Das MRT der Lendenwirbelsäule | Magnetresonanztomografie bei Rückenschmerzen

Die bildgebende Diagnostik des unteren Rückens


Studien zufolge hat beinahe jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal Schmerzen im unteren Rücken. Verschwinden diese Schmerzen jedoch nicht nach kurzer Zeit wieder, können sie physisch und psychisch sehr belastend werden. Da es zu diesem Symptom zahlreiche Krankheitsbilder gibt, wird oftmals eine MRT der Lendenwirbelsäule für eine sichere Diagnosestellung angewendet.

Die Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie) ist ein bildgebendes diagnostisches Verfahren, bei dem hochauflösende, dreidimensionale Schnittbilder des Körpers entstehen. Bei einer MRT der Lendenwirbelsäule wird nur dieser Bereich der Wirbelsäule bildlich dargestellt. Durch die vielen Schnittbilder können die einzelnen Bereiche der Lendenwirbelsäule genau analysiert werden. So können verschiedene Krankheitsbilder differenziert, die Diagnose gestellt und die richtige Therapie gefunden werden.

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Was versteht man unter Magnetresonanztomographie?


Der Körper wird während der MRT in ein starkes Magnetfeld gelagert, was für den Körper völlig ungefährlich ist. In diesem Magnetfeld richten sich die magnetischen Dipole, insbesondere Wasserstoff (Protonen), nach den Magnetfeldlinien aus, wodurch in dem Gerät Signale entstehen. Die verschiedenen Gewebearten im Körper zeigen verschiedene Signalstärken. Diese wiederum lassen ein Bild entstehen.

Eine hohe Signalintensität zeigen Gewebe mit einem hohen Protonen- und Wasseranteil, wobei die Intensität je nach Molekülumgebung der Protonen im Gewebe variieren kann, beispielsweise bei Bindung in Wasser, Fetten, Proteinen oder Knorpel. Luft oder kompakter Knochen zeigen kein oder nur ein geringes Signal. So entstehen kontrastreiche Darstellungen insbesondere der Weichteilstrukturen des zentralen Nervensystems, der inneren Organe, Muskeln und Bänder.

Mann im Bett mit Schmerzen im unteren Rücken

Allgemeines zum offenen MRT der LWS


Bei einer MRT geht es in die „Röhre”. Dieser Begriff wird von vielen Menschen beinahe umgangssprachlich für eine MRT verwendet. Menschen mit Klaustrophobie (Platzangst) bekommen bei dem Wort schon ein beklemmendes Gefühl. Doch eine „Röhre” muss eine MRT nicht mehr sein. Mittlerweile gibt es Geräte mit einer speziellen Form bzw. Bauart, die nach außen nicht komplett geschlossen sind, die sogenannte offene MRT. Vorteile dieser Variante des MRT sind neben der 360° offenen Umgebung für Patienten mit PLatzangst, die Möglichkeit der Durchführung eines MRT der LWS für stark übergewichtige Personen sowie Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Eine offene Magnetresonanztomographie eignet sich nicht für alle Körperabschnitte. Für Gelenke und die die drei Wirbelsäulenabschnitte (HWS, BWS, LWS) eignet sie sich aber gut und somit kann eine offene MRT der LWS umgesetzt werden. Dafür wird nur der betroffene Körperabschnitt unter das Gerät gelegt. Wichtig ist, dass sich der Patient während der Untersuchung ruhig verhält, um die hohe Bildqualität zu gewährleisten.

Offenes MRT Scan

Wie läuft eine MRT der Lendenwirbelsäule ab?


Der Patient muss nach Aufklärung durch den Arzt zunächst einen schriftlichen Aufklärungs- und Einwilligungsbogen unterschreiben. Bei Patienten mit Angst, ob im Tunnel oder offenen MRT der LWS, ist die Einnahme eines Beruhigungsmittels möglich. Dazu kann sich der Patient vorab an den behandelnden Arzt wenden.

Der Patient muss sich für die Untersuchung nicht vollständig entkleiden. Wichtig ist jedoch, dass alle metallischen Gegenstände, wie beispielsweise Uhren, Ringe, Piercings, Bügel-BHs oder Jeans mit Knöpfen abgelegt werden, da diese vom Magnetfeld angezogen werden können und die Bilqualität negativ beeinflusst wird. Anschließend legt sich der Patient auf den Tisch, wo er entspannt liegen kann und soll. Es ist darauf zu achten, dass sich der Patient während der Untersuchung möglichst wenig bewegt, um präzise Bilder zu erhalten.

