Das Piriformis-Syndrom

Wenn das Sitzen schmerzhaft wird


Langes Sitzen, dauerhaftes Stehen oder auch zu einseitige Bewegung kann bei manchen Personen zu Schmerzen im Rücken und im Gesäß führen. Wenn der Schmerz anhaltend ist und bei Belastung wiederholt auftritt, kann ein sogenanntes Piriformis-Syndrom vorliegen.

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Unsere Experten


Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die bei einem Piriformis-Syndrom auftreten können, weiterzuhelfen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie zu herzustellen.

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Porträt von Dr. med. Uwe Baumgärtner

Dr. med. Uwe Baumgärtner


Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Akupunktur (A-und B-Diplom)

Porträt von Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar


Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

Was versteht man unter einem Piriformis-Syndrom?


Anatomie des Piriformis-Muskels

Piriformis-Muskel und der Ischiasnerv


Das Piriformis-Syndrom bezeichnet eine krankhafte Quetschung des Ischiasnervs durch den Piriformis-Muskel. Das Leiden gilt häufig als Ursache, wenn Ischiasschmerzen ohne ersichtlichen Grund auftreten.


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Ursachen: Wie kommt es zum Piriformis-Syndrom?


Es gibt verschiedene Ursachen, die das Leiden auslösen können. Unter anderem kann es aufgrund dieser Dinge zur Quetschung des Ischiasnervs kommen:

  • Traumata
  • Lange sitzende Tätigkeiten
  • Überanstrengung der Muskulatur
  • Zerrungen und Verstauchungen

Verletzungen der Muskulatur


Nach einem Auffahrunfall, bei dem die Beckenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen wird, kann es häufig dazu kommen, dass der Ischiasnerv gequetscht wird. Aber auch starke Stöße oder Schläge auf Hüfthöhe können den Nerv bereits soweit komprimieren, dass er seine normale Funktion nicht mehr ausüben kann. Bei Sportlern sind solche Verletzungen nicht unüblich.

Frau mit Schmerzen beim Sitzen im Büro

Langes Sitzen und Stehen


Personen, die viel im Sitzen oder im Stehen arbeiten, können sich aber auch ein Piriformis-Syndrom zuziehen. Der Piriformis ist ein Muskel, der den Oberschenkel mit dem Kreuzbein verbindet. Durch anhaltendes Sitzen wird der Muskel dauerhaft angespannt. Aufgrund dieser Überbelastung kann es zu einer Entzündung des Piriformis kommen.

Der Muskel verkürzt und verdickt sich dadurch und drückt auf den Ischiasnerv, der genau unter dem Piriformis längs läuft. Dieser Druck auf den Nerv ist schmerzhaft.

Fehlbelastung und Überlastung


Es besteht allerdings auch das Risiko, dass bei einer Überlastung der Muskulatur zum Beispiel bei zu schnellen Bewegungen oder bei zu hohen körperlichen Anstrengungen der Piriformis in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn jemand beispielsweise einen schweren Gegenstand vom Boden anheben will, besteht die Gefahr, dass er seine untere Rückenmuskulatur zu stark beansprucht. Es kommt zu kleinsten Verletzungen wie bei einem Muskelkater. Die beschädigte Muskulatur verhärtet sich und drückt ebenfalls auf den Ischiasnerv, sodass die Patienten selbst dann Schmerzen verspüren, wenn sie die Muskulatur nicht beanspruchen.


Welche Symptome liegen bei einem Piriformis-Syndrom vor?


Das Syndrom macht sich durch stechende Schmerzen bemerkbar, die meistens nur eine Gesäßhälfte betreffen. Die Schmerzen treten besonders unter Belastung des Piriformis auf, also hauptsächlich im Sitzen. Viele Betroffene klagen auch über Schmerzen im Bereich des unteren Rückens. Manche Patienten spüren die Schmerzen dagegen eher in den Beinen auf der Rückseite des Oberschenkels und in seltenen Fällen sogar in den Füßen.

Schmerzen im Sitzen und bei Bewegung


Wenn unter dem Syndrom leidende Patienten die Muskulatur zum Beispiel beim Gehen oder beim Treppensteigen belasten, ist für sie jede Bewegung schmerzhaft. Darüber hinaus wirken sie beim Gehen und Stehen auf der entsprechenden Seite unsicher. Das hängt auch damit zusammen, dass Betroffene neben Schmerzen sehr häufig Taubheitsgefühle und Kribbeln in der Körperhälfte verspüren, in der der Ischiasnerv durch den Piriformis-Muskel eingeklemmt ist.


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Differenzialdiagnose: Welche Unterschiede zu einem Bandscheibenvorfall gibt es?


Ein Piriformis-Syndrom und ein Bandscheibenvorfall sind in ihren Symptomen sehr ähnlich. Auch bei einem Bandscheibenvorfall treten Schmerzen im Rücken, ein Taubheitsgefühl und ein Gefühl von Kribbeln in den Beinen auf. Das liegt daran, dass auch bei einem Bandscheibenvorfall ebenfalls der Ischiasnerv gequetscht oder eingeklemmt werden kann. Der Unterschied der beiden Erkrankungen besteht allerdings darin, dass bei einem Bandscheibenvorfall der Nerv durch eine Bandscheibe eingeklemmt wird, die sich nicht mehr in der korrekten Position befindet.

Darstellung MRT Bandscheibenvorfall

Der Nerv wird dadurch derart stark gedrückt, dass er im schlimmsten Fall ganz abstirbt und ausfällt. Die Muskulatur kann durch den Ausfall des Nervens gelähmt werden, sodass betroffene Patienten das Bein oder den Fuß einer Körperhälfte nicht mehr normal bewegen können.

