkttherapie bei Facettensyndrom

Chronische Schmerzen durch Facettengelenksarthrose führen häufig zu schmerzhaften Triggerpunkten in der paravertebralen Muskulatur. Deren gezielte Triggerpunktbehandlung unterbricht den Teufelskreis aus Schmerz, Schonung und Muskelverspannung und zielt darauf ab, Muskelverspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern.

Infiltrationstherapie bei Facettengelenksarthrose

Die Facetteninfiltration ist ein zentrales Verfahren in der Behandlung des Facettensyndroms. Unter bildgebender Kontrolle werden entzündungshemmende Substanzen, Lokalanästhetika oder Hyaluronsäure direkt in die betroffenen Wirbelgelenke injiziert. Die Infiltration kann die Gelenke entlasten und ermöglicht ein Zeitfenster für begleitende Therapien wie Physiotherapie und Muskelaufbau. Sie dient gleichzeitig als diagnostisches Instrument: Bessern sich die Beschwerden nach der Infiltrationstherapie spürbar, kann das auf eine Beteiligung der Facettengelenke hinweisen.
Philipp Wolf zeigt ein Modell einer Wirbelsäule

Facettensyndrom vorbeugen und Rückfällen der Spondylarthrose entgegenwirken

Da das Facettensyndrom auf degenerativem Verschleiß beruht, lässt er sich nicht vollständig rückgängig machen. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Progression der Wirbelgelenkarthrose jedoch deutlich verlangsamen und die Beschwerdefreiheit langfristig erhalten:

Regelmäßiger Muskelaufbau von Rücken- und Bauchmuskulatur zur Entlastung der Facettengelenke

Haltungskorrektur auf Basis der 4D-Wirbelsäulenanalyse

Schonende Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking

Gewichtsnormalisierung zur Reduktion des Drucks auf die Lendenwirbelsäule

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung bei überwiegend sitzender Tätigkeit

Häufige Fragen zum Facettensyndrom

Inhalt medizinisch geprüft von Dr. med. Stefan Gouder – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthozentrum Bergstraße.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

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