Osteochondrose

Chronische Rückenschmerzen durch Gelenkverschleiß


Unter Osteochondrose (Synonym: Osteochrondrosis) versteht man eine degenerative Erkrankung, die sowohl Knochen (Osteo-) als auch Knorpel (Chondro-) betrifft. Degenerativ bedeutet, dass es im Verlauf der Erkrankung zu einer verschleißbedingten Abnutzung der Knochen- und Knorpelanteile der Gelenke kommt. Man nennt dies auch erosive Osteochondrose.

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Porträt von Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder

FACHARZT FÜR ORTHOPÄDIE, UNFALLCHIRURGIE UND NOTFALLMEDIZIN
Porträt von Philipp Wolf

Philipp Wolf

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Was ist eine Osteochondrose?

Die Osteochondrose kann prinzipiell an jedem Gelenk des Körpers auftreten, am häufigsten ist dies jedoch im Bereich der Wirbelsäule der Fall. Hierbei unterscheidet man eine Osteochondrose der Halswirbelsäule (HWS), der Brustwirbelsäule (BWS) oder der Lendenwirbelsäule (LWS). In einigen Fällen sind auch mehrere Bereiche betroffen.

Wie macht sich die Osteochondrose bemerkbar?


Die häufigsten Symptome sind Schmerzen im Bereich des betroffenen Gelenkes, die zu einer schmerzbedingten Einschränkung der Beweglichkeit der Patientinnen und Patienten führen. Die Behandlung der Osteochondrose setzt sich meistens aus einer medikamentösen Schmerztherapie und einer Kräftigung der unterstützenden Muskeln durch sportliche Betätigung oder Physiotherapie zusammen. Zudem können einige präventive Maßnahmen durchgeführt werden, um das Entstehen oder das Voranschreiten einer Osteochondrose zu verhindern.

Welche Arten der Osteochondrose gibt es?

Die Osteochondrose kann nach der Lokalisation im Körper eingeteilt werden. Wie bereits beschrieben, tritt sie am häufigsten im Bereich der Wirbelsäule auf, wobei man dort noch den betroffenen Abschnitt der Wirbelsäule genauer beschreiben kann. Die Klassifikation dieser Osteochondrosis intervertebralis wird anhand von MRT-Befunden nach Modic eingeteilt.

Andere Gelenke, in denen eine Osteochondrose häufig auftritt, sind unter anderem das Kniegelenk und das Sprunggelenk. Diese Gelenke sind Teile des Körpers, die dauerhaft großen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind und dementsprechend häufig von Verschleiß betroffen sind.

Einordnung nach dem Verlauf der Erkrankung


Ärzte sprechen bei der Einordnung nach dem Verlauf der Erkrankung von einer aktivierten Osteochondrose. Dies bezeichnet eine akut symptomatische Verlaufsform, bei der die Patientinnen und Patienten starke Beschwerden haben. Der Begriff der erosiven Osteochondrose wird häufig als Synonym für eine verschleißbedingte Abnutzung der Gelenke oder Bandscheiben benutzt.

Der Ausdruck Osteochondrosis disssecans bezeichnet eine Sonderform der Osteochondrose, bei der es unterhalb des Gelenkknorpels zu einer Läsion des Knochens kommt. Hierbei kann es vorkommen, dass sich ein Teil des Gelenkknorpels als sogenannte „Gelenkmaus“ ablöst und frei im Gelenkraum schwimmt, was die Funktion des Gelenkes massiv einschränken und zu starken Beschwerden führen kann.

Osteochondrose bei jungen Menschen


Es gibt außerdem Osteochondrosen, die vor allem junge Patienten und Patientinnen betreffen. Beispiele für solche „juvenilen Osteochondrosen“ sind der Morbus Scheuermann der Wirbelsäule oder der Morbus Perthes (Hüftkopfnekrose) des Hüftgelenkes.
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Ist Osteochondrose eine rheumatische Erkrankung?


Die Osteochondrose ist keine rheumatische Erkrankung, kann jedoch als Folge einer rheumatischen Erkrankung auftreten. Hierbei kommt es durch die Entzündungsaktivität der rheumatischen Grunderkrankung zu einer chronischen Schädigung von Knorpel und Knochen.

Ist Osteochondrose vererbbar?


Die Osteochondrose ist keine klassische Erbkrankheit. Der Auslöser ist der chronische Verschleiß durch Fehlbelastungen. Bei den juvenilen Osteochondrosen, zu denen beispielsweise der Morbus Scheuermann oder der Morbus Perthes gehören ist die Ursache wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt. Hier scheint es allerdings auch eine erbliche Komponente zu geben.