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Der Ablauf im weiteren Verlauf


Steht ein geschlossenes MRT zur Verfügung, wird der Patient in einen langen, recht engen Tunnel geschoben.  Bei der offenen MRT der LWS liegt nur der untere Rücken des Patienten unter dem Gerät - Kopf und Beine sind frei. Es besteht im vollen Radius von 360° ein freier Rundumblick.

Während der Untersuchung erzeugt die geschlossene MRT laute Klopfgeräusche von bis zu 80 Dezibel. Das wird von vielen Patienten unangenehm empfunden und kann Hörschäden verursachen. Daher erhält der Patient Kopfhörer, die die Geräusche dämpfen. Über ein Mikrofon und einen Lautsprecher steht der Patient in Kontakt mit dem durchführenden Personal. Bei der Durchführung einer offenen MRT der Lendenwirbelsäule, ist die Geräuschbelastung deutlich niedriger.

Ein Nachteil der MRT ist eine im Vergleich zu anderen diagnostischen Verfahren lange Untersuchungsdauer. Dadurch ist es beispielsweise anfällig für Bewegungsartefakte, weshalb eine möglichst ruhige Lagerung des Patienten wichtig ist. Vor allem mit Kleinkindern, Tremor- oder Demenzpatienten wird so der Einsatz des Verfahrens schwierig und ist eventuell nicht möglich, da eine Kooperativität des Patienten notwendig ist.

Indikation für eine MRT der LWS


Oftmals ist die MRT der LWS eine Folgeuntersuchung nach der Durchführung von Röntgen oder Computertomographie (CT), um weitere Informationen zu generieren. Ein großer Vorteil ist die sehr gute, detaillierte Darstellung der Weichteile und der Gefäße. Die MRT der LWS eignet sich so vor allem für die Darstellung des Rückenmarks, der Nerven, der Blutgefäße, des Nervenwassers (Liquors), Bandscheiben, der Facettengelenke und Bänder der Wirbelsäule.

Es gibt zahlreiche Krankheitsbilder bei denen eine MRT der LWS indiziert ist. Die wichtigsten sind:

  • Chronische Schmerzen im unteren Rücken
  • Verdacht auf Bandscheibenvorwölbung (Protrusion)
  • Verdacht auf Bandscheibenvorfall (Prolaps)
  • Verdacht auf Wirbelbrüche
  • Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals)
  • Verdacht auf Tumore
  • Verdacht auf Entzündungen
  • Facettengelenksarthrose
  • Facettengelenkszysten
  • Untersuchung von Auswirkungen auf das Rückenmark nach einem Unfall
  • Angeborene Missbildungen
Frau mit Schmerzen im unteren Rückenbereich

Kontraindikationen: Wann darf keine MRT der LWS durchgeführt werden?


Da in einer MRT ein Magnetfeld aufgebaut wird, bestehen die Kontraindikationen insbesondere bei einer Störung dieses Magnetfeldes. Dies kann der Fall sein bei Patienten mit Metallimplantaten, wie z.B. Gelenkprothesen. Auch bei der Schwangerschaftsverhütung durch die Spirale, muss vor der MRT überprüft werden, ob diese durchgeführt werden kann. Falls es sich um magnetische Metalle handelt, würden starken Artefakte sichtbar, die zu qualitativ schlechten Abbildungen führen.

Weiterhin kontraindiziert sind Herzschrittmacher. Ein Großteil der Herzschrittmacher sind mit der MRT nicht kompatibel, da durch das Magnetfeld die Funktion des Schrittmachers gestört und so eine Gefährdung der Patienten mit sich bringen würde. Auch bei implantierten Defibrillatoren, Innenohr-Implantaten oder Insulinpumpen ist eine MRT kontraindiziert.

Bei schwangeren Patientinnen wird die Durchführung einer MRT-Untersuchung nicht empfohlen.

Wie lange dauert eine MRT der LWS?


Die Dauer der Untersuchung variiert je nachdem, welcher Körperabschnitt bildlich dargestellt werden soll. Eine MRT der Lendenwirbelsäule dauert in der Regel zwischen 30 und 40 Minuten..

Welche Risiken bestehen bei der MRT der LWS?


Grundsätzlich sind Risiken bei der Anwendung einer MRT unter Beachtung der Kontraindikationen nicht bekannt.

Was kostet eine offene MRT der LWS?


Die Kosten für eine MRT der LWS hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dabei zu berücksichtigen sind beispielsweise, wieviele Schichten bildlich dargestellt werden müssen. Die Kosten für die Untersuchung werden von den privaten Krankenkassen übernommen. Gesetzlich versicherte Patieten wird empfohlen, vor der UNtersuung mit ihrer Krankenkasse bezüglich der Kostenerstattung Rücksprache zu halten. Wird eine MRT auf eigenen Wunsch durchgeführt, muss der Patient die Kosten selbst tragen.
 

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