Im Gegensatz zu einem Piriformis-Syndrom ist ein Bandscheibenvorfall allerdings durch bildgebende Verfahren wie zum Beispiel durch ein MRT relativ leicht feststellbar und lässt sich entsprechend behandeln.


Diagnose: Wie lässt sich ein Piriformis-Syndrom feststellen?


Bei einem Piriformis-Syndrom besteht das Problem, dass die Symptome für sich genommen nicht aussagekräftig sind. Darum kann das Leiden mit anderen Erkrankungen wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall verwechselt werden.

Um festzustellen, was für eine Art von Beschwerden tatsächlich vorliegt, hat ein Orthopäde unterschiedliche Möglichkeiten. Eine Methode ist ein Stresstest der Muskulatur. Dabei werden bestimmte Bewegungen ausgeführt, um zu ermitteln, welche Muskeln für die Schmerzen verantwortlich sind.

Laufanalyse zur Diagnostik - Piriformis-Syndrom

Modernes Verfahren: Die Laufanalyse


Zur Absicherung setzen viele Orthopäden außerdem eine Laufanalyse ein, um das Gangbild des Patienten genauer zu untersuchen. Bei dieser Untersuchungsmethode muss ein Patient eine kurze Strecke gehen oder laufen. Dabei werden seine Bewegungen von verschiedenen Kameras aufgezeichnet. Anhand der Aufnahmen kann ein Orthopäde genaue erkennen, wie der Patient sich bewegt und wie weit er seine Beine zum Beispiel beim Joggen nach außen dreht. Die Laufanalyse gibt auch Aufschluss darüber, ob der Patient bereits eine Schonhaltung einnimmt und die schmerzende Körperhälfte beispielsweise weniger belastet.

Zusammen mit den Stresstests helfen die Ergebnisse der Laufanalyse dabei, eine Beeinträchtigung des Ischiasnervs durch den Piriformis zu diagnostizieren.

Mehr auf unserer Infoseite Laufanalyse.info

Wie wird ein Piriformis-Syndrom behandelt?


Damit die Beschwerden des Patienten behandelt werden können, ist es wichtig den Piriformis-Muskel und gegebenenfalls umliegende Muskulatur wie beispielsweise die Gluteus-Muskeln zu entspannen. Dazu ermittelt ein Orthopäde sogenannte Triggerpunkte. Damit sind die entzündeten oder anderweitig beeinträchtigten Stellen der Muskulatur gemeint, an denen ein Patient Schmerzen verspürt.

Triggerpunkt Akupunktur bei Piriformis-Syndrom

Effektive Therapie: Triggerpunkt Akupunktur


Die Triggerpunkte werden durch Abtasten der einzelnen Körperpartien, eine sogenannte Palpation ermittelt. Anschließend wendet der Arzt eine Triggerpunkt Akupunktur an. Feine Akupunkturnadeln werden dabei in die schmerzenden Bereiche gestochen. Die Nadeln bewirken eine Entspannung der Muskeln und ein Abklingen der Schmerzen. Durch den Einstich wird bei der Triggerpunkt Akupunktur die Sauerstoffzirkulation und die Durchblutung angeregt. Außerdem aktiviert die Behandlung noch die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers, um beschädigtes Gewebe schnell und effektiv zu kurieren. Die Triggerpunkt Akupunktur dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Je nachdem, wie ausgeprägt das Piriformis-Syndrom bereits ist, kann ein Arzt für die Behandlung zwischen fünf und zehn Behandlungstermine ansetzen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei einem Piriformis-Syndrom


Neben der Triggerpunkt Akupunktur können aber auch physiotherapeutische Maßnahmen wie beispielsweise Wärme- und Kältepackungen verschrieben werden, um die Muskulatur wieder weich und flexibel zu machen. Bei akutem Schmerz verschreiben Ärzte häufig Schmerzmittel und Antirheumatika, die eine eventuelle Entzündung des Piriformis-Muskels behandeln soll. Aber auch eine kombinierte Behandlung aus Triggerpunkt Akupunktur, Massagen und Physiotherapie kann zur Behandlung zum Einsatz kommen.


Vorbeugende Maßnahmen gegen ein Piriformis-Syndrom


Um einem Piriformis-Syndrom vorzubeugen, hilft es sich regelmäßig zu bewegen und die Muskulatur im Rücken, dem Gesäß und der Hüfte durch gezielte Übungen zu dehnen und zu stärken. Gerade Patienten, die anhaltende sitzende oder stehende Tätigkeiten ausführen, sollten immer wieder kleine Pausen in ihren Arbeitsalltag einbauen, in denen sie die Muskulatur ausreichend dehnen und die Blutzirkulation anregen.

Laufanalyse präventiv nutzen


Für Sportler ist es außerdem empfehlenswert, wenn sie ihre Laufgewohnheiten von einem Orthopäden mit einer Laufanalyse untersuchen lassen. Der Orthopäde betrachtet dabei, wie die Sportler ihre Beine und ihren Oberkörper bewegen und ob das Schuhwerk geeignet ist.

Bei Auffälligkeiten kann der Orthopäde dann die Patienten beraten, worauf sie achten müssen beziehungsweise wie sie ihre Bewegungsabläufe während des Sports verbessern können, um das Auftreten eines Piriformis-Syndroms zu vermeiden.

Laufanalyse präventiv für Sportler - Piriformis-Syndrom

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