Ursachen von Osteochondrose

Eine Osteochondrose kann grundsätzlich in jedem Alter entstehen. So sind auch juvenile Formen der Osteochondrose beschrieben. Das steigende Alter stellt dennoch dem wohl wichtigsten Risikofaktor für die Entstehung einer Osteochondrose dar. Hier kommt es häufig zu einer chronischen Fehlbelastung der Gelenke, die dann zu einem fortschreitenden Gelenkverschleiß führt.

Wirbelsäulenverkrümmung bzw. vorangegangene Verletzungen der Wirbelsäule


Eine Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) oder vorangegangene Verletzungen der Wirbelsäule durch Bandscheibenvorfälle oder Traumata können das Fortschreiten einer Osteochondrose ebenfalls begünstigen. Dies führt in der Folge dazu, dass die Flexibilität und Elastizität der Bandscheiben abnehmen, welche für die Beweglichkeit und Belastbarkeit der gesamten Wirbelsäule eine entscheidende Rolle spielen. Im Verlauf kommt es dann zu Schonhaltungen, längerem Sitzen und einem Abbau der Haltemuskulatur.

Sportarten und Berufe als Ursache einer Osteochondrose


Extreme Belastungen bei Sportarten wie Kunstturnen, Fallschirm- oder Trampolinspringen können ebenfalls die Entstehung einer Osteochondrose begünstigen. Häufig betroffene Berufsgruppen finden sich zum Beispiel in der Krankenpflege oder in anderen körperlich anspruchsvollen Berufen wie Maurern oder Möbelpackern. Aber auch bei Bürotätigkeiten kann eine unergonomische Sitzposition zu einer Fehlbelastung der Wirbelsäule führen. Auch Übergewicht (Adipositas) führt zu einer chronischen Mehrbelastung der Gelenke und kann so die Entstehung einer Osteochondrose beschleunigen.
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Welche Symptome treten bei einer Osteochondrose auf?

Ein Großteil der Patientinnen und Patienten bemerkt die Osteochondrose zu Beginn der Erkrankung nicht, da sie in vielen Fällen asymptomatisch, also ohne Symptome verläuft. Häufig wird eine Osteochondrose auch im Rahmen von bildgebender Diagnostik als Zufallsbefund entdeckt.

Symptome einer aktivierten Osteochondrose


Das klassische Symptom einer aktivierten Osteochondrosis sind jedoch zunehmende Schmerzen im betroffenen Gelenk. Da die aktivierte Osteochondrose vor allem die Wirbelsäule betrifft, geben Patientinnen und Patienten häufig chronische Rückenschmerzen an.

Zu Anfang der Erkrankung treten diese häufig nur bei schwereren Belastungen oder starker körperlicher Aktivität auf. Im Verlauf der Erkrankung können die Beschwerden dann auch bei geringerer Belastung oder auch in Ruhe auftreten.

Die Schmerzen führen zu einer schmerzbedingten Einschränkung der Beweglichkeit und damit zu einer verringerten Mobilität der Patientinnen und Patienten. Dies wiederum führt zu einer Verminderung der sportlichen Tätigkeit und zu Übergewicht. In einigen Fällen kann es durch Einengung von Nervenkanälen auch zu ausstrahlenden Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder anderen Sensibilitätsstörungen kommen. Ist die Halswirbelsäule (HWS) betroffen, treten gehäuft Kopfschmerzen und Nackenschmerzen auf.

Der Schweregrad der Symptome und das Empfinden dergleichen ist sehr individuell und hängt natürlich auch von anderen psychosozialen Faktoren ab.

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Wie lässt sich eine Osteochondrose diagnostizieren?

Anamnese


Eine ausführliche Befragung (Anamnese) spielt in der Diagnostik der Osteochondrose eine zentrale Rolle. Informationen, die den behandelnden Arzt interessieren, sind Vorerkrankungen oder Voroperationen im Bereich des betroffenen Gelenkes.

Außerdem ist es wichtig, einen Überblick über die aktuelle Symptomatik zu bekommen:

Seit wann treten Beschwerden auf? In welchen Situation und wie stark treten Schmerzen auf? Bei welchen Bewegungen? Wo sind die Schmerzen genau lokalisiert? Strahlen die Schmerzen aus oder bestehen weitere Symptome? Kommt es schmerzbedingt zu einer Einschränkung der Beweglichkeit und damit zu einer Einschränkung der Alltagsfähigkeit der Patientinnen und Patienten?

Körperliche Untersuchung


Im Anschluss an die Anamnese lässt sich in der körperlichen Untersuchung der Verdacht auf eine Osteochondrose erhärten. Gleichzeitig lassen sich andere Diagnosen für die Beschwerdesymptomatik (Differentialdiagnosen) ausschließen. Zur körperlichen Untersuchung gehört zum Beispiel das Betrachten (Inspektion) des betroffenen Gelenkes oder die Beobachtung des Gangbildes.

Beim Betasten (Palpation) der betroffenen Region können Druckschmerzen, Schwellungen oder Überwärmungen identifiziert werden. Eine Funktionsprüfung zur Beurteilung der Gelenkbeweglichkeit gehört auch zur orthopädischen Untersuchung. Diese wird standardmäßig nach der Neutral-Null-Methode eingeteilt.

Bildgebende Verfahren


Um die Verdachtsdiagnose einer Osteochondrose zu sichern, benötigt der behandelnde Orthopäde jedoch ein bildgebendes Verfahren. In der klassischen Röntgenuntersuchung lässt sich der Zustand der Knochen gut beurteilen. So können beispielsweise Frakturen oder chronischer Verschleiß des Knochens sichtbar gemacht werden.

Möchte man zusätzlich den Zustand der Weichteile, also die Bandscheiben, den Bandapparat oder die austretenden Nervenwurzeln beurteilen, wird häufig eine Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Durch dieses strahlenfreie Verfahren kann der Gelenkknorpel dargestellt werden, sowie Entzündungen oder Wasseransammlungen in Knorpel und Knochen sichtbar gemacht werden. Anhand der sogenannten Modic-Klassifikation lässt sich der Schweregrad der Osteochondrose anhand der Veränderungen im Bereich der Wirbelkörper einteilen, was für die nachfolgende Therapie eine Rolle spielt.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

In der Akutphase einer Osteochondrose steht die Schmerzbehandlung im Vordergrund. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können eingesetzt werden, um eine Symptomlinderung zu erreichen und eine Bewegungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. In einigen Fällen wird diese medikamentöse Therapie durch die Gabe von muskelentspannenden Medikamenten (Muskelrelaxanzien) ergänzt. Bei leichten Symptomen wird zudem eine regelmäßige Stärkung der Rückenmuskulatur empfohlen. Dies kann zum Beispiel durch eine Krankengymnastik (Physiotherapie) oder durch die Durchführung von Übungen in Eigenregie erreicht werden.

Ziel dieser Therapie ist die Reduktion der mechanischen Belastung des betroffenen Gelenkes durch die Stärkung der Muskulatur. Einige Patientinnen und Patienten berichten, dass Wärmeanwendungen den Therapieerfolg unterstützen. Liegt Übergewicht (Adipositas) vor, kann eine Gewichtsreduktion ebenfalls zu einer Verminderung der Beschwerden beitragen und eine sportliche Betätigung erleichtern.

Fortgeschrittenes Stadium


In fortgeschrittenen Stadien der Osteochondrose können invasive Methoden notwendig sein, um eine ausreichende Schmerzlinderung zu erreichen. Hierzu werden in einigen Fällen Injektionen durchgeführt.

In seltenen Fällen können bei Ausschöpfung konservativer Methoden auch operative Eingriffe notwendig sein.

Individuelle Therapieplanung


Zur individuellen Therapieplanung wenden sich betroffene Patientinnen und Patienten vertrauensvoll an ihren behandelnden Orthopäden. Dieser wird Sie über Vor- und Nachteile der jeweiligen Behandlungsmethoden informieren und mit Ihnen gemeinsam eine Strategie zur Behandlung ihrer Osteochondrose erstellen.
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Was kann ich tun, um einer Osteochondrose vorzubeugen?

Einer Osteochondrose lässt sich auch gut vorbeugen. Wichtig sind eine physiologische, also gesunde Körperhaltung und das Vermeiden von einseitigen, starken Belastungen der Gelenke. Achten Sie beim Heben und Tragen von schweren Lasten auf einen geraden Rücken und stärken Sie Ihre Rücken- und Rumpfmuskulatur durch geeignete Übungen und sportliche Betätigung wie Schwimmen.

Eine Gewichtsnormalisierung trägt erheblich zu einer Schonung der Gelenke bei. Eine wichtige Rolle im Knochen- und Knorpelstoffwechsel spielen auch Calcium und Vitamin D. Eine ausgewogene Ernährung kann so dazu beitragen, der Entstehung einer Osteochondrose oder ihrem Fortschreiten entgegenzuwirken.

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